Leserbeitrag
Die Cevi Gretzenbach an der "Aktion 72 Stunden"

Florian Rüegg
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Vom 11. – 13. September 2015 fand wieder die „Aktion 72 Stunden“ statt. Beinahe 30'000 Jugendliche und Kinder engagierten sich während 3 Tagen in der ganzen Schweiz freiwillig. Einen Waldspielplatz errichten, ein kleines Konzert im Dorf organisieren oder den Wald von Unrat befreien, sind nur einige von unzähligen Projekten. Auch in Gretzenbach tat sich einiges. Die Cevi Gretzenbach renovierte im Zuge dieser Aktion das legendäre „Uelistägeli“. Diese Waldtreppe, welche vom Waldrand beim Schulhaus in Richtung Waldhaus führt, wird rege benutzt. Vor vielen Jahren war es die Idee von Ueli Hartmann, den in Gretzenbach alle kennen, dieses „Stägeli“ zu bauen. Ganz alleine hat er es in langer Arbeit auch realisiert. Der Zahn der Zeit nagte daran, so dass es in letzter Zeit eher gefährlich war, diese Treppe zu benutzen. Die CEVI Gretzenbach nahm dies zum Anlass, während der Aktion 72 Stunden diese Treppe neu aufzubauen. Ueli gab sofort sein OK. Die Bürgergemeinde Gretzenbach unterstütze das Projekt von Anfang an und organisierte zusammen mit dem Forstamt insgesamt 240 Meter Eichenholz, passgenau zugeschnitten. Dem ambitionierten Ziel die 100 Tritte zu erbauen, stand also nichts mehr im Wege. Am Freitagmorgen um halb neun trafen sich fast 50 Helfer beim Cevi Haus. Viele motivierte Kinder, die von der Schule sogar frei bekommen hatten, warteten voller Tatendrang. Nachdem alle in drei Gruppen aufgeteilt wurden, ging es los. Eine Baugruppe, mit starken und kräftigen Kindern, begann mit dem Bauen des „Stägelis“, andere kümmerten sich darum, dass die ganze Aktion im Dorf Aufmerksamkeit erregte. Sie malten Plakate und Schilder, um möglichst viele Leute am Sonntag zur Einweihung einzuladen. Nicht zu vergessen die Gruppe, welche sich während der ganzen Aktion um das leibliche Wohl von allen gekümmert hat. Wer nämlich so tatkräftig arbeitet, braucht auch viel Energie! Für diese wurde mit gutem Essen und Zwischenverpflegung gesorgt. Das Schöne an der Aktion war, dass alles, was benötigt wurde nicht einfach eingekauft werden mussten, sondern von grosszügigen Menschen aus dem Dorf gespendet wurde. Die drei Tage vergingen wie im Flug und zum Glück ohne Unfall. Am Sonntagnachmittag um 16 Uhr war es soweit. Vom grossen Publikumsaufmarsch völlig überwältigt konnten wir Cevianer die kleine Feier mit einer kurzen Ansprache des Vize-Präsidenten eröffnen. Es freute uns sehr, dass auch Ueli Hartmann unter den Gästen war. Nach den Dankesworten zeigte ein Film mit Ausschnitten aus den vergangenen 72 Stunden auf eindrückliche Weise, was die vielen Freiwilligen alles geleistet hatten. Nach dem Apéro, bei dem die Einwohnergemeinde die Getränke spendiert hatte, folgte der spannendste Akt, nämlich die offizielle Einweihung des „Stägeli“. Diese Aufgabe übernahmen die Bürgergemeindepräsidentin Ruth Liechti und der Gemeindepräsident Daniel Cartier. Sie schnitten in einem festlichen Akt das von den Kindern selbst genähte, rote Band durch. Die Gäste liessen es sich nicht nehmen, einmal das „Stägeli“ hinauf und wieder hinunter zu steigen. Mit grosser Bewunderung begutachteten die Anwesenden das schöne Werk, das nun wieder allen im Dorf zugänglich ist. Müde aber sehr zufrieden blickten alle auf die drei erlebnisreichen Tage zurück. Es hat sich mehr als gelohnt!

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