Wandertipp
Seesicht inmitten von Burgen und Schlössern

Wer am Bodensee wandert, kennt wohl vor allem die Seeuferwege. Doch es lohnt sich, ein wenig in die Höhe zu gehen. Dort warten Schlösser, Weiher, eine Burg und schöne Grillstellen.

Aylin Erol
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Bei klarer Sicht kann man auf dieser Rundwanderung auf der einen Seite des Seerückens bis zu den Burgruinen Deutschlands sehen, auf der anderen Seite über die Churfirsten.

Bei klarer Sicht kann man auf dieser Rundwanderung auf der einen Seite des Seerückens bis zu den Burgruinen Deutschlands sehen, auf der anderen Seite über die Churfirsten.

Bild: Aylin Erol

Infos zur Wanderung

Start: Mammern
Ziel: Mammern
Strecke: 9,1 km
Wanderzeit: 2 h 30 min
Aufstieg: 288 m
Abstieg: 288 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk; Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: keine
Öffentlicher Verkehr: Von Romanshorn S-Bahn 1 nach Mammern.
Parkplätze: Gebührenpflichtiger Parkplatz beim Seebad Mammern.
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25'000, Blatt: 1033 Steckborn und 1053 Frauenfeld. (aye)

Kaum hat man den Dorfkern von Mammern hinter sich gelassen, führt der Wanderweg über einen kleinen Fluss...
24 Bilder
... und vorbei an Apfelbaumplantagen dem Seerücken hinauf.
Die Rundwanderung ist fast durchgehend gut ausgeschildert.
Entlang des Höhenwegs eröffnet sich immer wieder eine schöne Sicht über den Bodensee.
Sitzmöglichkeiten gibt es auf dieser Rundwanderung zu genüge.
Meist auch mit einer schönen Sicht über den Bodensee.
Ein Grossteil des Weges führt durch den Wald.
Beim Aufstieg des Seerückens liegt zur linken Seite der Bodensee, zur Rechten der tiefe Wald.
Steil ist der Weg nur an wenigen, kurzen Strecken.
Die Richtung zur Ruine Neuburg zeigt auch der blaue Wanderweg-Pfeil an.
Die Ruine Neuburg aus dem Mittelalter ist gut erhalten und die bedeutendste und grösste Burganlage am südlichen Unterseeufer.
Für ausreichend Holz ist bei der Grillstelle am Fusse der Burgruine gesorgt.
Und auch ein sauberes Kompost-WC macht den Wanderweg für Familien attraktiv.
Nicht nur die Burg ist alt: Wer freude an alten, knorzigen Bäumen hat, wird bei genauem Hinsehen immer wieder fündig.
1274 wird die Neuburg zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt.
Und nochmals: Knorzige, alte Bäume auch jenseits des Waldes, auf dem Weg nach Gündelhart.
Gündelhart selbst ist eher klein, kann aber schöne Riegelhäuser, eine alte Kapelle und...
... das Schloss Gündelhart zum Besichtigen bieten.
Die Wanderroute ist wenig frequentiert. Eine gute Möglichkeit um Wildtiere zu entdecken.
Ist der Langweier in Sicht, hat man einen Grossteil der Wanderung bereits hinter sich.
Schön anzusehen ist das Schloss Liebenfels von weitem.
Die Abzweigung zum letzten Aussichtspunkt und noch einer Grillstelle, dem Steinerne Tisch, könnte leicht übersehen werden.
Der Abstieg nach Mammern gestaltet schliesslich kurzweilig.
Der Weg führt grösstenteils noch einmal durch den Wald, auf direktestem Weg zurück zum Dorfzentrum.

Kaum hat man den Dorfkern von Mammern hinter sich gelassen, führt der Wanderweg über einen kleinen Fluss...

Bild: Aylin Erol (Mammern: 13.01.2022)
Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Bahnhof Mammern.

Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Bahnhof Mammern.

Bild: Aylin Erol

1 Mammern Die Rundwanderung beginnt am Bahnhof Mammern. In östlicher Richtung verlässt man den Bahnsteig und überquert den Bahnübergang in der Störenbergstrasse, wo sich auch schon der erste Wegweiser befindet. Hier wird die Richtung «Ruine Neuburg» eingeschlagen und dann der Liebenfelsstrasse knapp zweihundert Meter gefolgt, bis sich auf der linken Strassenseite ein weiterer Wegweiser zeigt, der in den Wald führt. Dieser Weg führt über einen schmalen Schotterweg zunächst über eine kleine Holzbrücke über den Eggmülibach und dann hinauf auf einen breiteren Weg, vorbei an Apfelbaumplantagen, mit einer schönen Sicht über den Bodensee.

Folgt man in der ersten Etappe stets dem Wegweiser «Ruine Neuburg», führt der Weg von der Hauptstrasse in den Wald.

Folgt man in der ersten Etappe stets dem Wegweiser «Ruine Neuburg», führt der Weg von der Hauptstrasse in den Wald.

Bild: Aylin Erol

Der Weg schlängelt sich langsam den Hang hinauf, bis zum Anfang des Waldes, wo nicht der Hauptstrasse gefolgt, sondern der «Höhenweg» auf der linken Wegseite eingeschlagen wird.

Am Waldrand des Seerückens angelangt, geht es weiter dem «Höhenweg» entlang.

