Leserbeitrag

Drohende Hungersnot: Urdorfer Kenia-Kinderhilfsstiftung leistet Soforthilfe

Toni Blaser
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Eigentlich macht es sich die vom Urdorfer Rolf Hotz gegründete Stiftung Siaya Kenya Children Foundation (SKCF) zur Aufgabe, AIDS-Waisen und andern Kindern aus allerärmsten Verhältnissen in der kenianischen Stadt Siaya den Besuch der kostenpflichtigen Sekundarschule zu ermöglichen. Nun aber hat sich der Vorstand dieser Stiftung angesichts einer sich anbahnenden Hungersnot unter den Familien seiner Schützlinge in aller Eile zu einer ausserordentlichen Nothilfe entschliessen müssen.

Auslöser der drohenden Hungersnot sind die Massnahmen der kenianischen Regierung gegen die Verbreitung des Coronavirus. Diese hat nämlich ähnlich wie bei uns die Schliessung der Schulen, Restaurants, Hotels, Marktstände und kleinen Läden verfügt. Dadurch haben viele Menschen ihre Arbeit von einem Tag auf den andern ohne soziale Abfederung verloren. Ihnen fehlt nun plötzlich das Geld, um das Allernötigste für den Lebensunterhalt - allem voran natürlich Nahrungsmittel - zu kaufen.

Darum hat der SKCF Vorstand am 8. April per Videokonferenz beschlossen, die Familien der 65 gegenwärtigen Schützlinge sowie auch solche ehemaliger Schützlinge, die momentan noch in einer Weiterbildung sind, jeweils mit Fr. 100.- Soforthilfe zu unterstützen. Auch die bedürftigsten Familien des „Urdorfer“ Kindergartens Udida sollen von dieser Nothilfe profitieren.

Das Hilfspaket umfasst als erstes eine Tranche Fr. 10‘000.-. Es dürfte gut 100 Familien ermöglichen, je nach deren Grösse für knapp oder gut einen Monat das Essen zu kaufen (die Lebensmittelläden sind wie bei uns geöffnet). Das Geld wurde noch gleichentags auf die jeweiligen Bankkonten transferiert und wird von den Gewährsleuten in Siaya umgehend verteilt.

Da zu befürchten ist, dass in Kenia die Notstandsverfügungen nicht so schnell aufgehoben werden können, wird sich der SKCF-Vorstand über die Situation in den Familien laufend informieren lassen und wenn nötig weitere Unterstützung in die Wege leiten.

Der SKCF-Vorstand ist überzeugt, dass seine Gönner hinter dieser Entscheidung stehen. Die Schulgelder sind bis Ende Jahr bezahlt, und man ist zuversichtlich, dass die Spenden der sehr solidarischen Gönnerschaft im kommenden Jahr die Fortsetzung der schulischen Unterstützung ermöglichen werden.

Es macht sich nun bezahlt, dass der SKCF-Vorstand die Spendengelder in den letzten Jahren mit Bedacht eingesetzt hat und das Hilfsprojekt zwar qualitativ, nicht aber quantitativ erweitert hat. So konnte ein finanzielles Polster angelegt werden, das nun diese Nothilfe ermöglicht.

Spenden für die Soforthilfe sind natürlich sehr willkommen:
Verein zur Unterstützung der Siaya Kenya Children Foundation
8902 Urdorf, Schweiz
IBAN: CH16 0900 0000 6102 5925 6
Vermerk: Soforthilfe

Toni Blaser, Vizepräsident SKCF