Wandertipp: Für den Aufstieg von Gaflei über den Fürstensteig und das Chemi zurück über die Bargälla sollte man schwindelfrei sein

Der Weg über den Fürstensteig führt einer Felswand entlang, danach geht es wieder ein Stück hinunter, bis man den finalen Aufstieg über das Chemi vor sich hat. Dann geht es ausschliesslich noch abwärts über die Alp Bargälla, bis man wieder auf Gaflei angelangt ist.

Eva Wenaweser
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Vom «Fürstensteig» sieht man über das Liechtenstein und Werdenberg.
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Der Weg über den «Fürstensteig» führt der Steinwand entlang.
Die erste Etappe der Wanderung ist geschafft.
Nach dem «Fürstensteig» geht es auf dem Weg zum Chemi wieder ein Stück abwärts...
... zuerst kann man aber noch die schöne Aussicht geniessen.

Vom «Fürstensteig» sieht man über das Liechtenstein und Werdenberg.

Eva Wenaweser

Die Wanderung im Überblick

Start: Gaflei
Ziel: Über den Fürstensteig das Chemi hinauf 
Strecke: 6,1 Kilometer 
Wanderzeit: 2 Stunden und 50 Minuten
Aufstieg: 590 Meter
Abstieg: 590 Meter
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, viel Wasser und eine leichte Jacke. Die Wanderung ist mit dem Kinderwagen nicht geeignet.
Gaststätte: Clinicum Alpinum Gaflei-Stuba, täglich von 10-18 Uhr geöffnet.
Parkplätze: Gaflei
Öffentlicher Verkehr: Linie 21 ab Vdauz bis Triesenberg, Linie 22 ab Triesenberg bis Gaflei Klinik
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt: 1135 Buchs und 1136 Drei Schwestern. (evw)

1. Gaflei

Diese Wanderung beginnt auf dem Weiler Gaflei. Parkplätze stehen zur Verfügung. Wenn man mit dem Bus kommt, nimmt man ab Vaduz die Linie 21 Richtung Triesenberg und steigt dann um auf die Linie 22 bis zur Endstation Gaflei Klinik. Aufgrund der schmalen und steilen Wege, ist die Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.

Von Gaflei aus folgt man dem Kiesweg und den Tafeln Richtung Fürstensteig. Doch bevor man diesen erreicht, windet sich der Weg durch den Wald. Es empfiehlt sich eine Jacke mitzunehmen, da dieser Teil der Wanderung immer im Schatten liegt, ist es dort recht kühl.

2. Fürstensteig

Ungefähr nach 20 Minuten lichtet sich der Wald und man gelangt auf den Fürstensteig. Dieser ist ein in die Nordwestwand des Alpspitz geschlagener Pfad, der 1898 eröffnet wurde.

Je nach Tageszeit liegt der alpine Wanderweg im Schatten oder die Sonne scheint direkt an die Felswand. Daher empfiehlt es sich, eher am Morgen loszulaufen. Vom Fürstentsteig aus hat man dann freien Blick über das Fürstentum Liechtenstein und Werdenberg. Der Rhein hebt sich dabei deutlich als Grenze zwischen den beiden Lädern ab. Wenn man die Aussicht bewundert, sollte man aber zur Sicherheit stehen bleiben, um ein Abrutschen zu verhindern.

Der Weg ist an manchen Stellen wegen den kleinen Steinen recht rutschig, daher sind feste Schuhe sicherlich von Vorteil. Auch, damit man den Halt nicht verliert, wenn man zwischendurch über grosse Steine wieder ein Stück nach unten klettern muss oder über menschengemachte Holzbrücken dem Seil entlang über einen Abgrund läuft.

Wenn man das Drehkreuz zwischen den Bäumen und Felsen erreicht, weiss man, dass es nicht mehr weit ist bis zum Ziel. Oben angelangt, lädt ein Bänkchen ein, die Aussicht zu geniessen, bevor man sich wieder auf den Weg macht.

3. Chemi

Bevor man das Chemi erreicht, führt der Weg nochmal ein Stück nach unten. Im Frühling wird das Chemi hergerichtet, damit man nicht auf losem Kies nach oben laufen muss und Gefahr läuft, abzurutschen. Im Vordergrund steht aber, dass das Vieh auch über diesen Weg geführt wird.

Wenn man diesen Punkt erreicht hat, ist der Weg bis zum Ziel nicht mehr weit. Der Pfad führt in Bögen immer weiter nach oben, bis man schliesslich durch zwei Felsen hindurch am Ziel angelangt ist. Auch hier lädt eine Sitzgelegenheit zum Verweilen ein.

Wer möchte, kann die Wanderung noch fortführen, indem er nach links zur Helwangspitz oder nach rechts zum Alpspitz wandert. Bei diesem Wandertipp machen wir uns aber auf den Rückweg. Dafür wandern wir aber nicht die gleiche Strecke zurück, sondern über die Alp Bargälla. Wir halten uns links vom Wäldchen durch das man auf den Alpspitz gelangt und laufen über die Wiese nach unten.

Nach einer Weile kommt man an einen Brunnen für die Kühe. Von dort aus sieht man bereits das nächste Drehkreuz und dort folgt man dem Weg nach rechts auf die Bargälla. Von jetzt an kann man den Weg kaum noch verfehlen: Es geht immer weiter dem Kiesweg entlang, bis man schliesslich wieder auf Gaflei angelangt ist.

4. Gaflei

Am Ausgangspunkt angelangt, hat man sich eine Verstärkung verdient. Die Clinicum Alpinum hat ein Restaurant, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist und sich für einen letzten Zwischenstopp eignet, bevor man sich wieder auf den Heimweg macht.

Aufgrund der Coronakrise lohnt es sich, im Vorfeld nachzuschauen, ob das Restaurant am gewünschten Ausflugstag geöffnet hat.

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