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Warum wir immer wieder den Kaffee verschütten

Wissenschafter beschäftigen sich auch oft mit ganz praktischen Dingen. Zum Beispiel warum wir den Kaffee nicht ohne Panne bis zum Pult transportieren können.
Christian Satorius und Bruno Knellwolf
Cappuccino verschüttet weniger als normaler Kaffee. (Bild: Ralph Ribi)

Cappuccino verschüttet weniger als normaler Kaffee. (Bild: Ralph Ribi)

Es wäre ganz einfach: Wer seinen Kaffeebecher nur bis zur Hälfte auffüllt, kann sicher sein, dass er beim Transport durch das Büro nichts verschüttet – da müsste man schon ein arger Grobmotoriker sein. Aber wer trinkt schon halbvolle Tassen?

Man giesst den Becher randvoll und wundert sich dann, dass er überschwappt. Zum Glück untersuchen Forscher manchmal auch Triviales. Und so gibt es wissenschaftlich gesicherte Tricks, die das Kaffee-Verschütten verhindern.

Nach sieben bis zehn Schritten passiert es

Rouslan Krechetnikov und Hans Mayer haben das Verschüttungs-Problem an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara erforscht. Das Dilemma beginnt den Wissenschaftern zufolge beim Loslaufen.

«Das erzeugt eine initiale Welle im Becher», hat Strömungsphysiker Krechetnikov herausgefunden, «die sich immer mehr aufschaukelt». Nach sieben bis zehn Schritten, also etwa vier bis fünf Metern, kommt es in der Regel zum Überschwappen des Kaffees.

Mit dem Klauengriff geht es besser

Mit Fokussierung und Konzentration lässt sich einiges erreichen. Und diese Kontrolle kann man maximieren: Der Koreaner Jiwon Han von der Minjok-Leadership-Akademie in Gangwon-do hat bei seinen Versuchen herausgefunden, dass der Kaffee im Becher deutlich niedrigere Wellen schlägt, wenn der Becher nicht am Henkel getragen wird, sondern mit dem Klauengriff:

Mit abgespreizten, leicht gekrümmten Fingern, die den Becherrand von oben anfassen. Die berüchtigte erste Welle, die beim Loslaufen entsteht, lässt sich auf diese Weise signifikant verringern.

Im Rückwärtsgang gibt’s weniger Wellen

Jiwon Han hat aber noch einen weiteren Geheimtipp auf Lager: «Gehen Sie rückwärts!» Zum einen fokussiere man sich damit automatisch noch stärker auf den Kaffee im Becher und gehe dementsprechend vorsichtiger, meint Han.

Zum anderen gehen wir rückwärts unregelmässiger, weil wir es weniger gewohnt sind. Und das hilft: Wo es keine regelmässigen Bewegungen gibt, können sich die Wellen in der Tasse nicht aufschaukeln. Bloss sieht man beim Rückwärtsgehen halt nicht, wohin man läuft ...

Milchschaum hilft – halt nicht Espressotrinkern

Der praktikablere Trick: Milchschaum auf dem Kaffee. Jean Cappello von der Universität Princeton in New Jersey, USA hat herausgefunden, dass eine Schaumschicht von nur sechs Millimetern Höhe reicht, um ein Aufschaukeln des Getränkes zu unterbinden.

Liebhaber von Cappuccino und Latte macchiato sind also im Vorteil.

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