Wandertipp: Sekundenschnell in drei Kantonen

Über Stock und Stein und vorbei an vom Blitz gezeichneten Bäumen: Eine vergnügliche Wanderung zum Knotenpunkt dreier Kantone.

Valentina Thurnherr
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Wer mit seinem Hund unterwegs ist, kann sich hier noch mit Plastiktüten eindecken.
35 Bilder
Beim Forsthaus Balgach lässt es sich gemütlich grillen und verweilen.
Hier ist wohl ein Künstler vorbeigekommen.
Vergangene Stürme haben im Wald deutliche Spuren hinterlassen.
Beim «roten Hägli» treffen gleich drei Kantone aufeinander: Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen.
Ein sehr adretter Herr, der einen beim Bauernhof empfängt.
Beim Schlossweiher kann man den trägen Goldfischen beim Schwimmen zusehen.
Der Weg zurück zur Bushaltestelle führt mitten durch das Quartier Boden.

Wer mit seinem Hund unterwegs ist, kann sich hier noch mit Plastiktüten eindecken.

Die Wanderung im Überblick

Start: Balgach, Rathaus
Ziel: Balgach, Rathaus
Strecke: 7,4 km
Wanderzeit: 2 h 50 min
Aufstieg: 305 m
Abstieg: 305 m
Ausrüstung: Rutschfeste, stabile Turn- oder Wanderschuhe und Verpflegung: Besonders schöne Wanderung für Hunde (mit Leine). Die Strecke ist nicht geeignet für Kinderwagen.
Gaststätten: Restaurant Rössli, Balgach, Di bis Fr, 11–14 und 17– 23.30 Uhr, Sa, 17–23.30 Uhr, So und Mo geschlossen (auf Anfrage offen).
Öffentlicher Verkehr: (Empfohlen) Bushaltestelle Balgach, Rathaus
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1096 Diepoldsau. (vat)

1 Balgach, Rathaus Für diese Wanderung reist man am besten gleich mit dem Bus an. Die nächste Haltestelle ist Balgach, Rathaus. Von dort biegt man gleich links auf den Pflastersteinweg ein, vorbei am Restaurant Rössli. Ein kleiner Pflastersteinweg führt, gesäumt von einer Mauer und einem Felsvorsprung, hinauf zur nächsten Strasse. Dort geht es eine Steintreppe hinauf, dann nach links und gleich wieder nach rechts vorbei am Schulhaus Berg, bis man die Bodenstrasse erreicht. Wer dort nach rechts blickt, erkennt zwei grosse Tempo-30-Tafeln und dahinter den Weg, der in den Wald führt.

2 Rheintal Forst AG Dem kleinen Weg folgend, passiert man zwei Weiher. Die Strecke ist wohl der steilste Abschnitt der ganzen Wanderung. Danach geht es stetig, aber bequem aufwärts. Bald erreicht man einen kleinen Platz, von wo aus verschiedene Wege abbiegen. Links steht das Haus der Rheintal Forst AG. Um auf den richtigen Weg zu gelangen, muss man den ganzen Platz geradeaus überqueren und dann rechts abbiegen.

3 Forsthaus Balgach Jetzt darf erst einmal munter dem Wanderweg gefolgt werden. Bei der ersten Gabelung dem rechten Weg weiterfolgen. Dadurch, dass der Weg teils leicht über den Baumwipfeln liegt, kann man eine wunderbare Aussicht über einen Teil des Rheintals und Vorarlbergs geniessen. Schon bald ist von weitem das Forsthaus Balgach zu erkennen. Bei schönem Wetter kann man dort die grosszügige Grillstelle nutzen, um zu rasten und sich zu verpflegen. Besonders ist hier der grosse Baum, an dem ein Schild hängt, mit der Aufschrift: «Hart hat das Schicksal mich geschlagen, doch gibt mir die Natur die Kraft zum Weiterleben. Wenn dich, mein lieber Freund, auch mal das Schicksal trifft, richt auch Du neu Dich auf. Wenn’s schwer ist, denk an Mich.» Umrundet man den Baum entdeckt man eine lange «Narbe» die sich von der Krone bis nach unten zieht – der tapfere Kerl wurde einst schwer vom Blitz getroffen.

4 Försterwegli Danach geht es weiter auf dem Weg, den man kurz zuvor verlassen hat. Nach einigen 100 Metern kommt die erste Kreuzung. Hier einfach geradeaus weitergehen. Nach kurzer Zeit folgt die erste Möglichkeit, auf das Försterwegli abzubiegen. Wer hier noch nicht ins Dickicht möchte, kann noch etwas weiter auf dem breiteren Weg gehen. Dann folgt eine kleine Treppe und ein weiteres Holzschild mit der Aufschrift «Försterwegli». Hier darf abgebogen werden – es lohnt sich.

5 Rotes Hägli Über Stock und Stein durch den lichten Wald führt das abenteuerliche Wegli. Besonders für Hunde ist diese Strecke ein schönes Erlebnis. Seinen Gefährten sollte man aber unbedingt anleinen. Hier bietet sich auch immer wieder eine grandiose Aussicht auf den Hohen Kasten und den Säntis. Bald schon erreicht man eine Gabelung und sieht von weitem das «rote Hägli ». Hier kann man innerhalb von Sekunden von einem Kanton in den nächsten hüpfen, denn beim Hägli treffen sich gleich drei davon: Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen.

6 Schloss Grünenstein Nach diesem Vergnügen führt links vom Weg eine Treppe hinunter. Über eine offene Wiese, an einem Bauernhof vorbei und unter den neugierigen Blicken adretter Geissböcke, erreicht man nach einer Rechtskurve einen kleinen Weg, der links an einer grossen Wiese vorbeiführt. Diesem folgt man bis zum Schloss Grünenstein. Wer auf das Schloss zuhält, erblickt zu seiner Linken einen kleinen Waldweg. Diesem folgt man über einen Bach hinweg bis zur nächsten Strasse. Von dort geht es nach rechts durch das Quartier, bis man den Zwiebelturm der katholischen Kirche sieht und bald ist man zurück auf dem Pflastersteinweg.

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