Wandertipp

Wandertipp: Coronasicher in mehreren Stops dem Boden- und Untersee entlang

Menschenmassen meiden, Maske tragen im öffentlichen Raum, Abstand halten und wenn möglich: Zu Hause bleiben. Das Coronavirus gehört zum Alltag – auch im neuen Jahr. Wir haben deswegen eine Wanderung für Sie, die den Kontakt zu anderen Wanderfreunden aufs Minimum beschränkt, per Auto ohne das Risiko des öffentlichen Verkehrs gemacht werden kann und zudem vor der bitteren Winterkälte schützt.

Janine Bollhalder
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Altnau, Bodenseesteg
31 Bilder
Altnau, Bodenseesteg
Altnau, Bodenseesteg
Altnau, Bodenseesteg
Altnau, Bodenseesteg
Altnau, Bodenseesteg
Bottighofen, Underi Müli
Bottighofen, Underi Müli
Bottighofen, Underi Müli
Bottighofen, Underi Müli
Bottighofen, Underi Müli
Bottighofen, Underi Müli
Bottighofen, Underi Müli
Gottlieben
Gottlieben
Gottlieben
Gottlieben
Aussichtspunkt, Salenstein
Aussichtspunkt, Salenstein
Aussichtspunkt, Salenstein
Berlingen, Hafen
Berlingen, Hafen
Berlingen, Hafen
Berlingen, Hafen
Berlingen, Hafen
Berlingen, Pipo's Bar im Sommer
Mammern, Hafen
Mammern, Hafen
Mammern, Hafen
Mammern, Bachweg
Mammern, Bachweg

Altnau, Bodenseesteg

Infobox

Start: Altnau, Hafen
Ziel: Mammern, Bahnhof
Autostrecke: Rund 34 Kilometer
Wanderzeit: Die Wanderungen können beliebig ausgedehnt oder abgekürzt werden
Ausrüstung: Strassenschuhe genügen, Wanderung eignet sich für Kinderwagen, zur Sicherheit: Maske
Gaststätten: Aufgrund der momentanen Coronasituation sind die im Text erwähnten Gaststätten geschlossen
Öffentlicher Verkehr: Sämtliche Strecken von Punkt zu Punkt sind im Text angegeben

1 Altnau, Bodenseesteg Startpunkt der Wanderung ist Altnau. Die Gemeinde am Bodensee wird auch als Apfeldorf bezeichnet. In den Augen der Autorin liegt das Besondere Altnaus am See bzw. im See: Das Dorf bietet einen fast 300 Meter langen Steg, der Gwunderige quasi über den Bodensee hinweg in Richtung Deutschland führt. Parkiert werden kann am Hafen, hinter dem Gasthaus Krone.

Bier- und Saftflaschen

Bier- und Saftflaschen

Bilder: Janine Bollhalder

Bis zur Hälfte des Stegs ist dem Wanderer unwohl bei dem Gedanken, den eisig kalten See unter sich zu haben – und nur durch wenige Zentimeter Beton vor dem Fall geschützt zu sein. Vorsichtige Blicke nach unten offenbaren, dass der Bodensee ganz klar ist. Man sieht bis auf den Grund. Das Ende des Stegs, wo jeweils die Schiffe anlegen, bietet einen Unterstand, der vor der Seebrise schützt. Es scheint auch ein beliebter Treffpunkt zu sein, davon zeugen Bier- und Saftflaschen.

Der Bodenseesteg Altnaus ist auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichen – der Bahnhof liegt nur wenige Meter zu Fuss oberhalb des Hafens.

2 Bottighofen, Underi Müli Vom Apfeldorf Altnau führt der heutige Wandertipp nach Bottighofen. Die Autofahrt dahin ist denkbar einfach; der Seestrasse entlang und durch Münsterlingen – schon ist man in Bottighofen. Das Dorf wurde einst Mühlendorf genannt. Diesen Namen hat Bottighofen den vier Mühlen zu verdanken. Dieser Wandertipp führt zur Unteren Mühle. Die Industriegebäude wurden zu Wohnanlagen umgebaut. Liebevoll dekoriert und mit beneidenswertem Ausblick über den Bodensee. Hinter einer Reihe Wohnungen kann parkiert werden.

