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Rheinfelden: Plebiszit für eine Stadt der Blumen?

Michael Derrer
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Bild: Michael Derrer

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(chm)

In einem Leserbrief und auf Facebook stellte ich vor kurzem die Frage, ob in unserer Stadt die Fenster der Häuser mit Blumen versehen werden sollten, wie dies in gewissen Städten in Italien (Bild) oder Südfrankreich der Fall ist. Viele Menschen – Einwohner und Gäste – reagierten sehr positiv, und auch die Kommentare zeugen vom Support für einen solchen Blumenschmuck.

Wie könnte die Stadt aktiv zu einer solchen Entwicklung beitragen? Hier drei Ansätze:

1. Jeweils im Mai könnten kompetente Werkhof-Angestellte zur Verfügung stehen, die helfen, Blumenkistchen fachmännisch und sicher an Fenstersimsen zu installieren.

2. Die Stadt könnte eine Sammelbestellung von Blumen koordinieren, um günstige Preise zu erwirken. Dies würde auch erlauben, Blumensorten zu kaufen, die sich für diesen Zweck besonders eignen und dabei auch auf regionale Beschaffung zu achten.

3. Gegebenenfalls könnten Anreize geschaffen werden. In der Tat existieren in Rheinfelden bereits Häuser mit Blumen – es handelt sich jedoch um die Ausnahme. Um sie zur Regel zu machen, könnte denjenigen, welche sich die Mühe machen, ihr Haus oder ihre Wohnung auf diese Weise zu schmücken, eine kleine Gutschrift gewährt werden.

Blumen tragen nicht nur zur Lebensqualität und Attraktivität bei, sie sind auch Ausdruck und Symbol von Gemeinschaftssinn – denn wenn ich mein Haus schmücke, profitieren die anderen, wie ich selbst profitiere, wenn ich die Blumen der anderen geniessen darf.

Es handelt sich hier noch um rohe Gedanken: Falls eine Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner die Idee befürwortet, müssten sie weitergesponnen werden.

Rheinfelden als Blumenstadt – Wären Sie dafür?

Michael Derrer, Unternehmer und Dozent für Wirtschaft und Soziologie