Leserbeitrag

Senioren-Wandergruppe Erlenbach AG/Im Hopfengebiet unterwegs

Karl Windisch
Drucken
Teilen
10 Bilder

Hopfen und Malz

Sie haben es wieder geschafft! Unsere Reisespezialisten Fritz, Bruno und Hansueli fanden einen Ort, den erst wenige von uns Senioren gekannt hatten. Daher und sowieso sei ihnen herzlich gedankt.

Ziel war ein Bauernhof mit einer Besenbeiz in Stammheim ZH.

Aber der Reihe nach: Unaufgeregt und mit Maske vor Mund und Nase bestiegen wir 24 Männer am frühen Morgen des 26. August in Aarau den Schnellzug nach Winterthur. Es gab noch nicht viel zu reden und mit Maske fehlte auch ein wenig die Lust dazu. Aber wir genossen die Fahrt und hatten schönes Wetter, wie es sich gehört, wenn Engel reisen. Nach dem Umsteigen führte uns der Zug nach Frauenfeld. Daselbst setzten wir uns ins Café Hirt, tranken genüsslich einen Kaffee und assen ein ofenfrisches Gipfeli aus der hauseigenen Bäckerei. Die Bedienung war sehr freundlich und speditiv, auch wenn sie Rolf keinen «Kafi Lutz» servieren wollten. Das grösste Problem war hier das WC: Kaum zu finden, nicht abschliessbar und nur eine Schüssel für so viele Leute!

Mit dem Postauto reisten wir weiter nach Nussbaumen. Von dort wanderte die eine Gruppe um den Nussbaumersee und die andere auf dem Weinweg durch die Rebberge nach Stammheim. Alles gut? Denkst du! Das Postauto fuhr weg und Christian stellte schockiert fest, dass er seinen Rucksack im Bus hat stehen lassen. Was tun? Alfons und André, die mit dem PW angereist waren, nahmen sofort die Verfolgung des Postautos auf und konnten, nach zwei Fehlversuchen an Haltestellen, den Chauffeur stellen und den vergessenen Rucksack in Empfang nehmen und später Christian zurückgeben.

Auf dem Weinweg liessen wir die Aussicht über das Stammheimertal auf uns wirken. Leider waren die Trauben noch nicht ganz reif. Auf der anderen Route war die Versuchung gross, im Nussbaumersee ein kurzes Bad zu nehmen.

Schlussendlich trafen wir alle bei der Besenbeiz «Hopfentropfen» ein und erfrischten uns bei einem kühlen Bier oder einem anderen kühlen Getränk. Am Buffet wurden wir mit heissem Fleischkäse, Kartoffelsalat und weiteren frischen Salaten bedient. Bedienung und Menue verdienen das Prädikat «hervorragend».

Als Verdauungsspaziergang und als Wissenserweiterung führte uns Markus Reutimann durch den Hopfenlehrpfad. Die meisten gehörten und gesehenen Dinge waren neu. Nun werden wir das Bier noch mehr schätzen als vor unserer Reise.

Zurück auf dem Hof gab es noch Kaffee und ein Dessert, gespendet von zwei «Geburtstagskindern». Godi war anwesend und Guido,91 jährig, war daheim geblieben.

Kurz nach vier verabschiedeten wir uns, wanderten zum Bahnhof Stammheim und bestiegen schon bald den THURBO nach Winterthur. Dort wechselten wir den Zug und konnten bis Aarau sitzen bleiben. Alle kamen wohlbehalten an und werden diese Reise in bester Erinnerung behalten.

Kari Windisch