Wandertipp
Zwischen blühendem Löwenzahn, weidenden Kühen und rauschendem Bächlein: Eine Wanderung durch die Naturlandschaft von Herisau

So lernt man Herisau auch von der naturbezogenen Seite kennen: Die gemütliche Wanderung führt vom Schachen Bahnhof, an der Wissbachschlucht entlang und wieder hoch zur Bushaltestelle Ramsen.

Viviana Troccoli
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Die gemütliche Wanderung ist auch für Anfängerinnen und Anfänger geeignet.
16 Bilder
Sowohl von St. Gallen als auch von Degersheim aus kann man den Zug nach Schachen nehmen.
Es gibt auf der der Wanderung genügend Wegweiser, an die man sich orientieren kann.
Und täglich grüsst die Kuh.
Ein wundervoller Ausblick auf die hügelige Umgebung kann man auf dem Wanderweg immer wieder erhaschen.
Vor allem im Frühling, sobald alles zu blühen beginnt, lohnt sich die Wanderung.
Baumkronen ragen über den Köpfen der Wanderinnen und Wanderer empor.
«Über sieben Brücken musst du geh'n» - Peter Maffay
Gänseblümchen und Butterblümchen breiten sich auf den Wiesen aus.
Im Schwänberg kann man in Ruhe verweilen und die Natur geniessen.
Vorbei geht es an typischen, appenzellischen Bauernhäusern
Auch an dem einen oder anderen Hoflädeli kommt man vorbei.
Bauernhoftiere sind auf dem Weg immer wieder anzutreffen. Wie etwa diese schlafende Ziege.
Die Beschmückungen an der Hauswand des Alten Rathauses vom Schwänberg sind erstaunlich.
Über diese kleine Brücke fährt die S-Bahn von Schachen nach Herisau und wieder zurück.
Beim Restaurant Hörnli kommt ein wohlverdientes Erfrischungsgetränk wie gerufen.

Die gemütliche Wanderung ist auch für Anfängerinnen und Anfänger geeignet.

Bild: Viviana Troccoli (Schachen: 27.04.2022)

Infos zur Wanderung

Start: Bahnhof Schachen (Herisau)
Ziel: Haltestelle Ramsen
Strecke: 3,4 km
Wanderzeit: 1 h
Aufstieg: 134 m
Abstieg: 135 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk (wasserfest), Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Restaurant Hörnli (071 351 19 15): geöffnet jeweils am Montag, Dienstag, Mittwoch ab 9 Uhr, donnerstags geschlossen, Freitag ab 16 Uhr, Samstag und Sonntag ab 9.30 Uhr geöffnet. Am ersten Sonntag im Monat ist das «Hörnli» ebenfalls geschlossen.
Öffentlicher Verkehr: Bahnhof Schachen, Bus 175 von Ramsen nach Herisau Bahnhof
Parkplätze: gibt es am Bahnhof Schachen
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25'000, Blatt: 1094 Degersheim.

1 Bahnhof Schachen Die Wanderung startet in Schachen, einem kleinen, besinnlichen Ortsteil der Gemeinde Herisau. Von St.Gallen aus erreicht man mit dem Zug innerhalb von 15 Minuten den Bahnhof Schachen. Vom Bahnhof aus geht es bis ans Ende des Bahnsteiges, wo die Gleise überquert werden, um zum Ortsteil Sangen zu gelangen. Dem Asphaltweg folgend geht es an einem Bauernhof vorbei. Bereits von weitem hört man das Muhen weidender Kühe. Auf den Wiesen blüht der Löwenzahn. Den ganzen Weg hat man eine atemberaubende Aussicht auf die hügelige Umgebung. Der Bodenbelag des Wanderweges wechselt von Asphalt auf Kies, danach hört der Weg abrupt auf. Es lässt sich nur erahnen, wo es weitergeht. Auf der Wiese läuft man dem unscheinbaren Weg entlang, kommt zu einem schäbigen Wegpfeiler und biegt in den Wald ab. Riesige Tannen- und Laubbäume lassen nur wenig Sonnenlicht durch das Blätterdickicht durchdringen. Gutes Schuhwerk zahlt sich hier auf dem Waldboden besonders aus. Über Stock und über Stein, geradeaus weiter, gelangt man zur ersten Weggabelung.

2 Abzweigung Wissbachschlucht Der Wegweiser zeigt in viele Richtungen, von hier aus kann sich die Wanderin oder der Wanderer beliebig umorientieren und seinen Weg verlängern oder verkürzen. Rechts abbiegend schneidet ein kleines Bächlein den Weg ab, es geht über eine neu gebaute Holzbrücke. Ein märchenhafter Wegabschnitt. Nun geht es erstmals bergauf, verlaufen kann man sich hier nicht. Schaut man links den Waldhang hinunter, sieht man den See, in den der Wissbach einfliesst und die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen aufeinandertreffen. Der Kiesweg ist mal schmaler, mal breiter, bis schon die nächste Gabelung auftaucht. «Schwänberg» heisst es auf dem Wegweiser, nun geht es rechts hoch. Wir verlassen den Wald, Sonnenstrahlen wärmen nun das Gesicht. Ein Feld voller blühender Gänseblümchen und gelber Butterblumen offenbart sich. Von blökenden Schafen wird man beim nächsten Bauernhof begrüsst, es geht weiter geradeaus und man erreicht den Weiler Schwänberg. Es ist der älteste urkundlich erwähnte Ort im Appenzellerland.

3 Altes Rathaus, Schwänberg Nach den Parkplätzen im Ortszentrum kommt man nach wenigen Schritten am Alten Rathaus vorbei, welches zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Die auffälligen schwarz-weissen Verzierungen an der Hauswand lassen Wanderer erstaunen. Vorbei geht es an appenzellischen Häusern und dem herzigen Hoflädeli, wo man sich zur Stärkung etwas zum Naschen holen kann. Durch den Schwänberg schlendernd geht es an der Strasse den Hügel wieder hoch. Der Aufstieg wird belohnt: Schon nach wenigen Gehminuten erhascht man einen wundervollen Blick auf das hügelige Herisau und das angrenzende Gossau, bevor man durch den Tunnel geht, über den die S-Bahn fährt. Die Wanderung neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Doch vor der Rückkehr in die eigenen vier Wände kann man sich beim Restaurant Hörnli verpflegen oder ein wohlverdientes Getränk geniessen.

4 Restaurant Hörnli Vom Restaurant Hörnli aus sind es nur noch wenige Schritte bis zum Zielort der Wanderung. Von der Ausfahrtsstrasse biegt man wieder rechts in den Ramsen ein und folgt der Strasse hinauf bis zur Degersheimerstrasse. Auf der linken Seite grasen Schafe und Ponys, die Umgebung wird mit den vorbeifahrenden Autos auf der Hauptstrasse etwas lauter. Die Bushaltestelle Ramsen mit der kleinen Insel und dem Kehrplatz des Busses ist nicht zu verfehlen. Mit dem Bus 175 fährt man zurück nach Herisau und kann von dort aus die Heimreise antreten.

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