Leserbeitrag

11. GV "Argovis" der Aargauer Unteroffiziere

Die Generalversammlung der Aargauer Unteroffiziere "Argovis" dauerte inklusive Nachtessen bis gegen Mitternacht. Neben diversen Themen fand auch das Referat von Nationalrat Bruno Zuppiger, Zürich, "Schweizer Armee wie weiter" grosses Interesse.

Marcel Siegrist
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Im Hotel-Restaurant Bären in Birr fand die GV der Aargauer Unteroffiziere statt. Präsident Wm Luigi Pianta, Berikon, freute sich über die Anwesenheit von rund einem halben hundert Vereinsmitgliedern, darunter ein nicht zu übersehender Teil des sogenannt schwachen Geschlechts.

Die reich bestückte Traktandenliste gab Anlass zu vielen Wortmeldungen. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder und dem Appell wurden das Protokolle der 10. GV in Lupfig und der Jahresbericht des Präsidendten mit Rückblick auf verschiedene Anlässe genehmigt. Diese sowie die Jahresrechnung und Revisorenbericht 2010 gaben zu verschiedenen Fragen, auch bezüglich der Altlasten des SUOV, Anlass. Die positive Rechnung wurde genehmigt. Zum neuen Kassier wurde Oberwachtmeister Patrik Wullschleger aus Gansingen gewählt, nachdem Marcel Meier aus Endingen das Ressort "Finanzen" abgegeben hat.

Zum Traktandum SUOV-Mitgliedschaft wurden keine weiteren Fragen gestellt, nachdem die beiden Vertreter desselben, die als Gäste den Verhandlungen folgten, orientiert hatten, dass ein Austritt bewirken würde, dass zu militärischen Übungen das Tragen der Uniform nicht mehr gestatte wäre.

Schweizer Armee wie weiter
Zu diesem Thema, das bekanntlich schweizweit interessiert, war Nationalrat Bruno Zuppiger, Zürich, der richtige Mann als Referent, war er doch Regimentskommandant und ist zudem Mitglied verschiedener Kommissionen, die sich mit militärischen Fragen zur Sicherheit der Schweiz befassen. So konnte er während einer runden Stunde umfassend zu diesen Themen Stellung nehmen und aufklärend berichten: Bezüglich dem Militsystem "Bürger als Soldat", die Armee von 450 000 Mann (während dem Krieg) auf 120 ''' oder 80 000 Mann zurückzubilden, das Instruktionswesen, Fragen der Rekrutierung, der Ausbildung und der Führung, die Logistik, in Frage kommende Dienstmodelle, das Wesen der Hilfs- und Zivildienste, der schweizerische Föderalismus, Verwaltungs- und Stabsstrukturen und weiteres mehr. Nicht in Frage kommt für ihn eine Berufsarmee. In all diesen Spannungsfeldern gibt es eine Unzahl von Fragen, um die Bundesrat Ueli maurer nicht zu beneiden ist.

Für Auskünfte über das Militärwesen im Aargau und Dankesworte an den UOV hatte sich auch Oberst Rolf Stäuble vom Kreiskommando eingefunden. Da bei Dunkelheit noch weitere Fragen offen geblieben waren wurde beschlossen, noch diesen Sommer eine ausserordentliche GV durchzuführen. (lpi/az)