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Maja’s Kräutergarten im WirnaVita

Martin Weissen
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Bild: Martin Weissen
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(chm)

«Wissen Sie, woher der Name Schlüsselblume und Spitzwegerich stammt?» Maja Stürmer berichtete im Alters- und Pflegeheim WirnaVita in beeindruckender Manier über den Nutzen und die heilenden Kräfte von Kräutern und Gräsern. Im Gegenzug wurde die Kräuterfrau aus Mandach mit umfassenden Erfahrungen der Bewohnenden konfrontiert.

Durch die gelebten Erkenntnisse auf dem elterlichen Bauernhof und in der Pferdezucht, wurde Maja Stürmer bewusst, dass sie sich die grosse Kraft der Pflanzenvielfalt von Mutter Erde zunutze machen sollte. Mit intensivem Selbststudium und der Auseinandersetzung mit der Natur eignete sie sich ein breites Wissen über Kräuter und deren heilkräftige Wirkungen an.

Ökologie ist Wissen

Im gedanklichen Spaziergang durch den Kräutergarten erzählte Maja Stürmer mit Begeisterung über ihre Erfahrungen. Gemäss Stürmer besitzt eine Brennnessel 40-mal mehr Vitamin C als ein Kopfsalat. Zudem könnten Brennnesselsamen im Müesli Chia-Samen ersetzen und rund 80 Insekten leben mit und von der Brennnessel. Diese weltweit verbreitete Pflanze mit dem lateinischen Namen Urtica hat es also in sich. Bewohner Hans Zehnder quittierte in gewohnt pointierter Manier: «Das Wissen ist beeindruckend und Wissen ist die Basis der Ökologie. Ökologie ist Beziehungspflege.» Er weiss, wovon er spricht. Als Forstingenieur ETH hat auch er nicht nur in der Region, sondern auf der ganzen Welt sein umfassendes Wissen und seine Erfahrungen zur Verfügung gestellt.

WirnaVita als Kräutergarten

Die Bewohnenden wussten genau, wo auf dem Areal welche Kräuter zu finden sind und altes Wissen wurde untereinander weitergegeben und es kam zu anregenden Diskussionen. «Schöllkraut wirkt gegen Warzen und das wächst im Nachbargarten.» Rund um Baldrian kam es zu regem Austausch. Bei den einen gilt es als unverzichtbar, um einschlafen zu können. Bei den anderen funktioniert das Wundermittel leider nicht.

Kräutertee und Quarkaufstrich

Abgerundet wurde der Vortrag mit einem kleinen Apéro aus der WirnaVita-Küche. Kräutertee und Brötchen mit Kräuterquarkaufstrich, garniert mit essbaren Blüten, mundeten allen Bewohnendenden vorzüglich und waren eine Augenweide. Maja Stürmer meinte: «Ich hätte für den Quark keine Kräuter mitnehmen müssen, ich hätte alle hier auf dem Areal gefunden.»

Ausflug nach Mandach

Die Bewohnenden vom WirnaVita sind wahrlich auf den Geschmack gekommen und spontan wurde der Wunsch geäussert, Maja’s Chrüchterstübli in Mandach zu besuchen. Rosemarie Randegger, Verantwortliche der Aktivierung im WirnaVita, hat die Idee aufgenommen. «So macht die Zusammenarbeit mit den Bewohnenden Spass. Es entsteht immer wieder etwas Neues.» Sie ist überzeugt, dass sie gemeinsam mit den vielen engagierten freiwilligen Helferinnen und Helfern im WirnaVita ein solches Projekt lancieren kann.

Martin Weissen

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