Wandertipp
Immer dem Rauschen nach: Flussabwärts von Untereggen nach Goldach

Der rund sieben Kilometer lange Wasserweg verbindet die vier Gemeinden Untereggen, Tübach, Horn und Goldach. Wir laufen flussabwärts, vorbei am grössten Spielplatz der Ostschweiz und finden unterwegs Gefallen an den schneebedeckten Waldgebieten.

Miguel Lo Bartolo
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Eindrücke auf dem Wasserweg - von Untereggen nach Goldach.
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Eindrücke auf dem Wasserweg - von Untereggen nach Goldach.

Bilder: Miguel Lo Bartolo

Die Wanderung im Überblick

Start: Untereggen, Vorderhof
Ziel: Goldach, Freibad Seegarten
Strecke: 6.7 km
Wanderzeit: 1 h 45 min.
Aufstieg: 15 m
Abstieg: 217 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, Wanderung sit nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Aufgrund der momentanen Coronasituation bitten wir Sie, Öffnungszeiten direkt bei den Gaststätten abzuklären. «Wirtschaft z. Schäfle», Untereggen; Restaurant Blumenhalde, Goldach.
Öffentlicher Verkehr: Mit der Buslinie 242 vom Bahnhof St.Gallen oder Rorschach, Signalstrasse aus gelangen Sie zum Startpunkt.
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25'000, Blatt: 1075 Rorschach. (mlb)

1 Untereggen, Vorderhof Hier startet unsere Wanderung. Zur Haltestelle Vorderhof gelangen wir mit der Buslinie 242 von Rorschach oder St.Gallen aus. Das Bushäuschen hat einen typisch provinziellen Charme. Nicht weit davon entfernt entdecken wir eine erste Gaststätte: die Wirtschaft zum Schäfle. Wer nicht hier schon einkehren möchte, läuft links am Gasthaus vorbei und beginnt die Wanderung. Wir laufen einem Landweg entlang, zu unserer Linken sehen wir einzelne Landhöfe und Ställe, bis wir - nach zirka 20 Gehminuten – bei Hammershaus durch eine erste Siedlung spazieren.

2 Rantelwald Wir marschieren weiter auf dem Hammershaus-Weg und biegen bei der Gabelung Hospert links, danach gleich wieder rechts, ein. Vom Hochstaudenbach, der eigentlich steter Begleiter auf unserer Wanderung durch Untereggen ist, sehen wir bei Schneefall wenig. Wir laufen nun in den Rantelwald hinein. Auf der ganzen Strecke werden wir nie weiter vom Wasser entfernt sein als auf diesem Waldweg.

Der grosse Schneefall Mitte Januar hat hier seine Spuren hinterlassen. Das zeigen die zahlreichen umgeknickten Bäume, die teils quer in der Landschaft stehen:

Wir schlängeln uns durch den Wald, entdecken hie und da Wildtierspuren im Schnee, gehen vorbei an Vita-Parcours-Posten, bis wir schliesslich nah dem Dammweg eine erste Pause einlegen. Wir befinden uns bereits in Goldach. Vor dem Industriegebiet an der Blumeneggstrasse machen wir Rast auf einem Bänkchen.

3 Dammweg Zugegeben: Im Sommer verleiten die Feuerstellen und Sportplätze im Dammweg mehr Besucherinnen und Besucher zu einem Nachmittag in der Natur. Doch wer den Waldweg auf der anderen Seite des Flusses Goldach nie in Weiss abgelaufen ist, dem sei dies an dieser Stelle ans Herz gelegt. Bei moderaten Schneefällen besteht hier keine Gefahr.

Nach dem Industriegebiet gelangen wir an die Gabelung Blumeneggstrasse/Haldenmühleweg. Wir biegen nach links ab und folgen dem schmalen Weg, vorbei am Hüttli Goldach und an Kurt Bischofs Viehandel. Wen hier allerdings schon der Hunger plagt, dem sei ein Abstecher zum Restaurant Blumenhalde an der gleichnamigen Strasse empfohlen. Ansonsten folgen wir dem Haldenmühleweg bis zum Teich und biegen links ein. Wir laufen nun unter der imposanten Dammweg-Brücke hindurch:

4 Kellen Wir folgen dem Waldweg Richtung Sportanlage Kellen. An der St.Gallerstrasse angekommen, sehen wir auf der anderen Seite des Ufers die Bruggmühle Goldach AG. Unser Weg führt aber geradeaus weiter, unter der Unterführung durch, am grössten Spielplatz der Ostschweiz und an zahllosen Parkplätzen vorbei, zu einem der grössten Ostschweizer Sportplätze – zur Sportanlage Kellen.

Hinter dem Begegnungstreff verläuft die Aachstrasse parallel zur Goldach. Wir folgen dieser Strasse, die in die Bruggmühlestrasse mündet, bis nach Tübach. Wir kommen an einer Reithalle und mehreren Ställen vorbei, überqueren die Hauptstrasse und laufen den Mühlhoiweg entlang der Kantonsgrenze St.Gallen/Thurgau ab.

Zirka 700 Meter Gehweg durch den Hornerwald stehen uns noch bevor. Frühabendliche Sonnenstrahlen versüssen die letzte Etappe:

5 Goldach, Freibad Seegarten Unmittelbar vor der Stürm SFS überqueren wir eine metallene Brücke, abermals die Goldach und erneut die Kantonsgrenze. Unser Ziel liegt nach rund 100 Gehminuten in Reichweite. Nur die Bahnschranken und der Fussgängerstreifen an der Seestrasse wollen noch gemeistert werden. Am Ziel angekommen, kann man sich während der Badesaison gleich vor Ort verpflegen. Ansonsten steht nun die Rückreise an. Zu Fuss ist man bis zum Bahnhof Horn geschätzte 20 Minuten unterwegs, zum Bahnhof Rorschach Stadt etwa eine halbe Stunde.