Leserbeitrag
Seener Männerstamm besuchte das Gotthelf Zentrum in Lützeflüh.

Hans-Ulrich Huber
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Am Dienstag, 10. September reiste die Seoner Pensionierten-Vereinigung ins Emmental, wo das Gotthelf - Zentrum besichtigt wurde. An der Exkursion an den geschichtsträchtigen Ort hatten 40 Mitglieder Interesse bekundet. In Lützeflüh angekommen, fand im Obergeschoss des Wohnhauses des einstigen Pfarrers und späteren Schriftstellers, Jeremias Gotthelf, ein halbstündiges Einführungs-Referat statt. Die Referentin verstand es ausgezeichnet, die Zuhörer mit ihrem Emmentaler-Dialekt in ihren Bann zu ziehen - und das Wirken Gotthelfs in interessanter Weise zu übermitteln. Jeremias Gotthelf (1797 – 1854) war das Pseudonym von Albert Bitzius, Sohn eines reformierten Pfarrers in Fribourg. Nach ausgiebigen Studienjahren in Bern und Göttingen ließ er sich als Pfarrer und Schriftsteller in Lützelflüh im Emmental nieder. 1836 fing Gotthelf mit der Schriftstellerei an. Sein erster Roman war der „Bauern-Spiegel“. In den folgenden Jahren war er unermüdlich als Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, zeitgenössische und historische Erzählungen, sowie Aufsätze. Etliche seiner Romane wurden später verfilmt. „Ueli de Chnächt, Käserei der Viehfreude, Annebäby Jowäger, Geld und Geist,“ um nur einige davon zu nennen. Nach der Besichtigung des Gotthelf-Zentrums ging es mit dem Reisecar weiter nach Nebikon, wo im Gasthof Adler (bei Pasquale Serratore, ehem. Wirt in Seon) zum Abendessen eingekehrt wurde und wonach ein wiederum lohnenswerter Ausflug endete.

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