Wandertipp
Weitblick über die Ostschweizer Winterlandschaft: Schneeschuhtour auf den Fähnerenspitz

Neues Jahr, frischer Schnee – und endlich Zeit, die Schneeschuhe auszupacken. Die Rundtour von Eggerstanden auf den über 1500 Meter hohen Voralpen-Gipfel und zurück ist die ideale Herausforderung, um Kraft und Ausdauer auf die Probe zu stellen.

Gabriela Schmid
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Das Gipfelkreuz ragt rund fünf Meter in die Höhe und ist von weitem zu erkennen.
15 Bilder
Der spitze Glockenturm der Kirche Eggerstanden soll den Tannen im Hintergrund gleichen.
Hier und da zieht man an mystischen Wäldern vorbei.
Nicht nur Fussstapfen sind im Schnee zu erkennen.
Auf der Strecke überquert man immer wieder kleine Bäche.
Pinke Wegweiser markieren die Schneeschuhroute zum Fähnerenspitz.
Um zum Restaurant Eggli zu gelangen, muss man etwas vom Weg abweichen.
Ein rotes Bänkchen lädt beim Aufstieg zum Verweilen ein.
Hat man einige Höhenmeter hinter sich gelassen, sieht man auf den Talkessel von Appenzell.
Sicht auf den Alpstein von der Alp Guggeier aus.
Eine Feuerstelle mit spektakulärem Panorama für die wärmere Jahreszeit.
Das Vorarlberg und Teil des Bodensees und Rheintals auf einem Blick.
Auf dem Rückweg stösst man auf ein kleineres, metallenes Kreuz.
Zurück in Eggerstanden kann man im Landgasthaus Neues Bild ...
oder in der Wirtschaft Altes Bild einkehren.

Das Gipfelkreuz ragt rund fünf Meter in die Höhe und ist von weitem zu erkennen.

Bild: Gabriela Schmid

Infos zur Wanderung

Start: Eggerstanden
Ziel: Eggerstanden
Strecke: 7,2 km
Wanderzeit: 4 h 20 min
Aufstieg: 624 m
Abstieg: 624 m
Ausrüstung: Winterwanderschuhe, Schneeschuhe, Stöcke mit grossen Tellern; Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Landgasthaus Neues Bild, Wirtschaft Altes Bild, Restaurant Eggli.
Öffentlicher Verkehr: Postauto-Linie 191 zur Haltestelle Eggerstanden, Kirche; Publicar Appenzell (Rufbus).
Parkplätze: Parkplätze bei der Kirche Eggerstanden.
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25'000, Blatt: 1095 Gais. (gsc)

1 Eggerstanden Start und Ziel dieser Rundtour ist die Eggerstandener Pfarrkirche. Da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen, ist die Anreise mit dem Postauto ratsam. Die Linie 191 führt vom Bahnhof Teufen über Haslen und Appenzell bis zum Dorfplatz in Eggerstanden. Einige Schritte der Neuenalpstrasse entlang erscheint rechter Hand ein Wanderpfad. Sobald man die Schneeschuhe angeschnallt hat, kann das Vergnügen ab hier losgehen.

2 Chäsmoos Über die schneebedeckte Wiese geht es zunächst gemächlich aufwärts – pinke Wegweiser geben die Richtung an. Nach einer Doppelkurve auf geteerter Strasse führt die Route quer zwischen zwei Wäldern hindurch. Ist der Waldrand erreicht, überschreitet man erneut etwas Asphalt, ehe man sich für rund 770 Meter auf grösstenteils offenem Gelände befindet. Zum Chäsmoos muss man dann der Egglistrasse gen Süden folgen. Wen hier schon der Hunger packt, der kann einen Abstecher zum fünf Minuten entfernten Restaurant Eggli machen.

Ist die erste Hälfte der Höhenmeter überwunden, erhascht man einen näheren Blick auf den Alpstein.

Ist die erste Hälfte der Höhenmeter überwunden, erhascht man einen näheren Blick auf den Alpstein.

Bild: Gabriela Schmid

3 Fähnerenspitz Wer jedoch nicht vom Wanderweg abweichen möchte, stösst alsbald auf ein rotes Bänkchen, um Rast zu machen. Weiter geht es entlang der Westseite der Fähneren über weisse Felder zur Alp Guggeier. Dort bietet sich nochmals die Möglichkeit, das Alpsteinpanorama vor dem steilsten Aufstieg der Strecke zu geniessen. Schritt für Schritt stapft man schliesslich auf dem Scheitel des Bergrückens zu dem über 1500 Meter hohen Voralpen-Gipfel empor. Der Weitblick über die Ostschweiz, den Bodensee und das Vorarlberg ist vom Gipfelkreuz aus wahrlich einmalig.

In einer Metallbüchse vor Wind und Wetter geschützt, befindet sich das Gipfelbüchlein, wo man sich eintragen kann.

In einer Metallbüchse vor Wind und Wetter geschützt, befindet sich das Gipfelbüchlein, wo man sich eintragen kann.

Bild: Gabriela Schmid

4 Chäsmoos Dem Rheintal zugewandt, begibt man sich Richtung Norden auf den Rückweg, wobei man stets den rosarot markierten Holzpfählen folgt. Um die müden Beine etwas zu schonen, ist auf die richtige Technik zu achten: Etwas zurückgelehnt, mit leicht gebeugten Knien und Schwung lässt man sich in grossen, lockeren Schritten den Hügel «hinabgleiten». Vorbei an Berghütten erreicht man im Nu erneut das Chäsmoos.

5 Eggerstanden Auf bekannter Route geht es nun zurück in das 500-Seelen-Dorf. Bei der Kirche angelangt, ist die zirka viereinhalbstündige Schneeschuhtour geschafft. Für eine Stärkung kann man sich nun zwischen dem Landgasthaus Neues Bild und der Wirtschaft Altes Bild entscheiden.

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