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Warum sehen Adern trotz rotem Blut blau aus?

Claudia Füssler

Dass unsere Adern unter der Haut meist bläulich schimmern, liegt nicht etwa an der Farbe der Gefässwand, sondern ist reine Physik. «Das weisse Tageslicht, das auf die Haut trifft, besteht aus unterschiedlichen Wellenlängen, die von der Haut auf verschiedene Weise zurückgeworfen oder aufgenommen werden», sagt Matthias Knittel, Leiter der Venenambulanz am Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen.

Das «blaue Blut» der Adligen

Trifft kurzwelliges, blaues Licht auf Adern, die recht oberflächennah zwischen einem halben und zwei Millimeter tief liegen, wird es zurückgeworfen, während langwelliges, rotes Licht aufgenommen wird. Unsere Augen erreicht also nur das blaue Licht, die Adern erscheinen uns blau. «Wenn man allerdings die Haut mit einer sehr starken Lampe beleuchtet, zeigt sich das Blut in seiner richtigen, roten Farbe», sagt Knittel.

Der Effekt der blauschimmernden Adern sei aber auch noch von der Hautfarbe abhängig. «Bei sehr heller Haut ist der Kontrast zu den Adern besonders gross, hier wird der Effekt verstärkt», sagt Knittel. Die Redewendung vom «blauen Blut» der Adligen stammt daher, denn helle Haut galt lange Zeit noch als Schönheitsideal. Möglich war das nur Leuten, die nicht draussen auf den Feldern arbeiten mussten.

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