Wandertipp: Schnurstracks auf den Kronberg

Die Wanderung von Appenzell auf den beliebten Aussichtspunkt bietet auf einer kurzweiligen Route viele Möglichkeiten zur Einkehr.

Text und Bilder: Roman Scherrer
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23 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Appenzell
Ziel: Kronberg
Strecke: 9 Kilometer
Wanderzeit: 3 Stunden 15 Minuten
Aufstieg: 906 Meter
Abstieg: 38 Meter
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Hotel Restaurant Kaubad, Mi.-So. ab 8 Uhr, Mo.-Di. Ruhetage (Wintersaison); Berggasthaus Scheidegg, Ferien bis 29. November, ab Dezember wieder an Wochenenden geöffnet.
Parkplätze: Appenzell Neuhof
Öffentlicher Verkehr: S23 ab Gossau / Luftseilbahn ab Kronberg bis Jakobsbad / S23 ab Jakobsbad
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000,
Blatt 1095 Gais und 1115 Säntis (rsc)

1 Bahnhof Appenzell

Ein frühzeitiger Start ist für diese Wanderung zu empfehlen. Alleine schon, weil es sich lohnt, den ersten Teil während des Sonnenaufgangs zu absolvieren. Los geht es beim Appenzeller Bahnhof. Von dort führt die Route zunächst an den Fussballplätzen Wühre vorbei und anschliessend über die Kaustrasse aus dem Siedlungsgebiet hinaus. Bald schon beginnt der erste Anstieg. Nach der asphaltierten Strasse folgt nämlich ein Wiesenweg, welcher einige Meter höher in einen Waldweg übergeht. Im Wald wird es noch etwas steiler. An dieser Stelle wird spätestens klar: Die Wanderung ist für Kinderwagen nicht geeignet. Wer allerdings genug früh losgelaufen ist, wird diese Passage weniger aufgrund der Steigung, sondern vielmehr wegen des schönen Licht- und Schattenspiels in Erinnerung behalten, für das die aufgehende Sonne sorgt.

2 Campingplatz Eischen

Oberhalb des Waldes führt die Route am Kaukreuz vorbei und weiter auf einem Wiesenweg. Der Anstieg dauert hier zwar – wie praktisch auf der ganzen Wanderung – weiter an, wird aber sanfter. Während aus Südwesten der Säntis grüsst, wird bald einmal der Campingplatz Eischen mit seinem Landgasthof sichtbar. Letzterer bietet bereits eine erste Möglichkeit zur Einkehr. Ist diese geplant, sollte man sich vorher über die Ruhetage informieren, weil sie hier, wie auch bei anderen Gasthäusern in der Gegend, in der Sommer- und Wintersaison unterschiedlich ausfallen. Der Landgasthof Eischen hat ab November am Dienstag und Mittwoch geschlossen. Auf der Wanderung geht es nach dem Campingplatz weiter über einen Wiesenweg, der nur durch Fussabdrücke sichtbar ist. Tafeln weisen hier darauf hin, den Weg nicht zu verlassen, um Landschaden zu vermeiden.

3 Hotel Kaubad

Ist die Wiesenpassage mit dem leichten Anstieg abgeschlossen, verläuft die Route kurz auf einer Strasse. Nur wenige Meter neben dem Wanderweg befindet sich das Hotel und Restaurant Kaubad – bereits die nächste Möglichkeit für eine Einkehr. Davon gibt es auf dieser Wanderung genügend. Deshalb kann man, je nach bevorzugtem Tempo, mit mehr oder weniger Pausen planen. Der Weg auf den Kronberg führt bald wieder in den Wald, wo es stetig aufwärtsgeht, mal mehr, mal weniger steil.

4 Scheidegg

Ein kurzes Stück verläuft die Wanderung dem Waldrand entlang, von wo aus bei guter Witterung eine schöne Weitsicht in Richtung Norden genossen werden kann. Nach einem kurzen steilen Anstieg sieht man bald schon das nächste Restaurant: das Berggasthaus Scheidegg. Es ist vor allem für all jene zu empfehlen, die voraussichtlich um die Mittagszeit auf dem Gipfel des Kronbergs ankommen. Denn gerade bei gutem Wanderwetter ist das Berggasthaus Kronberg sehr gut besucht, weshalb es schwierig werden kann, noch einen Platz fürs Mittagessen zu finden. Aber Achtung: Das Berggasthaus Scheidegg hat erst wieder an den Dezember-Wochenenden bei guter Witterung geöffnet. Vom Restaurant aus geht es weiter zum letzten längeren Anstieg der Wanderung. Etwa auf halbem Weg zum Gipfel befindet sich die Kapelle St.Jakob. Und einige Meter weiter wird gut ersichtlich, dass man sich auf einem Grat und unmittelbar vor dem Ziel befindet. Der Untergrund ist hier etwas anspruchsvoller, weil er teilweise über Geröll führt.

5 Kronberg

Ist das Ziel, der Gipfel des Kronbergs, erreicht, kann die schöne Rundumsicht genossen werden. Wer bis hierhin durchgewandert ist, kann sich auch eine Pause im Berggasthaus gönnen. Und wer noch etwas weiter will, kann zu Fuss wieder abwärts, etwa nach Jakobsbad. Dort bringt einen ansonsten die Luftseilbahn hin, für die man das nötige Kleingeld dabei haben sollte.

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