Wandertipp: Zwischen Kronberg und Säntis

Die Potersalp Rundwanderung führt vom Lehmen über Kuhwiesen hoch zum oberen Borstböhl und durch den Wald hinab zurück.

Geraldine Bohne
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13 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Lehmen
Ziel: Lehmen
Strecke: 11 Kilometer
Wanderzeit: 3 Stunden 10 Minuten
Aufstieg: 470 Meter
Abstieg: 470 Meter
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Waldgasthaus Lehmen, Mi–So geöffnet, Montag und Dienstag Ruhetag.
Parkplätze: Beim Waldgasthaus Lehmen hat es gratis Parkplätze
Öffentlicher Verkehr: Mit dem Zug bis Weissbad, dann mit dem Bus nach Weissbad, Lehmen/Triebern.
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1115 Säntis. (gbo)

1 Lehmen

Bereits die Fahrt zu einer geplanten Wanderung kann zu einem Erlebnis werden. So etwa, wenn Kühe plötzlich auf der Strasse stehen – womit im Appenzellerland immer gerechnet werden muss – und die Autos für kurze Zeit ihre Fahrt unterbrechen müssen. Je nach Jahreszeit wird man hier Zeuge eines farbig-fröhlichen Spektakels, den Alpauf- und -abzügen. Für einen «Flachländler» kann das ein sehr touristisches Erlebnis sein.

Zurück zur Wanderung: Das eigentliche «Abenteuer » beginnt beim Waldgasthaus Lehmen, das mit Bus oder Auto gut zu erreichen ist. Hier gilt es sich zu entscheiden: Kaffee zur Stärkung oder auf ins Gefecht. Der Wegweiser gegenüber der Wirtschaft gibt die Richtung vor. Der erste Streckenabschnitt führt zur Alpwirtschaft Vorderleu. Der Weg beginnt mit einem (noch) harmlosen Aufstieg über offenes Gelände. Danach geht es kurz durch den Cholhüttenwald bis zum ersten Etappenziel.

2 Vordere Leu

Die Alp Vorderleu liegt 1137 Meter über Meer. Obwohl der Marsch bis hierhin nicht besonders weit ist, lohnt sich eine erste kurze Verschnaufpause. Pausen lohnen sich ohnehin immer – nur schon um die Landschaft zu geniessen, da man beim Gehen doch oftmals auf den Boden schaut. Weiter geht es leicht aufwärts auf einem Kiesweg. Auf der linken Seite türmen sich die Felswände der nördlichen Säntiskette: Schäfler, Berge der Altenalptürme und Öhrli. Auf der rechten Seite kann man von weitem den Kronberg erkennen. Die Rundwanderung befindet sich in einem Seitental zum Seealpsee, nur ist es hier nicht so überlaufen.

Bei der nächsten Kreuzung kann es zu Verwirrungen kommen. Wer dem Pfeil in Richtung «Grossberndli » folgt, bleibt genau auf der hier vorgestellten Route. Der Weg wird nun abenteuerlicher. Eine kleine Brücke führt über den Berndlibach bevor es steil über die grünen Kuhwiesen hoch geht. Hier ist Kondition gefragt. Es ist auch okay, pausen einzulegen, bevor man sich übernimmt.

3 Oberer Borstböhl

Gute Nachricht: der höchste Punkt der Wanderung ist erreicht. Von nun an geht es eben weiter und schliesslich nur noch bergab. Und falls es nochmals Verwirrungen bezüglich der Route gibt; geradeaus ist man meist ganz richtig. Der Weg führt vom Oberen Borstböhl noch ein wenig weiter ins Tal zu den Dreihütten.

4 Dreihütten

Hier findet jedes Jahr zur Alpzeit die «Potersalp- Stobede» statt. Ein Fest mit Musik und Tanz. Aber auch ohne Fest ist’s hier ganz schön und ein idealer Ort um etwas zu essen, denn nach dem Aufstieg verspürt man sicherlich ein kleines Hüngerchen. Gestärkt – oder auch nicht – geht die Wanderung fortan auf einer Schotterstrasse hinab ins Tal durch den Böhlwald. Mit seinem moosbelegten Boden und denn dünnen Baumstämmen erinnert dieser an einen Märchenwald.

5 Leuenfall

Wer das Wasser plätschern hört ist nicht mehr weit vom Ziel entfernt. Beim Leuenfall, einem kleinen Wasserfall, stürzt das Wasser vom Bernlibach, der vor einige Stunden bereits überquert wurde, ins Tal. Nun dauert es nur noch ein paar Schlaufen und das hölzerne Gebäude des Waldgasthofes Lehmen taucht auf.

6 Lehmen

Nach mindestens drei Stunden ist man zurück am Ausgangspunkt, sofern gewandert wurde – immer häufiger nutzen Sportbegeisterte Wanderwege fürs «Trail Running» (Rennen auf Wanderwegen). Kalorien haben jedoch alle genügend verbrannt und müde sind die Beine auch. Deshalb besteht nun nochmals die Möglichkeit, einen weiteren Kaffee oder einen Kuchen zum Abschluss des Wandertages zu geniessen.

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