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GV des Feldwaffenvereins Solothurn im Stammlokal Bellevue in Lüsslingen

Marlene Sedlacek
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(chm)

Es war ein spezielles erstes Präsidialjahr, auf das Romana Wimberger an der 140. Generalversammlung des Feldwaffenvereins Solothurn zurückblickte. Der Schiessbetrieb war coronabedingt reduziert und das Vereinsleben auf Sparflamme gelaufen. Trotzdem stellte die Präsidentin mit Freude fest: «Unser Verein lebt.» Einige Veranstaltungen fanden trotzdem statt, wenn auch nicht im üblichen Rahmen. So durfte der Verein am Chästag einen Stand betreiben, einfach ohne die beliebten Älpler Makronen. Auch das Eidgenössische Schützenfest fand auf eine spezielle Art statt. Die Wettkämpfe wurden dezentral an den Heimständen ausgetragen. Zufrieden waren die Solothurner allerdings nicht mit ihrem Resultat. Von 338 Sektionen belegten sie nur den Rang 304. Da machte sich wohl das fehlende Training im Coronajahr bemerkbar, vermutete die Präsidentin. Wimberger bedankte sich beim neuen Führungsteam, welches tolle Arbeit geleistet und sie tatkräftig unterstützt hat und trotz der schwierigen Zeiten flexibel und motiviert war.

Die Präsidentin bedauert, dass nur 18 Schützen am Eidgenössischen Feldschiessen teilgenommen haben. Auch beim obligatorischen Programm hätte die Teilnehmerzahl von 68 Schützen und Schützinnen viel Luft nach oben. Um den Teilnehmerschwund an den Vereinswettkämpfen zu bremsen, beantragte der Vorstand eine Erhöhung der Entschädigung. Die Versammlung nahm diesen Antrag mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung an.

Als Vereinsmeister 300 Meter geehrt wurde Roland Heiniger. Er durfte eine gravierte Zinnkanne entgegennehmen. Sieger im Feldschiessen waren Willi Kübli, der zugleich Schützenkönig wurde und der Jungschütz Joël Wimberger.

Um bei der Solothurner Mannschaftsmeisterschaft die Motivation der Teilnehmenden zu stärken, wird zukünftig quasi ein interner Wettkampf lanciert. Derjenige Schütze, der in der Mannschaft am wenigsten Punkte erreicht, fällt aus der Mannschaft. Der Beste bei den einzeln Klassierten wird in die Mannschaft aufgenommen, erklärte Markus Kübli (Obmann Schiesswesen). Damit soll der Verbleib in der Liga B gesichert werden.

Die Rechnung fiel um einiges besser aus als budgetiert. Die Einnahmen waren trotz Corona etwas höher als erwartet und die Ausgaben fielen geringer aus, führte der Kassier Roger Weyermann auf. Zudem trug das gute Börsenjahr zu einem positiven Ergebnis bei.

Auf dem Jahresprogramm steht wiederum der Chästag. Markus Kübli hofft, dass der Verein dieses Jahr wieder mit seinen Älpler Makronen für Furore sorgen kann. Ein Höhepunkt wird sicher auch die Teilnahme am Oberländer Schützenfest in Thun sein.

Die Anwesenden verabschiedeten sich in einer Gedenkminute von Jakob Ender, Träger der Ehrenmedaille, der Anfang Jahr verstorben war.

Fotos: Vorstand v.l.: Willi Kübli, Karin Wimberger, Florian Wimberger, Markus Kübli Romana Wimberger, Kevin Schneider, Roger Weyermann, Philip Fluri.

Teilnehmende an der GV