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Graue Panther besuchen Feuerwehr Olten

Werner Vogt
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Bild: Werner Vogt

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(chm)

Freitag, 26. November, 15:00 Uhr, 29 angemeldete Besucher sind kontrolliert und im Theorie-Raum der Feuerwehr versammelt. Der Kommandant, Philipp Stierli, gibt uns viele Zahlen und Informationen. Die Feuerwehr besteht seit 1817, ist eine Miliz-Einrichtung, die Mitglieder arbeiten also für einen Sold, es gibt 250 Stellenprozente, welche für die Feuerwehr arbeiten.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich immer auf ein Jahr: Kosten 1,3 Millionen, Sollbestand 80 Personen, Anteil Frauen 17 %, Einsätze 250, davon 100 wegen Brandmeldungen, echte Feuereinsätze weniger als 10 %, Übungen 110, Verweildauer 7 Jahre, Ausbildung 90 Übungen.

Es gibt eine Jugendfeuerwehr, zugelassen sind 12 bis 18-jährige Personen. Sie sind bei den meisten Übungen dabei. Man hofft natürlich, dass sie mit ihrer Grundausbildung einmal bei den Aktiven mitmachen.

Zum Thema Hochwasser: Die meisten Schäden in diesem Jahr wurden durch einen Anstieg des Grundwassers verursacht. Der Wasserstand der Aare ist abhängig von der Menge, die aus dem Bielersee abgelassen wird, dazu gibt es seit 2007 ein Abkommen, das festhält, dass die Wassermenge bei Murgenthal 850 Kubikmeter pro Sekunde nicht übersteigt.

Es folgten noch anschauliche Beispiele von Rauch- und Brand-Ursachen. Sehr empfohlen wird der Einsatz von Rauchmeldern, geringe Kosten / grosse Wirkung. Auch Steckerleisten können Brand-Ursache sein, achten sie darauf, dass sie nicht älter als 10 Jahre sind, weil sich der Kunststoff mit dem Alter verändert.

Nach diesen interessanten Informationen ging es zur Besichtigung der Einrichtungen und des Inventars. 2 Gruppen machten sich auf den Weg. Nicht lange, denn es gab Alarm und einen Einsatz wegen eines Verkehrsunfalls in Trimbach.

Unser «Gruppenführer» musste in den Einsatz, wurde aber sofort durch eine Kollegin ersetzt. Sie erklärte uns die Fahrzeuge und Einrichtungen in der riesigen Halle. Mannschafts-Wagen, Material- und Werkzeug-Wagen, 2 Tanklöschfahrzeuge, geeignet für einen Schnellangriff, und das grösste von allen, der Drehleiter-Wagen mit einer Reichweite bis 30 m.

Der Fahrzeugpark ist stets in einwandfreiem Zustand und einsatzbereit.

Wir waren alle sehr beeindruckt vom technischen Stand und der Kompetenz unserer Feuerwehr. Übrigens, der Einsatz beim Verkehrsunfall ging gut aus, eine Frau, die in ihrem Auto eingeklemmt war, konnte mit Spezialwerkzeugen befreit werden, dank der Feuerwehr. So gingen wir frohen Herzens zum feinen Apéro, kredenzt von Steffi und Martin Engel.

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