Leserbeitrag

Grosser Aufmarsch zum Jahresschlusstreff

Marcel Siegrist
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Eine beachtliche Anzahl Wanderbegeisterte fand sich am Chlaustag im Bahnhof Muri zur letzten Wanderung dieses Jahr ein. Josef Räber führte sie via Bachmatten zum St. Barbara-Bildstöckli, Wasserturm, Chapf, der Bünz entlang nach Boswil. Unterwegs wies er auf geschichtliche Ereignisse bezüglich Aristau und Althäusern hin. Schien zu Beginn der Wanderung die Sonne, tobte ab Althäusern bis Muri-Moos ein heftiges Schneegestöber. Zum altehrwürdige Chapf erwähnte er, dieser habe dem Kloster Muri als Erholungsort für die Patres und Mönche gedient, sei später in Privatbesitz gelangt und als Wirtschaft betrieben worden. Bekannt sei der Chapf auch als Wohnhaus der Lyrikerin und Dichterin Erika Burkart geworden. Im Muri-Moos waren noch einige Störche zu sehen. Nach zwei Stunden wandern traf die Gruppe im Gasthaus Sternen in Boswil ein. Die Delegationen von Buttwil und Boswil waren schon früher eingetroffen. Insgesamt 80 Personen waren anwesend und genossen das feine, von der Sternen-Küche vorbereitete Mahl. Die Tische waren festlich arrangiert und an jedem Platz lag auch das obligate Chlaussäckli. Selbst eine speziell gestaltete Menükarte ergänzte das Gedeck. Der Service durch das eingespielte Sternen-Team unter der Leitung von Irene Bakker verlief vorbildlich.

Nach dem Essen berichtete Benedikt Stalder von früherer Zeiten, Legenden und Begebenheiten. Mit den vom Museum hergebrachten Torfmesser und Torfstecher führte er uns in das ehemalige Handwerk des „Güslen“ im Niedermoos ein. Dieses Moos sei nach der letzten Eiszeit durch einen See entstanden, der immer mehr verlandete. Aus den vermodernden Sumpfpflanzen sei Torf geworden. Der Torf habe als Heizmaterial gedient und sei lukrative Handelsware gewesen. Besonders beeindruckt hat die Schaufel eines Elchgeweihes, das beim Torfstechen gefunden wurde. Er erzählte von den zwei Angelsachsen, deren Unheil an einer Hochzeitsfeier im Sternensaal sich anbahnte und oberhalb von Büelisacker ein jähes Ende nahm. In Gedenken an die Unglücklichen sei am Tatort die kleine Kapelle erbaut worden. Wir hätten dem Referenten noch lange zuhören können und er hätte bestimmt noch vieles zu erzählen gewusst. Inzwischen war das Dessert vorbereitet und serviert worden. Den Kaffee dazu übernahm die Wanderkasse, die wiederum vom grosszügigen Trinkgeld der Wanderer gespiesen wurde.

Ingrid Kaufmann überbrachte die Grüsse der Pro Senectute Beratungsstelle Muri und dankte dem Leiterteam für die uneigennützigen Dienste zu Gunsten der älteren Generation. Sie freute sich über das jeweils grosse Interesse an den monatlichen Wanderungen.

Markus Giger hielt kurz Rückschau auf das verflossene Wanderjahr. Dank idealen Wetter- und Wegverhältnissen konnten alle Wanderungen durchgeführt werden und bleiben bestimmt in guter Erinnerung. Wenn langjährige Wanderer nicht mehr mithalten können, bedauert dies das Leiterteam sehr. Erfreulicherweise dürfen anderseits immer wieder neue Leute begrüsst werden. Im kommenden Jahr sind 3 Halbtages, 8 Ganztages und 1 Bergwanderung in verschiedensten Gebieten der Zentral-, Ost- und Südschweiz geplant. Die betreffenden Leiter stellten ihre Anlässe detailliert vor. Nur bei der Anfahrt zum Startort mit dem Car ist die Teilnahme auf 50 Reisende begrenzt. Es gilt dann, sich frühzeitig anzumelden. Das Jahresprogramm und die monatlichen Detailprogramme werden wiederum im SBB-Schalter in Muri aufgelegt und in den Regionalzeitungen publiziert. Heiri Hilfiker hat über den Fleiss der Wanderer Buch geführt und eine durchschnittliche Beteiligung von 45 Personen ermittelt. Die Gruppen bestanden aus mindestens 25 und maximal 61 Begeisterten.

Erstmals wird Doris Imhof die Leitung der PS-Wandergruppe Sins übernehmen. Sie hat 8 Wanderungen von ca. 3 Stunden vorgesehen und würde sich sehr freuen, wenn auch Leute von unserer Gruppe mitmachen würden.

Die Wanderferien in Arosa waren ein voller Erfolg; dies nicht zuletzt des schönen Wetters wegen. Sie finden nächstes Jahr vom 7. bis 14. September statt. Der Hotelier von der „Alpensonne“ wartet wiederum mit einem sehr günstigen Angebot auf.

Etwas früh traten die meisten den Heimweg per Bahn, zu Fuss oder mit dem Auto in alle Richtungen an. Nur 4 Unentwegte taten sich noch zu einem Jass zusammen und liessen so den Anlass gemütlich ausklingen.