Wandertipp: Ohne Schweiss keine Aussicht

Von Oberhelfenschwil geht es zur Burgruine Neu Toggenburg. Das traumhafte Panorama muss man sich jedoch verdienen.

Philipp Wolf
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12 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Oberhelfenschwil
Ziel: Oberhelfenschwil
Strecke: 9,4 km
Wanderzeit: 2h 45min
Aufstieg: 406m
Abstieg: 406m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, nicht für Kinderwagen geeignet Gaststätten: Weidhof, Oberhelfenschwil, Freitag ab 14 Uhr, Samstag ab 9 Uhr, Sonntag von 9 bis 18 Uhr, jeden 4. Montag im Monat ab 18 Uhr
Parkplätze: Nahe dem Startpunkt der Wanderung gibt es Parkplätze
Öffentlicher Verkehr: von Frauenfeld oder Wil via Dietfurt; von St. Gallen via Brunnadern-Neckertal
Kartenmaterial: Landkarte 1:25000, Blatt 1094 (pw)

1 Oberhelfenschwil

Ausgangs- und Endpunkt dieser abwechslungsreichen Rundwanderung ist Oberhelfenschwil. Die Wanderfreudige verlässt das Dorf in östlicher Richtung und lässt schon bald die letzten Häuser hinter sich. Dann geht es der Wanderwegausschilderung folgend nach Süden. Gemächlichen Schrittes wird der Kreislauf in Schwung gebracht; noch gibt es nicht allzu viele Höhenmeter zu bewältigen.

2 Nutzhalden

Das ändert sich nach dem Passieren des Hofs Nutzhalden. Nach Schwanden hinauf muss ein kurzes Wiesenstück bewältigt werden. Den Weiler verlässt man dem Wegweiser zur Burgruine Neu Toggenburg folgend. Bereits wird das Terrain ein wenig fordernder und es geht bergauf, doch wird die erste
Anstrengung sogleich mit einem vorzüglichen Ausblick auf den Säntis
belohnt.

3 Am Fusse der Ruine

Haben die Freundinnen der Bewegung diesen Abschnitt gemeistert, so stehen sie vor einem wanderstrategisch wichtigen Entscheid. Wird nun am Fusse der Burgruine eine Bratwurst zu Revitalisierungszwecken verspeist, oder gibt es die Fleischespracht erst als Belohnung oben auf dem Gipfel? So oder so steht dem Wandervolk ein schweisstreibender, stellenweise steiler und anstrengender Aufstieg auf zuweilen schmalem Pfad bevor. Lieber Schweissperlen als gar kein Schmuck, denkt sich die Wanderin und marschiert weiter.

4 Burgruine Neu Toggenburg

Zumindest der Schreibende verflucht seine abhandengekommene Fitness, als er mit letzten Kräften den Gipfel und mit ihm die Ruine erreicht. Doch dauert es lediglich wenige Sekunden, bis das Fluchen ungläubigem Staunen weicht. Der Ausblick in alle Himmelsrichtungen, der sich dem Naturliebhaber bei der Ruine bietet, ist atemberaubend.

Das Toggenburg zu Füssen und den Säntis in der Ferne kann sich die Wandergruppe verköstigen und über die Ruine informieren. Während man darüber sinniert, dass sich hier einmal eine Burg des Hochadels befand, klingt aus dem Tal Guggenmusik. Das einfache Volk scheint immer noch zu feiern, dass sich der Adel aus dem Staub gemacht hat.

5 Aussichtspunkt

Nachdem man sich am Panorama sattgesehen und allenfalls von der Grillstelle Gebrauch gemacht hat, geht es wieder hinab in Richtung Tal. Anfangs wird beim Abstieg derselbe Pfad beschritten wie beim Aufstieg. Schliesslich geht es aber nicht zurück zu Wegpunkt 3, sondern nach links – und via Graben zurück nach Schwanden. Ein paar Meter ausser- und oberhalb des Örtchens lädt eine Parkbank noch einmal zum Verweilen ein. Der Wanderer schnauft bei wunderbarer Aussicht in Richtung Lichtensteig noch einmal durch. Dann geht es weg von Schwanden den Hügelkamm hinauf zurück nach Oberhelfenschwil.

6 Weidhof

Entlang des Kamms bietet sich den Wanderinnen und Wanderern ein ums andere Mal eine formidable Aussicht auf den Säntis und über das Toggenburg. Gut 20 Minuten vor dem Ende der Wanderung wird der «Weid-Hof» passiert. Dort kann die Wandergruppe bei einem Essen den Nachmittag gediegen ausklingen lassen und bei einem Jass die Wanderung Revue passieren lassen.

7 Oberhelfenschwil

Ist die Mahlzeit verspiesen, der Kafi Lutz ausgeschlürft und der letzte Trumpf gespielt, geht es dann aber definitiv zurück nach Oberhelfenschwil. Der Weg ist nun deutlich weniger anspruchsvoll als noch während der ersten Hälfte der Wanderung, denn es geht bis kurz vor der Endstation ein asphaltiertes Strässchen entlang. Vor dem triumphalen Einlauf geht es noch ein letztes Mal über ein Wiesenstück.

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