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Wespe im Zickzack-Kurs

Dem Buchdrucker und der Zickzack-Ulmenblattwespe gefällt die sommerliche Hitze. Aber für den Wald ist die Trockenheit eine grosse Herausforderung, wie die Waldbilanz 2017 zeigt.
Bruno Knellwolf
Die Zick-Zack-Ulmenblattwespe in Aktion. (Bild: Waldschutz Schweiz)

Die Zick-Zack-Ulmenblattwespe in Aktion. (Bild: Waldschutz Schweiz)

Angesichts der sommerlichen Hitze, der Trockenheit, die schon mehr als drei Monate den Rasen gelb werden lässt, geht beinahe vergessen, dass auch der vergangene Sommer deutlich zu warm war. Nach 2003 und 2015 war der Sommer 2017 der drittwärmste seit Messbeginn 1864.

Diese Trockenheit und die späten Frostschäden im April sowie Stürme im August machten Obstbauern und Winzern Pro­bleme, schreibt die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Eine Herausforderung war das trockene, warme Wetter aber auch für den Wald.

Brutmaterial dank Sturmschäden

Ein gutes Jahr hatte nämlich der Buchdrucker (Ips typographus). Dieser Käfer machte sich mit Freude über das Fichtenholz her, wie die WSL schreibt. Der Buchdrucker befiel 320000 Kubikmeter Holz, gesamtschweizerisch könne da nicht von einer beruhigten Situation gesprochen werden. Gerade auch weil mit den verbreiteten Sturmschäden im Januar 2018 viel frisches Brutmaterial geschaffen worden sei. Von einer Massenvermehrung des Buchdruckers wie nach dem Sturm Lothar 1999 sei man aber noch weit entfernt.

Eine Massenvermehrung hat es aber vom Lärchenwickler gegeben. Im Wallis und im Engadin färben sich die Wälder deshalb zurzeit bereits herbstlich. Dabei handelt es sich aber um ein immer wiederkehrendes Naturphänomen, das dem Wald keinen langfristigen Schaden zufügt und wieder abklingt. Auch der Asiatische Laubholzbockkäfer konnte getilgt werden, der in Winterthur und im freiburgischen Brünisried entdeckt worden war. Dafür macht ein anderer Eindringling von sich reden. Entdeckt worden ist 2017 erstmals in der Schweiz die Zickzack-Ulmenblattwespe. Die aus Ostasien stammende und somit invasive Pflanzenwespe frisst ansehnliche Zickzack-Muster in die Blätter und breitet sich seit 2003 in Europa aus.

Eschen sind in Bedrängnis

Den Waldforschern Kummer macht derweil das Eschentriebsterben. Ein sehr aggressiver eingeschleppter Pilz aus Asien mit dem schönen Namen «Falsches Weisses Eschenstengelbecherchen» setzt den Eschen seit zehn Jahren stark zu. Um den Erhalt der Baumart zu sichern, wird nach «toleranten», nichtbefallenen Eschen gesucht, von denen in der Schweiz 367 Exemplare gefunden wurden. Diese sollen nun genauer untersucht werden. Der Waldschutzrückblick 2017 zeigt auch, dass die Föhrenkrankheiten zunehmen. Betroffen sind vor allem Wald- und Bergföhren.

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