Was deutsche Discounter besser machen könnten oder warum die St.Galler Wurst noch nicht in der Dose ist

Wozu eigentlich haben wir deutsche Grossverteiler im Lande? Nun, der wichtigste Grund ist der ständig kommunizierte Preiskampf. Oder eben der Wirtschaftsliberalismus, der ja ständig verkündet, dass der Markt die Preise reguliert.

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Jedenfalls wird alles immer günstiger. Alles. Ob ich will oder nicht. Wie wenn ich nicht schon immer Billiges hätte haben können, hätte ich nur gewollt. Denner und Otto's Warenposten befanden sich ja schon immer nur zwei Kreuzungen entfernt. Und auch diese beiden Anbieter sind billig. Dieselbe Schokolade musste ich im Volg oder im Maxi einen Drittel teurer kaufen.

Also, nochmals: Wozu sind Aldi und Lidl in der Stadt?

Für mich gab es eigentlich nur einen guten Grund. Der allerdings hat eine kleine Vorgeschichte. Es ist eine kleine Geschichte der Esskultur, mit welcher ich ja so viel – oder eher so wenig – zu tun habe, dass es schon bald wieder Kultur ist, denn ich stehe auf Junkfood. Und vor allem auf Fleisch.

Also, Aufschnitt, Trockenfleisch – halt Fleisch, das man nicht erst grillieren muss, sondern bei dem man nichts weiter zu tun hat, als die Verpackung aufzureissen und reinzubeissen. Und die Nachbarn des grossen Kantons waren massgeblich an dieser Fleischlust beteiligt. Nie mehr vergesse ich die Werbungen der Firma Meica, welche die glorreiche Wurst in der Dose erfunden hat. Was für eine geniale Idee: Wurst in der Dose! Deckel auf, Wurst rausreissen und reinbeissen.

Weder im Aldi noch im Lidl ist dieses grossartige Produkt deutscher Technik zu erstehen. Da geben wir diesen Geschäften Asyl, was sage ich, Gastrecht. Und dann werden uns solche segensreichen technischen Errungenschaften vorenthalten. Schweinerei! Lukas Bollhalder

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