Leserbeitrag
Die jungen Wilden auf den Küttiger Fröschen

Tunnathlon zur Eröffnung des Horentunnels

Marcel Siegrist
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Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Eröffnung des Horentunnels in Küttigen, dem Kernstück der neuen Ortsumfahrung, wurde auf der Neuen Staffeleggstrasse ein „Tunnathlon" ausgetragen. Dabei massen sich verschiedene Teams aus Vereinen und anderen Gruppierungen aus dem Dorf in einem Wettkampf mit den Disziplinen Bike, Skaten, Kickboard, Rollbrett und - weltweit erstmals - Küttiger Frosch. Sonst ein traditionelles Wintersportgerät, nämlich ein einfacher Holzschlitten, wurde dieser mit Rädern oder Rollen strassentauglich gemacht , um so die neue Umfahrungsstrasse gebührend einzuweihen.
Dem zahlreichen Tunnelfestpublikum wurde nur schon vom Zusehen Angst und Bange, als die unerschrockenen Küttiger tollkühn auf ihren Fröschen zu Tale ritten. Sie hatten ihre Schlitten aber mehrheitlich im Griff auf dem anspruchsvollen, abfallende in Richtung Aare. Zu den heldenhaften Froschreitern zählte auch der Küttiger Gemeindeammann Dieter Hauser als Schlussfahrer des örtlichen Behördenteams; er versäumte es nicht, verwegen ins Publikum zu winkenbevor er mit seinem Eigenbau die Schanze kurz vor dem Ziel sicher meisterte.
Leider reichte es nicht zum Sieg, dieser ging an ein Team Küttiger Jugendlicher, welche den gesamten Parcours absolut souverän und fehlerlos hinter sich brachten. Manch ein Zuschauer fragte sich gar, ob es Courage oder Leichtsinn war, als ihr Schlussläufer gar bäuchlings auf seinem nachtschwarzen, „Froschari" getauften Schlitten zu Tale stürzte. Das Risiko wurde auf jeden Fall belohnt: in windschlüpfiger Haltung - wie die Skeletonisten im Eiskanal und mit funkenstiebenden Rädern realisierten die jungen Küttiger Bestzeit. Zur Belohnung durften sie die eigens geschaffene Froschkönig-Trophäe entgegennehmen. Wahrlich heroisch ritten sie auf ihren Fröschen, die Küttiger - nun werden die schlitten im Keller ruhen bis zum ersten Schneefall...

Bild: Das Siegerteam am Küttiger Tunnathlon; die junge Wilden Livio Brecancin, Daniel Senn, Marcel Bolliger, Ramon Rütimann und Matthias Briner.:

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