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Wie Eichhörnchen im Winter ihre Nüsse finden

Ein Eichhörnchen vergräbt für den Wintervorrat etwa tausend Nüsse und Samen.
Valérie Labonté
Ein Grauhörnchen mit einer Nuss im Maul.

Ein Grauhörnchen mit einer Nuss im Maul.

«Auch wenn das Verstecken manchmal komplett chaotisch aussieht, läuft es nicht wahllos ab», weiss Ökologin Stephanie Reher von der Uni Hamburg. «Rund 80 % ihrer Verstecke finden Eichhörnchen mit Hilfe ihrer Erinnerung in Kombination mit einem sehr guten Geruchssinn wieder.»

Man vermutet, dass Eichhörnchen die Verstecke nach bestimmten Mustern anlegen und sich an Wegpunkten orientieren. «Teilweise wird versteckte Nahrung auch noch einmal umgelagert, was bisherigen Erkenntnissen zufolge der Auffrischung des Gedächtnisses dienen soll», so Reher. Bis zu einem Drittel der Verstecke werden allerdings von hungrigen Artgenossen oder anderen Samenräubern geplündert, vor allem dort, wo es viele Nahrungskonkurrenten gibt.

Um Nussräuber zu täuschen, buddeln Eichhörnchen auch Scheinlöcher, in denen sie nichts vergraben.

Reher: «Insgesamt können Eichhörnchen mit der versteckten Nahrung rund 50 % ihres täglichen Energiebedarfs decken und somit das übrige Winterangebot, bestehend aus Zapfensamen, ersten jungen Trieben, Insekten und Vogelküken, ergänzen.»

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