Wandertipp
Mörschwil durch Gucklöcher: Dieser Weg offenbart einen neuen Blick auf das Dorf

Mörschwil verfügt über viele schöne Wander- und Spazierwege sowie Lauf- und Bikestrecken. Dazu gehört auch der Gucklochweg. Auf der Strecke sind Wanderinnen und Wanderer auf den Spuren der Geschichte.

Samantha Wanjiru
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Infos zur Wanderung

Start: Bahnhof Mörschwil
Ziel: Bahnhof Mörschwil
Strecke: 11,8 km
Wanderzeit: 4 h 30 min.
Aufstieg: 265,2 m
Abstieg: 265,2 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, Wanderung teilweise für Kinderwagen geeignet
Gaststätten: «Adler» Mörschwil
Öffentlicher Verkehr: Zug vom Bahnhof St.Gallen in Richtung Sargans
Parkplätze: gibt es am Bahnhof
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25000, Blatt: 1073 Wil

1 Vom Bahnhof ins Dorf

Mörschwil bietet viele verschiedene Wanderstrecken für Gross und Klein. Dazu gehört der Gucklochweg. Er führt Wanderinnen und Wanderer auf zirka zwölf Kilometern durch die Wälder und Täler Mörschwils. Dabei offenbaren die einzelnen Gucklöcher einen spannenden Blick auf die Stadt. Für History-Fans gibt es die Möglichkeit, sich über Mörschwils Geschichte zu informieren.

Start und Ende der Rundwanderung sind beim Bahnhof Mörschwil. Von dort aus geht es auf der Bahnhofstrasse geradeaus in Richtung Dorfmitte. Kurz danach geht es links in den Sonnenhaldenweg, der direkt in die Seeblickstrasse mündet. Folgt man dieser, gelangt man zum ersten Etappenstopp: der Sporthalle Seeblick.

2 Rein in die Natur

Auf der ersten Etappe wird jeder Wanderin und jedem Wanderer ausführlich erklärt, wo sich die Gucklöcher befinden. Auf dem Weg begleiten Strassenschilder die Interessierten und zeigen die Richtung an. Von der Sporthalle geht es direkt auf der Horchentalstrasse hoch Richtung Dorfkern. Vor der Kirche angekommen, geht es rechts die Hauptstrasse entlang zum Dorfbrunnen. Dieser wurde von einem Künstler erstellt und sticht mit seinem interessanten Design ins Auge. Auch hier befindet sich ein Guckloch, das die Historie des Brunnens beschreibt.

Vom Dorfbrunnen geht es direkt weiter auf den Lehnerkirchweg. Dafür biegt man von der Kirchstrasse in die Poststrasse ein. Am Weg angekommen, führt dieser einen direkt ins Grüne. Man wird von Blumen und saftigen Wiesen begrüsst. Auch hier befindet sich ein Guckloch, wodurch man die Gemeinde sehen kann.

3 Idyllische Stille

Ab hier muss man nur noch der Nase entlang. Der Weg ist einfach begehbar und auf der Strecke begegnen einem viele Tiere. Insgesamt vier weitere Gucklöcher sind zu entdecken, bevor man das Ziel erreicht. Jedes einzelne Guckloch informiert darüber, welche historischen Objekte Mörschwil besitzt. Dazu gehört auch das berühmte, gut erhaltene Schloss Watt.

Der Wanderweg nach dem Schloss ist am besten mit Karte zu begehen, denn nicht jede Abkürzung ist auf dem Weg gekennzeichnet. So geht es beispielsweise einen schmalen Waldweg hinab und über eine alte Brücke. Deshalb ist der Weg nur teilweise für Kinderwagen geeignet.

4 Vorsichtig ins Ziel

Die letzte Etappe ist wohl die schwierigste. Aber auch hier lohnen sich die Kilometer. Denn die Aussicht ist kristallklar und Mörschwil zeigt sich von seiner schönsten Seite. Unter anderem führt das letzte Guckloch zu einer Straussenfarm. Daran grenzt eine kleine Minigolfanlage.

Um zum letzten Guckloch zu kommen, muss man nochmals ein Stück durch den Wald wandern. Am Ende des Weges, hinter den grünen Büschen, versteckt zwischen zwei Steinen, befindet sich die letzte bunte Sitzbank und damit das Ende des Gucklochwegs.

Über die Aachenstrasse geht es entlang der Verkehrsstrasse zurück zum Bahnhof Mörschwil. Am besten startet man die Wanderung am späten Nachmittag, um dann am Abend den Sonnenuntergang zu geniessen. Die Strecke ist vor allem für Personen geeignet, die einen Mix zwischen Dorf und Natur schätzen.