Wie Robert Schlaepfer vor fünfzig Jahren die Pailletten entdeckte

Ohne die St. Galler Firma Jakob Schlaepfer gäbe es wohl keine Pailletten-Mode. Seit der ersten Schlaepfer-Paillette vor fünfzig Jahren wurden im St. Galler Betrieb über 800 verschiedene Pailletten entworfen.

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Ohne die St. Galler Firma Jakob Schlaepfer gäbe es wohl keine Pailletten-Mode. Seit der ersten Schlaepfer-Paillette vor fünfzig Jahren wurden im St. Galler Betrieb über 800 verschiedene Pailletten entworfen. 1963 erfand der nach Amerika ausgewanderte Gossauer Arnold Ochsner einen Zusatzapparat für Stickmaschinen, der das Aufsticken von Pailletten ermöglichte. Als er mit seiner Erfindung in St. Gallen anklopfte, war nur Robert Schlaepfer, damaliger Inhaber der Textilfirma, davon begeistert und schloss mit Ochsner einen Patentvertrag ab. Seine Pailletten-Entwürfe liess er aber im Rheintal fabrizieren.

«In den Sechzigerjahren brach in der Haute-Couture das Pailletten-Fieber aus. Alle wollten damit brillieren», sagt Kreativdirektor Martin Leuthold.

Im Laufe der Jahre sind ihm und seinem Team die unglaublichsten Entwicklungen gelungen: Er kreierte Pailletten, die auf beiden Seiten verschiedenfarbig bedruckt sind und beim Darüberstreichen die Farbe wechseln. Für Akris und Louis Vuitton entwarf er einen Luxusstoff, der auf sechs Metern eine Million Pailletten enthält.

Andere Pailletten haben Prägungen im Stil vergoldeter Bilderrahmen oder bekommen einen Irisé- oder Hologramm-Effekt. Mittels digitalem Inkjet-Druck zaubert das Schlaepfer-Team ganze Gemälde auf Pailletten-Stoffe. Für das Show-Business sind Schlaepfer-Pailletten unverzichtbar. (yf)

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