Öl

«Wir sind sehr effizient»: Besuch in der letzten Raffinerie der Schweiz

Die Raffinerie Cressier ist die letzte Raffinerie der Schweiz. Sie versorgt das Land unter anderem mit Benzin, Diesel oder Heizöl und deckt damit 25 Prozent seines Bedarfs ab. Ein Augenschein und ein Gespräch mit dem Raffinerieleiter.

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Die Raffinerie von Cressier im Kanton Neuenburg ist im Jahr 1966 in Betrieb genommen worden. Sie umfasst 74 Hektaren Land und beschäftigt rund 280 Mitarbeiter.

Es ist die letzte Ölraffinerie der Schweiz. «Wir sind eine sehr effiziente Raffinerie, deshalb sind wir auch immer noch hier», sagt Raffinerieleiter Reinout Houttuin.

Betrieben wird die Raffinerie vom Mineralölunternehmen Varo Energy mit Hauptsitz in Cham.

Das direkte Rohr ans Meer

Das Rohöl, das in Cressier verarbeitet wird, kommt aus der ganzen Welt. Houttuin: «Das kann Afrika sein oder die USA oder Russland.»

Die letzte Etappe macht das Rohöl über eine Rohrleitung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern. Direkt vom Hafen in La Fos-sur-Mer bei Marseille gelangt der Rohstoff so von der französischen Mittelmeerküste in die Schweiz.

In der Raffinerie wird aus dem Rohöl Diesel, Kerosin oder Benzin. Mehr als 90 Prozent davon bleibt laut dem Raffinerieleiter in der Schweiz. Täglich verlassen zwischen 200 und 300 Lastwagen und Dutzende von Eisenbahnwaggons die Raffinerie.