Leserbeitrag

Erfolgsmodell Mittagstreff Oberstufe

Fraktionsbericht SP Baden Einwohnerratssitzung vom 27. März 2012

Marcel Siegrist
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Die Stadt Baden legt in verschiedenen Berichten Rechenschaft über ein weiteres erfolgreiches Jahr ab. Spitzenwerte im interkommunalen Vergleich, Berichte und Statistiken zeugen von engagierten Arbeiten in den Kommissionen, Ressorts und Abteilungen aber auch von einer wirtschaftlichen Stärke. Erfreulich sind dabei auch die Budgetdisziplin der Abteilungen, die hohen Steuererträge und der erneute massive Schuldenabbau. Dass die Stadt Baden zum zweiten Mal nach 2010 nur 45% der budgetierten Fr. 21 Mio. tätigt, ist alles andere als gesund. Wohl werden nachvollziehbare Gründe genannt, dass die verschobenen und anstehenden Investitionen in naher Zukunft ein hohes Mass nicht nur an finanziellen Ressourcen binden, stimmt jedoch mehr als nachdenklich. Hier ist der Stadtrat echt gefordert, mit kreativen Lösungen pragmatische Lösungen zu finden.
Die Fachstelle Jugendarbeit führt seit August 2010 einen Mittagstreff in der Nähe der Oberstufenschulhäuser so erfolgreich, dass der Platz im kommenden Schuljahr nicht mehr reichen wird. Die SP findet es richtig, dass die Stadt Baden mit einem zweiten Mittagstreff auf die veränderten Gesellschafts- und Familienstrukturen reagiert und den Jugendlichen mit einem moderaten Elternbeitrag Dach, Speis und Platz für Spiel und Arbeit zur Verfügung stellt. Stolz sind wir, dass der Mittagstreff auf ein Postulat der ehemaligen SP Einwohnerrätin Regula Dell'Anno zurückgeht. Birmenstorf und Remetschwil haben die Zeichen der Zeit auch erkannt und tragen als einzige der umliegenden Gemeinden etwas zur Finanzierung bei. Die anderen Wohngemeinden von unseren Schülerinnen und Schülern sollten mit aller Freundlichkeit nochmals angegangen werden.
Mit einem befristeten Darlehen über Fr. 300'00 ermöglicht die Stadt Baden der Stiftung Trinamo die Weiterführung des Roten Turms. Damit können wichtige Arbeitsplätze für die Resozialisation von Mitmenschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit gesichert werden. Ein weiteres Erfolgsmodell im sozialen Bereich, das mit unserer finanziellen Unterstützung bestehen bleibt.
Die Überlegungen zu Sicherheit, Verantwortung und Haftung des Stadtrates zum Postulat „Limmatbad" von Andrea Arezina sind nachvollziehbar. Die grundsätzliche Haltung ist jedoch für junge Stadtmenschen wenig visionär und enttäuschend. Zumindest wird erwartet, dass in der Gestaltung des Uferraums im Bereich des Tränenbrünneli grosszügige, bauliche Massnahmen realisiert werden, die zum Verweilen einladen und den Zugang zur Limmat ermöglichen.