Am Waldrand des Seerückens angelangt, geht es weiter dem «Höhenweg» entlang.

Bild: Aylin Erol

2 Burgruine Neuburg Nun führt der Weg am Waldrand, mit stetem Blick auf den Bodensee, langsam und hügelig dem Seerücken entlang, bis man die Burgruine Neuburg über den Bäumen thronen sieht.

Die Ruine Neuburg sieht man schon von weitem.

Die Ruine Neuburg sieht man schon von weitem.

Bild: Aylin Erol

Am Fusse der Burg befindet sich eine schöne Grillstelle mit weiter Sicht über den Bodensee und Deutschlands Grenzgebiet. Hier findet sich nicht nur Holz zum Grillieren und Aufwärmen, sondern auch ein sauberes Kompost-WC.

Bei der Grillstelle direkt bei der Burgruine finden sich nicht nur Holzscheite, sondern auch eine Toilette.

Bei der Grillstelle direkt bei der Burgruine finden sich nicht nur Holzscheite, sondern auch eine Toilette.

Bild: Aylin Erol

Bei der Grillstelle zeigt ein Wegweiser in Richtung Burg, mit der Aufschrift «Gündelhart». Folgt man diesem, geht's zunächst zur Burgruine und dahinter wieder hinab über eine Treppe aus grossen, rutschigen Steinen bis zum Fuss eines unbeschrifteten, laubigen Wanderwegs. Diesem wird gefolgt, bis ein schmaler Pfad, der über Weiden führt, erreicht ist.

Ein Teil des Weges führt über private Weiden bis zur Teerstrasse, die nach Gündelhart abzweigt.

Ein Teil des Weges führt über private Weiden bis zur Teerstrasse, die nach Gündelhart abzweigt.

Bild: Aylin Erol

3 Gündelhart Am Ende dieses Pfads wird der Rundweg auf eine Teerstrasse fortgeführt, bis zur ersten Kreuzung, auf der man dem Wegweiser «Gündelhart» nach links folgt, bis das Zentrum eben jenes Dorfs erreicht ist. Interessierte können hier einen Abstecher zum Schloss Gündelhart machen, das sich nur wenige hundert Meter an der Gündelharterstrasse in südöstlicher Richtung befindet.

Das Schloss Gündelhart ist in Privatbesitz und kann deshalb nur von aussen betrachtet werden. Für Anlässe können die Räumlichkeiten allerdings gemietet werden.

Das Schloss Gündelhart ist in Privatbesitz und kann deshalb nur von aussen betrachtet werden. Für Anlässe können die Räumlichkeiten allerdings gemietet werden.

Bild: Aylin Erol

Mit etwas Glück hat man bei klarem Himmel auch eine schöne Aussicht auf den Säntis und die Churfirsten. Ansonsten geht der Weg von Gündelharts Zentrum in westlicher Richtung weiter, zunächst der wenig befahrenen Hauptstrasse entlang, dann ein kleines Stück durch den Wald und schliesslich geschwungen hinunter zum Langweier bei Liebenfels, wo sich die Bäume im ruhigen Gewässer spiegeln.

Der Langweier ist zu dieser Jahreszeit meistens zugefroren.

Der Langweier ist zu dieser Jahreszeit meistens zugefroren.

Bild: Aylin Erol

4 Liebenfels Direkt am Anfang des Langweiers nimmt man den Feldweg nach rechts, vorbei am privaten Schlossgut, das man aus einiger Entfernung und aus der Höhe anschauen kann. Dort, wo die Aussicht am schönsten ist, in der Kurve des Feldwegs vor dem Schloss, biegt der Weg allerdings nach rechts ab und führt hinauf durch den Wald bis zur leicht übersehbaren Grillstelle «Steinerne Tisch».

Das Schloss Liebenfels ist noch in sehr gutem Zustand, allerdings ebenfalls in Privatbesitz.

Das Schloss Liebenfels ist noch in sehr gutem Zustand, allerdings ebenfalls in Privatbesitz.

Bild: Aylin Erol

Hier kann man ein letztes Mal den Blick über die Hügellandschaft schweifen lassen, bevor es dann auf direktem Weg hinunter zurück nach Mammern geht. An dieser Stelle ist Vorsicht geboten: Teilweise ist der Weg relativ rutschig und es lohnt sich, aufmerksam auch nach hölzernen Wegweisern Ausschau zu halten, sonst könnte ein Abstieg verpasst werden.

Bei der Grillstelle «Steinerner Tisch» muss das Holz selbst mitgebracht oder gesammelt werden.

Bei der Grillstelle «Steinerner Tisch» muss das Holz selbst mitgebracht oder gesammelt werden.

Bild: Aylin Erol

5 Mammern Ist der Wald hinter sich gelassen, führt das letzte Stück der Wanderung erneut der Liebenfelsstrasse entlang, bis nach links in die Huebgartenstrasse eingebogen wird und kurz darauf erneut nach links in die Störenbergstrasse, welche einen direkt wieder zum Bahnhof Mammern führt.

Das letzte Stück der Rundwanderung führt erneut an der Hauptstrasse entlang.

Das letzte Stück der Rundwanderung führt erneut an der Hauptstrasse entlang.

Bild: Aylin Erol

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