Leserbeitrag
Kultur-Insel Bremgarten

Dorothee Alb
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Attraktive Veranstaltungen faszinieren Publikum

An der Mitgliederversammlung vom 13. April konnte Präsident Urs Schmassmann eine sehr positive Bilanz über die Aktivitäten der Kultur-Insel Bremgarten ziehen. Zahlreiche interessierte Mitglieder bekundeten im Restaurant JoJo ihr Interesse an der Tätigkeit ihres Vereins.

Im Vorfeld der verschiedenen Veranstaltungen liegt immer die Frage: Gelingt der schwierige Spagat zwischen Kunst und Kommerz? Dank grosszügiger Beiträge von Stiftungen, der öffentlichen Hand, engagierten Mitgliedern und Besuchern konnte Kassier Erwin Wagenhofer eine positive Jahresrechnung präsentieren. Die Kultur-Insel ergänzt die in Bremgarten vorhandene aktive musikalische Amateur-Kultur (Musikgesellschaften, Chöre etc., welche ihre Aufführungen selber bestreiten), mit hochklassigen professionellen Events, dies immer mit der Zielsetzung faire Gagen zu bezahlen, denn die engagierten Künstler leben von ihrer Kunst. Eine der Hauptaufgaben des Vorstandes besteht deshalb darin, solche Events mit einer erfolgreichen Mittelbeschaffung zu ermöglichen.

Im Rückblick auf das Jahr 2014 liess der Präsident die veranstalteten Ereignisse revue passieren: In der Bar “Stiefelchnächt“ beindruckten zuerst Walter-Karl Walde und die Cellistin Cécile Grübler mit Wort und Musik zum Thema „Don Juan“. Am Karfreitag kam eine grosse Schar interessierter Besucher in den Genuss eines feierlichen Konzertes zur Passionszeit. Die Darbietungen von Stadtorganistin Andrea Kobi und des auf alten Instrumenten spielenden Orchesters „Il desiderio“ beeindruckten tief. Mit einer Skulpturen-Ausstellung der renommierten Schweizer Künstlerin Claire Ochsner im Kirchenbezirk und in einigen Altstadtgeschäften beschritt der Vorstand Neuland – dass der Event in sehr positiver Erinnerung bleibt, freut den Vorstand.

Im begonnenen Jahr 2015 blickt die Kultur-Insel bereits auf zwei Veranstaltungen zurück: Der „Stiefelchnächt“ erlebte wieder ein volles Haus mit „Flamenco hautnah“. Dass traditioneller Flamenco im kleinen Rahmen – hinreissend musiziert, gesungen und getanzt von einer original andalusischen Truppe – ein Abend voller Sinnlichkeit sein kann, fand auch in der Presse zu Recht sehr positive Aufmerksamkeit. Am diesjährigen Konzert zum Karfreitag gab es gar eine „standing ovation“: Was Stadtorganistin Andrea Kobi und Dirigentin Lisa Appenzeller mit ihren zwölf professionellen jungen Sängerinnen und Sängern darboten, wurde zu einem grossen Ereignis.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung orientierte Heinz Bergamin über das kommende Konzert, welches er gemeinsam mit der Kultur-Insel organisiert. Man darf sich auf den 24. Oktober freuen. Über 110 Sängerinnen und Sänger werden Rachmaninovs monumentales Werk „Das grosse Morgen- und Abendlob“ in der Stadtkirche in russischer Sprache zur Aufführung bringen.

Ein sichtlich zufriedener Präsident schloss die Mitgliederversammlung. Mitglieder und Vorstand genossen bei anregendem Gespräch das Erlebte und freuten sich auf das Kommende.

VON DOROTHEE ALB