Am Hafen Bottighofens findet sich das Restaurant Silo 5. Geht man daran vorbei, kommt der Wanderer zu einem schmalen Weg, der wie ein Geheimgang anmutet. Links und rechts von Büschen gesäumt, schlängelt er sich zwischen kleinen Seehäuschen und grossen modernen Wohnhäusern hindurch. Entlang dieses Weges kann man bis nach Kreuzlingen wandern.

Von Altnau gelangt man mit dem Zug in sechs Minuten nach Bottighofen. Der Fussweg bis zum Restaurant Silo 5 dauert gleich lang.

3 Gottlieben Von Bottighofen geht es weiter nach Gottlieben. Es handelt sich um eine der kleinsten Gemeinden der Schweiz, die obendrein vom Eidgenössischen Denkmalschutz in die zweithöchste Klasse der erhaltenswerten Gemeinden eingestuft wird.

Das Dorf, das womöglich weniger bekannt ist, als die Leckerei, die dort produziert wird – die Gottlieber Hüppen – hat aber mehr als gefüllte Crêpes zu bieten: schmale Gässchen zwischen hübschen Häusern, kleine Läden und natürlich den Rhein, der hier in den Untersee mündet.

Von Bottighofen nach Gottlieben dauert die Zugfahrt 24 Minuten. Der Fussweg vom Bahnhof bis zum Hotel Drachenburg und Waaghaus am Rhein dauert rund zehn Minuten.

4 Salenstein, Aussichtspunkt Von Gottlieben führt uns die Wanderung nach Salenstein. Hier findet sich ein Aussichtspunkt, der zu den Lieblingsorten der Autorin im ganzen Thurgau gehört. Der Blick von diesem Punkt aus reicht über den Bodensee bis zu den österreichischen Alpen. Über den Untersee, über die Insel Reichenau, bis zum deutschen Festland.

Wer im Sommer unterwegs ist, darf es keinesfalls versäumen, den schönen Garten des Napoleonmuesums – maximal fünf Autominuten vom Aussichtspunkt entfernt – zu besuchen.

Dieser Punkt der Wanderung ist entweder via Zug vom Bahnhof Gottlieben nach Mannenbach-Salenstein (sieben Minuten) und von dort aus zu Fuss innert rund 20 Minuten erreichbar. Oder vom Bahnhof Ermatingen aus mit dem Bus und dann innert wenigen Minuten zu Fuss erreichbar.

5 Berlingen Von Salenstein geht es hinab, weiter in Richtung Steckborn. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Parkiert werden kann vor dem Gasthaus Zum Schiff. Ein kurzer Spaziergang führt am Schiffsanleger vorbei, entlang des Sees. Im Sommer ist dies ein beliebter Ort um zu entspannen und die Seesicht zu geniessen, im Winter ist der Weg verlassener – besonders in diesen Zeiten ist dies ideal.

Im Sommer ein beliebter Treffpunkt: Pipo's Bar nach Berlingen.

Im Sommer ein beliebter Treffpunkt: Pipo's Bar nach Berlingen.

Nach einigen Minuten an der frischen Luft geht es weiter in Richtung Steckborn. Nur wenige Meter nach dem Dorf Berlingen liegt «Pipo’s Bar». Rechts von der Strasse kann parkiert werden. Hier ist während wärmeren Jahreszeiten auch ein Treffpunkt für Anhänger jeglicher Wassersportarten, die Wind bedürfen.

In nur drei Minuten gelangt man vom Bahnhof Mannenbach-Salenstein nach Berlingen. Etwas länger – zirka fünf Minuten – benötigt man zu Fuss bis zum Gasthaus Zum Schiff.

6 Mammern Auch Steckborn hat wundervolle Blicke auf den See zu bieten, aber diese Wanderung führt ins weniger bekannte Mammern. Auch dieses Ostschweizer Dorf ist für Früchte bekannt – wenn auch vielmehr für deren Verarbeitung: In Mammern wird der alkoholfreie Schaumwein Tröpfel hergestellt.

Mammern kann aber nicht nur mit Wein aufwarten: Das Dorf besticht mit seinem altehrwürdigen Charme, stellenweise scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Parkiert werden kann am Bahnhof. Zwischen den Häusern hindurch geht es an die Schiffsanlegestelle. Wer will, kann den verwunschen wirkenden Bachweg am Eggmühlibach entlang gehen. Die Seeblicke von Mammern aus markieren den Endpunkt dieser Wanderung.

Mammern erreicht man nach einer achtminütigen Zugfahrt von Berlingen aus.