Leserbeitrag
Der Trimbacher Jahrgang 1948 feiert seinen 70. mit einem Ausflug

Drucken
Teilen

Das Wetter ist perfekt - mit bester Laune im Gepäck und der Sonnenbrille auf der Nase treffen wir uns am Freitagmorgen beim Mühlemattschulhaus. Nach dem freudigen Wiedersehen nehmen wir unsere Plätze im Car ein und lassen uns in einer kurzweiligen Fahrt nach Biel chauffieren. Man hat sich ja soviel zu erzählen! - Das Aare-Schiff Rousseau wartet schon einladend auf uns. Seine Aufgabe ist, die fröhliche 41köpfige Schar nach Solothurn zu bringen. Alle an Bord: Die Flussreise beginnt!

Die reiche Flora und Fauna am Fuss des "blauen Bergs", des Juras, wie ihn Jeremias Gotthelf in seinen Romanen beschreibt, zieht in ihrer ganzen Schönheit an den Ufern der Aare an uns vorbei. Aber wie es an einem Klassentreffen so ist: Die Gespräche haben Priorität! Bei einem herrlichen Mittagessen plaudern wir in generationsbedingter Lautstärke (!), lassen frühere Zeiten aufleben und geniessen unsere Verbundenheit. Dass wir alle noch so fit sind, von einigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen abgesehen, lässt uns dankbar sein. Ein Blick in die Runde bestätigt den Modespruch "70 ist die neue 60". Da ist etwas dran.

Trotz der lebhaften Diskussionen vermögen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten, wie die Schleuse und das malerische Städtchen Büren mit seiner Holzbrücke unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nicht zu vergessen sind auch die unzähligen Enten, Reiher und die stolzen Schwäne, die unser Schiff eskortieren. Ein Schwanenpaar mit seinen kleinen flauschigen Jungen löst einen "Jööö-Effekt" aus und lässt die Handy zücken. Auch die Störche in Altreu sind ein beliebtes Fotosujet. Zahlreiche Nester auf Bäumen uns Häusern - alle bewohnt! Die bunte, abwechslungsreiche Aarefahrt hinterlässt bei uns allen einen bleibenden Eindruck und manch eine/r wird die Reise "in Ruhe" wiederholen...

In Solothurn erwartet uns unser Chauffeur mit seinem von der Sonne aufgeheizten Car und bringt uns abseits der Autobahn durch mehr oder weniger bekannte Dörfer dem Jurasüdfuss entlang nach Niederbuchsiten, zu unserem nächsten Aufenthalt in der JURAworld of Coffee. Eindrücklich ist der Rundgang mit der kleinen, charmanten Kaffeebohne Rubia, die uns durch die Welt des Kaffees führt. In faszinierenden Räumen mit liebevoll gestalteten Bauten, Lichteffekten, Klangwelten und Projektionen werden wir über die Herkunft des sagenumworbenen Getränks und seine Geschichte informiert. Die letzte Station ist vor allem für Tennis-Fans ein Highlight, nämlich der Roger Federer Walk of Fame - und einige lassen es sich nicht nehmen, soch vor der Wimbledon-Kulisse mit King Roger ablichten zu lassen. Mit dem Besuch der Coffee Lounge, wo uns ein feiner Kaffee (was den sonst?) mit einem Eisdessert serviert wird, endet unser Besuch in Niederbuchsiten.

Den würdigen Abschluss unserer "Schulreise 2018" feiern wir mit einem Apéro riche im Restaurant zur Kapelle in Trimbach, dies in dankbarer Erinnerung an den verstorbenen Wirt Urs Studer, einem Jahrgänger von uns, der uns jahrelang an unseren Treffen verköstigte. Beim Imbiss können wir gleichzeitig das Schaffen von drei malenden, bzw. bildenden Künstler/in unseres Jahrgangs, Therese Schweiwiller-von Büren, Hanspeter Schmid und René Ruch bewundern, die für uns eine kleine Ausstellung vorbereitet haben. Wir lassen den Tag revuepassieren und sind uns einig: Es war ein wunderschöner, unvergesslicher Tag mit den Kolleginnen und Kollegen des besten Jahrgangs! Und wenn es nicht schon so abgedroschen wäre, würden wir singen: So ein Tag, so wunderschön wie heute...

Auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unser Komitee für die Vorarbeit sowie "Zibo" Peter Signorelli und Martin Staub für die Reiseleitung!

Christine Binder-Schuch

Aktuelle Nachrichten