Leserbeitrag

CVP - Fraktionsbericht Umikersteg Ja, aber mit Schutzkonzept

Angelika und Enzo Curti-Stössel
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Die Traktanden der Einwohnerratssitzung vom 04. September wurden von der CVP-Fraktion eingehend studiert und diskutiert. Zu den Einbürgerungen sind keine Einwände zu verzeichnen. Von der liebgewonnenen, bereits 50-jährigen Weihnachtsbeleuchtung muss sich die Stadt Brugg leider trennen. Die Vorschläge für die neue Beleuchtung und das Finanzierungsmodell finden bei der CVP allgemeine Zustimmung.

Die Realisation eines Aarestegs für den Fuss- und Veloverkehr im Bereich des Dachwehrs von der Badi Brugg nach Umiken steht bei der CVP seit längerem auf der Wunschliste. Es ist der CVP aber bewusst, dass eine direkte Verbindung von Altenburg auf die «Schacheinsle» zu einer erheblichen Erhöhung der Besucherfrequenz im Naturschutzgebiet führen wird. Parallel zur Planung des Stegs soll darum ein klares Begleitkonzept zur Besucherleitung im sensiblen Bereich der Schacheninsel erarbeitet werden, mit speziellem Augenmerk auf ein Abfallmanagement und ein Parkingleitsystem.

Dem beantragten Nachtragskredit zur Ausrüstung aller Oberstufenschüler mit der für den Fernunterricht notwendigen Hardware, wie im Informations- und Kommunikationstechnologie-Konzept (ICT-Konzept) der Schule Brugg bereits vorgesehen, stimmt die CVP zu. Durch diese Massnahme wären die Schüler im Falle einer zweiten Coronawelle bestens gewappnet.

Auch die CVP erachtet die Schaffung einer neuen Personalfachstelle bei der Stadt Brugg als notwendig. Allerdings ist die CVP der Ansicht, dass 60 Stellenprozente zur Erledigung der anfallenden Aufgaben genügen sollten. Es ist zu erwarten, dass das Erarbeiten und Umsetzen von einheitlichen Führungsprozessen oder das Erstellen von Grundlagendokumenten vorwiegend zu Beginn der Tätigkeit der Fachstelle einigen Aufwand generieren wird. Sobald die Abläufe einmal eingespielt sind, sollte sich dann der Arbeitsanfall wieder auf einem tieferen Niveau einpendeln. Entgegen den beantragten 80% wird die CVP an der Einwohnerratssitzung den Gegenantrag stellen, nur eine 60%-Stelle zu bewilligen. Die 20 Stellenprozente für den Bereich Kommunikation der Stadt werden aber gutgeheissen. Die beantragte Erhöhung der Stellenpensen beim Zivilstandsamt um 40% wurde kontrovers diskutiert.

Die CVP dankt dem Stadtrat für die sorgfältig erarbeitete Analyse der Bewegungs- und Sportmöglichkeiten der Stadt, wie in der Motion von Miro Barp und weiteren Unterzeichnenden gefordert. Allerdings ist die CVP mit den Schlussfolgerungen des Stadtrats nicht einverstanden. Aus den Ausführungen geht nicht hervor, dass zusätzlich eine Bedarfsermittlung bei den Sportanlagen im Schachen nötig wird. Im Gegenteil, gemäss Analysen wurden vor allem Defizite in den Bereichen der Infrastruktur der Turnhallen Freudenstein, Hallwyler und Umiken moniert. Zudem wird im SAZ Müllimatt die fehlende Koordination von Prozessen und Abläufen bemängelt. Die CVP wird den Antrag des Stadtrates ablehnen, die Motion aber abschreiben.

Das Postulat von Markus Lang GLP zur Information der Öffentlichkeit über die Vernehmlassungsantworten des Stadtrats wird von der CVP sehr begrüsst. Mit der Stellenerhöhung für die Kommunikation in der Stadtverwaltung erwarten wir, dass dieses Anliegen umgesetzt wird. Das Postulat von Urs Bürkler betreffend die Stellungnahme des Stadtrates zum Eintrag der Zentrumsentlastung Brugg (OASE) in den Richtplan auf Stufe Festsetzung, fand in der CVP-Fraktion keine zustimmende Mehrheit.

AC