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Wandertipp: Hoch über dem Rheintal

Die Wanderung von Brülisau auf den Hohen Kasten ist kaum ein Geheimtipp. Lohnt sich aber wegen der Aussicht allemal.
David Grob
37 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Brülisau
Ziel: Hoher Kasten
Strecke: 7 Kilometer
Wanderzeit: 3 Stunden
Aufstieg: 930 Meter
Abstieg: 64 Meter
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk. Für Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet.
Gaststätten: Restaurant Ruhesitz, ab Mai: Mo-So, Mi Ruhetag ab November: Fr-So (bis 18 Uhr)
Parkplätze: Talstation Hoher Kasten, Brülisau
Öffentlicher Verkehr: Bushaltestelle Brülisau, Kastenbahn
Kartenmaterial: 1:25000 Blatt 1115 Säntis (dar)

1 Brülisau

Unscheinbar liegt sie am Wegesrand und lockt. Nicht wie die Sirenen mit Gesang, sondern mit betörendem Duft nach Gipfeli. Und ungleich Odysseus vermag kaum ein Wanderer, der eben sein Auto parkiert hat und die erste Schritte in Angriff in Richtung der Talstation Hoher Kasten genommen hat, dem Locken zu widerstehen. Zu geschickt hat die Bäckerei sich platziert, zwischen Parkplatz und Talstation. Zu verlockend sind Gipfeli und Kaffee. Der Treibstoff für den Motor eines müden Wanderers. Und der muss anspringen, will man den Berg erklimmen.

Zwischen Wiesen geht’s empor, nicht sanft, aber auch nicht steil, die kühle Morgensonne stets im Gesicht. Tau leuchtet noch in den Grashalmen, die Luft ist klar und frisch. Hoch thront das Ziel, der Hohe Kasten, über dem Tal und dominiert die Szenerie. Dreht man sich um, so erblickt man die bekanntesten Gipfel des Alpsteins: Eben­alp, Schäfler, Kronberg. Am Horizont erstrahlt der Säntis im Sonnenlicht. Und unter den schroffen Bergspitzen erscheint die Hügellandschaft des Appenzellerlands geradezu sanft und lieblich.

2 Ruhesitz

Geht der Treibstoff bereits wieder aus, so besteht im Restaurant Ruhesitz die letzte Möglichkeit, Kaffee nachzufüllen. Direkt nach dem Restaurant befindet sich auch eine Verzweigung. Zwei Möglichkeiten bieten sich an, in Richtung Gipfel zu wandern: ein kurzer, aber heftiger Anstieg in Richtung Kastensattel, oder ein sanfterer, aber längerer Weg. Nimmt man die längere Strecke, so folgt ein schmaler Weg zwischen Wiesen und Wäldern mit nur wenigen sanften Aufstiegen. Und wer weiss, vielleicht finden sich jetzt in der Herbstzeit gar Steinpilze zwischen den Bäumen. Überraschend verlässt der schmale Weg die dunklen Tannen wieder und eine saftige, schräge Wiese erstreckt sich vor dem Wanderer. Ein wenig weiter geht’s hoch. Dann mündet der Pfad in den Wanderweg, der vom Rheintal auf den Hohen Kasten führt.

3 Ruen

In Blickrichtung erscheint das Rheintal, topfeben, unterteilt in verschiedenfarbige Felder. Links erstreckt sich das Alpsteinpanorama und die Hügel des Appenzellerlands. Ein idealer Ort für einen Mittagsrast. Der Weg biegt nach rechts ab, wird breiter zu einem Strässchen, das sich in langen Kurven steil nach oben windet, immer dem Grat folgend, der das Appenzellerland vom Rheintal trennt. Auf beide Seiten fallen die Hänge steil ab, rechts in Richtung Brülisau, links in Richtung Rü­thi. Hier zeigt sich: Es ist eine beliebte Wanderung. Zahlreiche Wanderer kommen einem entgegen, die mit der Seilbahn auf den Hohen Kasten gefahren sind und nun talwärts wandern.

4 Kastensattel

Das Strässchen fällt etwas ab in Richtung des Kastensattels. Hier vereinen sich die beiden Wege wieder. Wer zuvor beim Restaurant Ruhesitz den direkten Aufstieg gewählt hat, stösst für den Schlussaufstieg zum Gipfel wieder auf den gleichen Weg. Steil und schmal geht’s hinauf in Richtung Ziel. In Serpentinen über Fels und Stein windet sich der Wanderweg in Richtung Gipfel und Sonne.

5 Hoher Kasten

Die letzten Schritte folgen, dann hat man das Ziel erreicht. Gerstensuppe und Gipfelbier. Dem Wanderer bietet sich eine phänomenale Aussicht: In der Ferne ist der Bodensee zu sehen, die Österreicher und Bündner Alpen glänzen in der Sonne. Und fast schon in Griffnähe scheint der Alpstein. Wer noch nicht genug hat, kann die Wanderung verlängern: Via Sämtiser See führt ein Weg wieder Richtung Brülisau. Und auf der Krete zwischen Rheintal und Appenzellerland gelangt man zur Staubernkanzel, von wo eine Seilbahn nach Frümsen ins Rheintal fährt.

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