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Energiestadt Zuchwil inspiriert zu mehr Biodiversität im Siedlungsraum

Carla Padovan
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Reto Frischknecht
(chm)

Die Energiestadt GOLD Zuchwil fördert die Biodiversität im Siedlungsraum. Zuchwil lancierte im Rahmen ihres Energiestadt GOLD-Engagements für die diesjährige Gartensaison das erste Mal den Wettbewerb «Meine grüne Oase». Der Wettbewerb zeichnete besonders naturnahe und artenreiche Gärten in Zuchwil aus. Die Fachjury beurteilte vier Gärten als besonders wertvoll. Die Gewinnerinnen und Gewinner konnten sich über attraktive Preisgelder freuen, welche die Energiestadt Gold Zuchwil, die Flury Gartenbau AG, die Umweltschutzkommission und das Gartencenter Wyss als Sponsoren zur Verfügung stellten.

Mehr Bewusstsein für Biodiversität und Klima

Die Energiestadt GOLD Zuchwil möchte mit dem Wettbewerb auf die Wichtigkeit von naturnahen und artenreichen Grünflächen im Siedlungsgebiet aufmerksam machen. Denn der Zustand der Biodiversität ist bedenklich. Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten in der Schweiz sind bedroht. Deshalb ist es wichtig, Artenvielfalt auch im Siedlungsgebiet zu fördern. Durch naturnahe Gärten entstehen wertvolle Lebensräume für Kleintiere und Insekten sowie eine bessere Vernetzung verschiedener Grünflächen. Zudem tragen Grünflächen im Siedlungsgebiet zur Reduktion der sommerlichen Hitze bei. Im Zuge des Klimawandels werden überdurchschnittlich warme und trockene Sommer häufiger und Siedlungsgebiete sind durch die Hitzespeicherung stärker davon betroffen. So werden die kühlenden Effekte von Grünflächen immer wichtiger. Bäume sind dabei besonders wertvoll, da sie die gefühlte lokale Temperatur um mehr als 10 °C senken können. Ausserdem wirkt sich eine grüne, naturnahe Umgebung positiv auf das Wohlbefinden der Menschen aus. Grünräume erhöhen die Lebensqualität der Menschen und stärken die Standortattraktivität einer Gemeinde. Die Energiestadt GOLD Zuchwil geht als Vorbild voran und pflegt ihre gemeindeeigenen Grünflächen möglichst naturnah – beispielsweise werden Magerwiesen an Stelle von reinem Rasen angesät, Neophyten gezielt bekämpft und mehrheitlich einheimische und standortangepasste Arten eingesetzt.

Vier Gartenoasen auf dem Podest

Der Gartenwettbewerb «Meine grüne Oase» fand Anklang bei den Zuchwilerinnen und Zuchwiler. Die Fachjury bestand aus Christoph Abbühl, Leiter Bau und Planung Zuchwil, Peter Baumann, ehm. Leiter Bau und Planung Zuchwil, Cornelia König Zeltner, Umweltschutzkommission Zuchwil, Jean-B. Vuille, Flury Gartenbau AG und Carla Padovan, Weit&Breitsicht GmbH. Vier Gartenoasen zeichnete die Fachjury für ihre naturnahe und artenreiche Gestaltung aus. Der Garten von Annemarie und Dieter Ackermann und der Garten der Familie Marti-Cachat teilten sich den ersten Platz. Auf dem zweiten Platz war der Garten von Sandra und Christian Tschui und auf dem dritten Platz der Garten der Familie Hug-Rubeli. Die Gewinnerinnen und Gewinner freuten sich sehr über die Anerkennung ihres Engagements zugunsten der Biodiversität. Die Familie Marti-Cachat betonte: «Uns ist nicht nur unser Beitrag zum Umweltschutz wichtig, sondern auch, dass unsere Kinder möglichst früh die Nähe zur Natur in einem artenreichen Garten erleben können und lernen zu ihr Sorge zu tragen.» Die Preisübergabe fand am Tag der Natur, dem 29. Oktober 2022, bei einem kleinen Apéro im Gemeindehaus statt. Annemarie Ackermann lobte an dieser Stelle auch die Gemeinde und die Umweltschutzkommission für ihr Engagement: «Der Grundstein zu unserem Garten hat eigentlich die Gemeinde Zuchwil gelegt, indem sie uns beim Hausbau einen Flyer zu einheimischen Sträuchern und Bäumen zukommen liess.»