Leserbeitrag

An Pfingsten noch Online, danach wieder in der Kirche!

Reformierte Kirche Wettingen-Neuenhof
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Der auf den 14. Juni geplante Start der Sonntagsgottesdienste wird von der Reformierten Kirche Wettingen-Neuenhof eine Woche nach vorne geschoben. Der Grund ist der Wegfall der Empfehlung, dass Risikogruppen zu Hause bleiben sollen.
«Wenn wir etwas gelernt haben in dieser Krise, dann vor allem, dass morgen bereits wieder alles anders sein kann», meint Margrit Wahrstätter, Präsidentin der Kirchenpflege der Reformierten Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof. Seit März, als der Krisenstab Corona eingesetzt wurde, sind Entscheide durch die Entwicklung auf Bundesebene immer wieder hinfällig gewesen. «Manchmal fühle es sich an wie ein ‘Rückzugsgefecht’» meint Pfarrer Lutz Fischer-Lamprecht. Er hat dabei beispielsweise die Konfirmationen oder den Informationsabend über die Immobilienstrategie der Kirchenpflege vor Augen, bei denen man zuerst entschied, beim Apéro auf den Zopf zu verzichten, dann den Apéro ganz strich und zum Schluss die Anlässe verschieben musste.
Bei der Lockerung der Massnahmen geht es nun ähnlich zu und her. Beim Religionsunterricht hiess es erst, er könne am 11. Mai wieder starten, als dann alles organisiert war, kam die Meldung, dass doch nicht und kaum waren die Absagen erfolgt, hätte er doch stattfinden könne. Der Krisenstab der Kirchgemeinde beschloss daraufhin, dass Hüst und Hot nicht mitzumachen und erst am 8. Juni wieder zu starten. «In der instabilen und verunsichernden Situation wenigstens ein Stück weit verlässlich zu sein, ist uns ein grosses Anliegen», so Margrit Wahrstätter.
Anders ist es nun bei den Sonntagsgottesdiensten. Der Entschluss, statt an Pfingsten erst am 14. Juni zu starten, wie er auch in der Limmatwelle und der Beilage zum «reformiert.» publiziert ist, ist nach den gestrigen Beschlüssen des Bundesrats überholt. Der Pfingstgottesdienst findet zwar noch online statt, der Gottesdienst vom 7. Juni um 9.30 Uhr in der reformierten Kirche bildet aber neu den «Startschuss» für das kirchliche Leben. Es wird aber noch deutlich eingeschränkt bleiben, da die 2-Meter-Abstandsregel viele Veranstaltungen unmöglich macht. Zudem wird es bei der Absage der bereits gestrichenen Veranstaltungen wie die Kirchgemeindeversammlung, dem Sommerlager und der Seniorenferien bleiben. Stattfinden wird hingegen das am 21. Juni geplante Konzert.