Leserbeitrag
Forschungslager Jungwacht und Blauring in Melchtal

Regula Santschi
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Am Samstag, 15.04.13 trafen 21 wagemutige Astrologen, Urwaldforscher und Spurensicherer auf der Forschungsstation in Melchtal ein. Eine abgefahrene Kurswoche konnte beginnen.

Wir wurden von Anfang an auf die Probe gestellt. Mit einer Karte bewaffnet machten wir uns in kleinen Gruppen auf die Suche nach verschlüsselten Buchstaben. Obwohl eine Gruppe keine Buchstaben gefunden hat konnten die motivierten Forscher das Rätsel lösen. Nach dem Zimmerbezug und dem üppigen Willkommens-Apèro wurden die Regeln aufgestellt. Nach einem leckeren Nachtessen wurden wir in die Basisgruppen (BG) aufgeteilt. In den BG’s begaben wir uns in die einzelnen Gemeinschaftsräume und lernten uns gegenseitig noch etwas besser kennen.

Während dem Bettmümpfeliessen begann es draussen plötzlich Funken zu sprühen. Die aufgebrachte Professorin rannte ins Zimmer und verkündete uns, dass die Aliens gelandet sind. Doch zum Glück wurden wir nicht angegriffen und da keine Nachtruhe festgelegt wurde, tranken wir friedlich Sirup und klopften einen Jass bis tief in die Nacht hinein.

Am Sonntagmorgen hatte die zerstreute Professorin schon wieder ein Problem. Sie hatte eine ganz bestimmete Formel verloren. Deshalb mussten wir ihr helfen, sie wieder zu finden, anhand eines Geländespieles. Nachmittags haben wir den GHK-Block kennen gelernt. Durch Beispiele von Traummann und Traumfrau haben wir uns intensiver damit beschäftigt und einen GHK-Block zum Thema Gender durchgeführt. Da es danach etwas rivalisierend zwischen Mann und Frau zu und her ging haben wir uns mit gegenseitigen Liebesbriefen wieder versöhnt.

Doch etwas Theorie gehört auch dazu. Deshalb haben wir uns am Abend mit Kartenlesen, 1. Hilfe und Notfallsituationen auseinandergesetzt.

Weil wir auch sportlich sind, gingen wir am nächsten Tag auf die traditionelle Wanderung. Wir hatten Glück: Denn wie wir alle wissen, liess der Frühling ein wenig auf sich warten. Somit wurde keine zweitägige Wanderung durchgeführt. Trotzdem meinte es das Wetter gut mit uns, wir konnten sogar eine Glace am Sarnersee geniessen.

Am nächsten Morgen begaben wir uns nach dem Frühstück auf einen Postenlauf in unseren BG‘s. Von jetzt an startete ein BG Contest. Von Aliens verstreute radioaktive Teilchen mussten aufgespürt werden.

Nachmittags wurden wir ausführlich auf das Leitersein vorbereitet. Es wurde über Problemkinder, Verantwortung, Kontakt mit Eltern und Gruppenplanung diskutiert. Durch Beispielen und einigen Tipps fühlen wir uns nun dem Thema ein wenig mehr gewachsen.

Nach dem Abendessen spielten wir ein Spiel, von welchem alle sehr begeistert waren. Es nennt sich Sardinchen. Dabei verdunkelt man das Lagerhaus, anschliessend bestimmt man ein Sardinchen. Dieses versteckt sich irgendwo im Haus. Nun begeben sich alle anderen auf die Suche nach ihm. Trifft allerdings ein Teilnehmer auf einen anderen, sagen beide Sardinchen. Lediglich das Sardinchen antwortet nicht. Während dem Spiel passierten merkwürdige Dinge. Ein zweites Sardinchen war im Umlauf, welches sich später als Schrank herausstellte.

Mittwochmorgens mussten wir uns die verschiedensten Tanz-und Kampftechniken aneignen, damit wir uns im Falle eines Angriffs gegen die Aliens wehren konnten. Dabei entstanden lustige „Tänze“.

Nun konnten wir uns auch endlich entspannen, aber weil wir sehr unternehmungslustig sind, haben wir uns für eine spontane Wasserschlacht entschieden. Als wir alle wieder trocken waren, haben wir zusammen ein Gruppenstunden, Plakat entworfen.

Da der Tag rasend schnell vergangen war, wollten wir Abends wie gewohnt unser Bettmümpfeli zu uns nehmen. Jedoch haben uns die Aliens ein Strich durch die Rechnung gezogen. Unser Küchenteam wurde angegriffen, nur eine ist tapfer genug gewesen sich zu wehren und lag deshalb verletzt am Boden. Als Gruppe haben wir uns auf den Weg zum Spielgelände gemacht. Wir wurden mit einem Nachtgeländespiel überrascht. Schlussendlich tauchte das Küchenteam wieder auf und aus dem Bettmümpfeli wurde ein Mitternachts-snack.

Tags darauf konnten wir endlich wieder einmal ausschlafen und wurden mit sanfter Musik erst um 10.00 Uhr geweckt, worauf ein üppiger Brunch folgte.

Danach sassen wir wieder in den BG’s zusammen und diskutierten über Sucht, Gewalt und Rassismus.

Am späten Nachmittag begaben wir uns auf den Sportplatz und spielten ausgefallene Ball- und Frisbeespiele.

Abends haben wir unsere eigenen Interessen und Fragen durch Wahlmodule noch etwas vertieft.

Am zweiten letzten Tag begann es heftig zu regnen, also das perfekte Wetter für den bevorstehenden Block. Wir spielten auf dem naheliegenden Fussballplatz drei verschiedene Spiele: Krebs-Rugby, Lacrosse und Kochlöffel-Hockey. Total verdreckt und ausgetobt liefen wir wieder ins Haus zurück und assen zu Mittag.

Am Nachmittag, während den Einzelgesprächen, mussten wir selbstständig in den BG’s ein Theater einstudieren, welches am Bunten Abend aufgeführt wurde.

Das Abendprogramm begann mit einem Casino. Mit Spielen wie Poker, Black Jack oder auch Ping Pong konnte man Spielgeld erspielen und dieses an der Bar für Getränke einlösen. Um Neun Uhr, als die professionelle Jury endlich eingetroffen war, konnte das grosse Finale im BG Contest beginnen. Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht. Sogar die Leiter mussten noch in Kürze ein Theater einstudieren. Nach dem sehr amüsanten Auftritt der Leiter konnte das Gewinnerteam jedoch doch noch bestimmt werden.

Noch ein letztes Mal konnte die Küche beim Dessert ihr Können demonstrieren. Danach hiess es Party machen bis tief in die Nacht hinein.

So verging eine spannende, lehrreiche und abgedrehte Woche.

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