Leserbeitrag
Ein Whisky auf den Lippen macht fröhlich

Berufsschule Gesundheit und Soziales (BFGS) in Brugg

Marcel Siegrist
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Brigitte Boss, die Schulleiterin der Berufsschule Gesundheit und Soziales (BFGS) in Brugg, hat ihren Mitarbeitenden einen lachenden Abend geschenkt, als Dank für den grossen Einsatz an der Schule mit den vier Standorten. Emil und Niccel Steinberger demonstrierten den Lehrpersonen und Angestellten der BFGS, wie sie sich die Wartezeit auf ihr künftiges Schulhaus mit Humor versüssen können und welches Wundermittel Lachen sein kann.

Den Einstieg in den unterhaltsamen rund einstündigen Vortrag zum Thema Humor im Alltag, Humor in der Schule bildete eine kleine Übung, die sich auch für den Unterricht bestens eignet. Die Anwesenden sollten versuchen das Wort Whisky auszusprechen und versuchen dabei nicht zu lächeln. Fazit: Viele lachten, alle lächelten.
Nach einem kurzen Überblick über den lach- bzw. humortheoretischen Hintergrund der zwei Protagonisten, widmeten diese sich zuerst dem Thema Humor in der Schule. Emil erzählte auf seine unnachahmliche Art Beispiele aus seiner Schulzeit, die die Wirkung von Lachen im Unterricht aufs Deutlichste aufzeigten. Unvergesslich, wie er erklärte, sein Lehrer Hofer habe ihn vor die Türe geschickt, weil er Emil nicht anschauen könne, ohne zu lachen oder, wie ein anderer Lehrer ihn durch Humor zu einem Fan der Willhelm Tell Ouvertüre von Rossini machte.
Niccel, die bei diesem Thema für den theoretischen Hintergrund zuständig war, erzählte von Dänemark, wo eine Prämisse für guten Unterricht darin besteht, einmal pro Lektion herzlich zu lachen.
Der Bereich Humor im Unterricht wurde mit einer Sammlung guter, leicht umsetzbarer Ideen für die Praxis abgeschlossen. Die Vorschläge reichten von der Prämierung der besten Ausrede fürs Zuspätkommen über das Sammeln von Versprechern (z.B. „Lehrer sind auch Menschen, aber das lassen wir uns nicht länger gefallen", oder „Schiessen üben - Freunde treffen") bis hin zu einem selbst hergestellten und gefüllten Humorbuch für die Klassen.
Der zweite Teil des Vortrages war dem gesundheitlichen Aspekt des Lachens gewidmet, ein Thema, das die Lehrpersonen vom Fachbereich Fachfrau/ -mann Gesundheit besonders interessierte. So erfuhren sie wofür Lachen alles gut sein kann, wie z.B. Verhinderung von Herzinfarkten, Erhöhung der T-Zellen durch das Vibrieren von Zwerchfell und Milz, Senkung des Cholesterinspiegels oder als Mittel gegen Schmerzen, Schlaflosigkeit, Depressionen und Verstopfung.
Die Frage: „Wann haben Sie das letzte Mal über sich selber gelacht?" leitete zum dritten Teil des Vortrages, dem Erlernen von Humor und Lachen, über. Niccel berichtete über ihre Lachseminare, erläuterte an Beispielen Schamüberwindungsübungen und erklärte, mit Emil als „Vorturner", das 12 Punkte-Lachprogramm (Mundwinkel nach oben, Nase runzeln, Augen zukneifen, Schultern hoch, Arme umfassen den Körper, hin und her schaukeln, „stampfen", Kopf vor und zurück wiegen, Mund aufreissen, tief einatmen ... lachen, lachen, lachen).
Den Abschluss des Abends bildete dann, wie könnte es anders sein, ausführliches Lachen. Elvis Presleys wunderbare Lachversion von „are you lonesome tonight" rührte zu Lachtränen, die mit per Zufallsprinzip mit Adjektiven verzierte Abschlussrede löste Lachsalven aus, weil die Raumsituation der BFGS, die sonst eher nicht zu Lachen anregt, ein besonders passendes Anhängsel erhalten hatte. (ihu)

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