Leserbeitrag
Minigolfclub lässt sich nicht unterkriegen

Jürg Salvisberg
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Seit August 2016 ist die Minigolfanlage im Kleinholz geschlossen. Doch der Minigolfclub Olten (MCO) lässt sich wegen der misslichen Lage ohne Outdoorbahnen nicht unterkriegen. Als sich kein Veranstalter für die Schweizer B-Mannschaftsmeisterschaft finden liess, sprang der MCO 2019 kurzerhand in die Lücke und organisierte den Anlass im Meierhof. Die B-SM in der Halle war organisatorisch ein Grosserfolg und wurde finanziell gar zu einer Goldgrube. Mehrere tausend Franken Gewinn mehr konnte Kassier Martin Hug an der Generalversammlung im Hotel Arte deswegen in der Jahresrechnung vorweisen. Der 54 Mitglieder zählende Verein kann so in die Zukunft investieren und 2021 ein neues Clubtenü anschaffen.

Nachdenklicher stimmen Präsident Peter Arber gesellschaftliche Entwicklungen. Dass viele Junge die «soziale Einsamkeit» vor dem Smartphone dem gelebten Engagement in einem Verein vorziehen, bekommt auch Minigolf zu spüren. In den 1980er-Jahren wies der Sport in der Schweiz mehr als doppelt so viele Lizenzierte auf wie heute. «Es braucht wohl revolutionäre Neuerungen, um das etwas in die Jahre gekommene Spiel mit Ball und Schläger wieder begeisterungsfähig zu machen.» Und dann gebe es noch den Sonderfall Olten, meinte Arber. «Hier braucht es in erster Linie eine Behörde, die den Nutzen einer sozialen Einrichtung wie einer Minigolfanlage erkennt und der Bevölkerung endlich wieder zur Verfügung stellt.» Der unveränderte Vorstand des MCO mit Peter Arber (Präsident), Thomas Rickenbacher (Vizepräsident), Urs Schmid (technischer Leiter), Martin Hug (Kassier) und Melanie Mathys (Sekretariat) will dieses Ziel jedenfalls weiter verfolgen. (JS)

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