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Ambulante Pflege soll auch im Aargau bezahlbar bleiben

Peter Koller
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Standaktion "Bezahlbare Pflege für alle" Lebhafte Gespräche vor dem Rheinfelder Rathaus
Standaktion "Bezahlbare Pflege für alle" Power aus Möhlin in der Rheinfelder Marktgasse: Doris Benker und Werner Erni
Standaktion "Bezahlbare Pflege für alle" Auch die Elisabeth Burgener Brogli, die Leiterin der kantonalen Kampagne (2. von rechts) ist dazu gestossen.

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Marina Koller

Am 24. November findet ein Urnengang statt, und alle reden über Abzocker und Vignetten. Bis jetzt kaum auf Aufmerksamkeit gestossen ist hingegen die kantonale Vorlage „Bezahlbare Pflege für alle“. SP und GLP veranstalteten deshalb vor dem Rheinfelder Rathaus eine viel beachtete Standaktion, mit der sie auf die Wichtigkeit dieser Abstimmung hinwiesen.

Worum geht es? Ambulante Pflege, etwa durch die Spitex, ermöglicht es alten und kranken Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Das ist menschlicher und viel kostengünstiger als der Aufenthalt in Heimen oder Spitälern. Die meisten Kantone haben dies erkannt und verzichten auf einen Selbstbehalt von den Betroffenen oder fordern höchstens 10% ein. Im Gegensatz dazu hat der Grosse Rat des Kantons Aargau beschlossen, von den häufig bereits mehrfach belasteten Personen 20% an die Pflegekosten zu verlangen, was im Widerspruch zur anerkannten Maxime „ambulant vor stationär“ steht. Mit der Annahme der Initiative „Bezahlbare Pflege für alle“ kann dieser höchst pflegebedürftige und teure Entscheid rückgängig gemacht werden.

Für ein überzeugtes Ja zur Initiative warb auch Brigitte Rüedin, die sich am 24. November der Wiederwahl als Frau Vizeammann von Rheinfelden stellt. Aufgrund ihres unbestrittenen Leistungsausweises und ihrer grossen Volksverbundenheit verdient sie ein ehrenvolles Ergebnis.