solothurner Blasmusikverband (SOBV)
Der Solothurner Blasmusikverband sagt Ja zum Ausbau der Geschäftsstelle

Rudolf Schnyder
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Bild: Rudolf Schnyder

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(chm)

140 stimmberechtigte Delegierte von 66 Musikvereinen und Unterverbänden sowie 15 Gäste, nahmen an der 120. Delegiertenversammlung des Solothurner Blasmusikverbandes (SOBV) in Luterbach teil. Nach der musikalischen Eröffnung durch die Musikgesellschaft Luterbach begrüsste der Präsident Ruedi Berger (Laupersdorf) alle Delegierten, Ehrenmitglieder und Gäste zur Versammlung, speziell Regierungsrat Peter Hodel, den Luterbacher Gemeindepräsidenten Michael Ochsenbein, Oberst Philipp Wagner vom Kompetenzzentrum Militärmusik und Peter Börlin vom Schweizerischen Blasmusikverband. Der Solothurner Blasmusikverband gliedert sich in drei Regionalverbände mit 78 Musikvereinen und knapp 2000 Musikantinnen und Musikanten. Dem Vorstand ist es ein wichtiges Anliegen, dass sich diese innerhalb des SOBV künftig besser vernetzen. Dafür wurden bereits im vergangenen Jahr gemeinsame Treffen eingeführt, bei welchen individuelle Bedürfnisse angemeldet und allfällige Probleme besprochen werden konnten. Zusätzlich will der Verband musikalische Projekte fördern und Weiterbildungsanlässe anbieten, an denen sich Musikantinnen und Musikanten aller Vereine beteiligen können. Im Rahmen der Strukturreform wurde an der Delegiertenversammlung vom Vorstand für die künftige Organisationsstruktur ein Dreisäulen-Modell vorgeschlagen: Ein gewählter Vorstand mit derzeit fünf Personen, die für ein bestimmtes Ressort zuständig sind. Ein Freiwilligennetz mit interessierten Musikbegeisterten, welche in Kommissionen und Arbeitsgruppen projektbezogen mitarbeiten und auf die man zur Unterstützung für verschiedene Aufgaben zurückgreifen kann. Und neu: eine Geschäftsstelle mit einem Pensum von rund 20 Prozent. Künftig soll die Geschäftsstelle durch eine Person mit Musikmanagement-Qualitäten wie Beratung von Vereinen in allen Belangen, Einreichung von Dossiers zur Beschaffung von Fördergeldern, Erarbeitung von neuen Dossiers sowie administrative Verbandsaufgaben erledigen und als Kontaktstelle dienen. Von den 140 Stimmberechtigten votierten 136 für die neue Geschäftsstelle, 2 waren dagegen und 2 enthielten sich der Stimme. Diese Geschäftsstelle wird nun öffentlich ausgeschrieben. Für das Honorar der Geschäftsstelle wurden rund 12 000 Franken im Budget vorgesehen. Der Mitgliederbeitrag soll deshalb um drei Franken angehoben werden. Aus der Versammlung heraus wurde ein Antrag gestellt, auf die Erhöhung von drei Franken zu verzichten. Dieser Antrag wurde von der Versammlung abgelehnt. Der Antrag des Vorstandes – Erhöhung der Verbandsbeiträge um drei Franken – wurde mit 133 Ja-Stimmen bei 2 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen klar angenommen. Der bisherige Vorstand wurde für eine neue Amtsperiode einstimmig und grossem Applaus wiedergewählt. Diesem gehören an: Ruedi Berger (Präsident), Marco Nussbaumer (Musikkommission / Jugendkommission), Nicolas Bader (Aktuar / Webmaster / Newsletter), Daniela Linz (Kassierin) und Ivo Cueny (Veteranenobmann). Als Rechnungsrevisoren wurden Josef Bader und Anton Iff gewählt. Das nächste Kantonale Musikfest findet vom 28. bis zum 30. Juni 2024 in Mümliswil statt. Das Festreglement wurde einstimmig genehmigt und beschlossen wurde die Rückkehr zu einer offenen Jury. Die Delegierten waren ebenso einstimmig dafür, im Jahr 2025 zusammen mit dem Musikverband beider Basel und dem Aargauischen Musikverband ein Nordwestschweizerisches Jugend-Musikfestival durchzuführen. Die nächste Delegiertenversammlung des SOBV vom 28. Oktober 2023 konnte der MG Obergösgen vergeben werden.

Zum krönenden Abschluss ernannten die Delegierten Nicolas Bader für 10 Jahre hervorragende Vorstandsarbeit als Aktuar und Webmaster zum neuen Ehrenmitglied des SOBV. Die bereits während der Versammlung verspürte Aufbruchstimmung und Vorfreude auf die vorgesehenen Projekte begleiteten die Teilnehmenden zum Apéro und Mittagessen hinaus. Die hohe Zustimmung und die zahlreichen vorgesehenen Neuerungen stellen ein starkes Signal dar. Der Verband schlägt neue Wege ein und will sich damit den aktuellen Herausforderungen proaktiv stellen.

Rudolf Schnyder

Auf dem Bild (zVg): Der wiedergewählte Vorstand des SOBV mit Ivo Cueny, Daniela Linz, Ruedi Berger (Präsident), Marco Nussbaumer und Nicolas Bader (vl.)