Wandertipp
Eine leichte Sonntagswanderung: Auf dem Thurgauer Panoramaweg vorbei am Hudelmoos nach Zihlschlacht

Auf dieser Wanderung kommt man in den Genuss der weiten Oberthurgauer Landschaften. Erwischt man das richtige Wetter, wird aus diesem Sonntagsspaziergang ein regelrechter Stimmungsaufheller.

Luca Hochreutener
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Hier beginnt's grün zu werden: Überquert man zuerst die Hagenwilerstrasse, läuft man danach auf dieser Strasse in Richtung Räuchlisberg.
23 Bilder
In Räuchlisberg angekommen erblickt man als Erstes das rote Fachwerkhaus.
Räuchlisberg ist eine kleine Ortschaft, die zur Einheitsgemeinde Amriswil gehört.
Um nach Hagenwil zu gelangen, muss man bei dieser Kreuzung rechts halten.
Auf dieser Wanderung kommt man in den Genuss der weiten und flachen Landschaften des Thurgaus. Blickt man von diesem Weg nach rechts, sieht man den Alpstein.
Schaut man von hier auf das Dorf Hagenwil hinunter, fühlt man sich in die Zeit des Mittelalters zurückversetzt. Dort wartet nämlich das Wasserschloss Hagenwil auf einen.
Beim Schloss Hagenwil gibt es etwas für die Kinder: Hier werden nämlich Ziegen gehalten.
Hier gibt es auch was zu Essen: das Schloss Hagenwil.
Der Aufenthalt in der Ortschaft Hagenwil ist auf dieser Wanderung nur kurz. Nach der nächsten Kreuzung entfernt man sich bereits wieder vom Dorf, um zurück auf den Wanderweg zu gelangen.
Strahlt einen während des Wanderns die Sonne an, ist die Anstrengung kaum zu spüren.
Die Ortschaft Hueb hat man schnell passiert.
Ab hier beginnt das Sumpfgebiet Hudelmoos.
Man streift das Naturschutzgebiet nur, sodass man schnell daran vorbeigewandert ist.
Beim Hudelmoos hat es auch eine Feuerstelle. Diese ist während des Winters jedoch geschlossen.
Wenn gerade erst der Schnee geschmolzen ist, ist der Weg noch matschig. So können die Schuhe etwas dreckig werden.
Noch ein kurzes Waldstück. Hier gibt es überdachte Sitzbänke, wo man eine Pause machen, oder Schutz vor Regen suchen kann.
Hinter diesem Waldstück, dem Plätzli, befindet sich ein weiteres Sumpfgebiet. Damit sind nicht die Pfützen auf dem Bild gemeint.
Die Ortschaft Riet ist das letzte Dorf, das man vor Ankunft in Zihlschlacht passiert.
Ab hier ist die Strasse wieder geteert.
Ab hier ist es nur noch etwa einen Kilometer bis zum Zielort. Den Anblick der grünen Felder kann man jetzt noch ein letztes Mal geniessen.
Der Rötelbach fliesst unter der Strasse durch.
Kommt man in Zihlschlacht an, hat man das Ende dieser Wanderung erreicht.
Beim Restaurant Löwen kann man sich am Schluss der Wanderung noch einen Happen gönnen.

Hier beginnt's grün zu werden: Überquert man zuerst die Hagenwilerstrasse, läuft man danach auf dieser Strasse in Richtung Räuchlisberg.

Bild: Luca Hochreutener

Infos zur Wanderung

Start: Amriswil, Grenzstrasse
Ziel: Zihlschlacht, Bushaltestelle Mitteldorf
Strecke: 6,9 km
Wanderzeit: 2 h
Aufstieg: 122 m
Abstieg: 62 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Restaurant Schloss Hagenwil: Donnerstag bis Freitag von 11.30 bis 00.00 Uhr, Sonntag von 09.30 bis 22.00 Uhr geöffnet, Restaurant Löwen: Montag bis Freitag von 08.30 bis 00.00 Uhr, Samstag von 08.30 bis 14.00 Uhr geöffnet
Öffentlicher Verkehr: Verbindungen an Start und Ziel
Parkplätze: In Amriswil (z.B. am Bahnhof) und in Zihlschlacht-Sitterdorf
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25'000

1 Amriswil, Grenzstrasse Die Wanderung beginnt am südwestlichen Rand von Amriswil bei der Bushaltestelle Grenzstrasse. Von dort aus muss man einem kleinen Weg in Richtung des Freizeitzentrums 1001 folgen. Nachdem man die Hagenwilerstrasse überquert hat, beginnt der malerische Teil der Wanderung. Ein enges Strässlein führt rechts weg von der Hauptstrasse zu einem kleinen 70-Seelen-Dorf.

2 Räuchlisberg Die kleine Siedlung gehört zur politischen Gemeinde Amriswil. Kommt man aus der genannten Richtung in das Dorf, sieht man am Ende der Strasse ein schönes rotes Fachwerkhaus, das sogenannte Riegelhaus. Bei diesem Gebäude teilt sich die Strasse in zwei Richtungen; das Haus muss man auf der linken Seite passieren. Der Strasse folgt man dann bis zur nächsten Kreuzung. Dort biegt man links ab und folgt der Strasse weitere hundert Meter, vorbei an einem Bauernhof. An der nächsten Kreuzung muss man rechts halten, um auf den Thurgauer Panoramaweg zu gelangen. Dieser führt von dort aus nach Hagenwil. Vorbei an grünen Wiesen eröffnet sich einem bei gutem, klarem Wetter der Blick auf den Alpstein.

Der Alpstein erhebt sich am Horizont.

Der Alpstein erhebt sich am Horizont.

Bild: Luca Hochreutener

3 Hagenwil Auch wenn die meisten Wanderungen, die wir vorstellen, einem Märchen gleichen, so hat diese doch ein waschechtes Schloss zu bieten. Das Wasserschloss Hagenwil wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Von den damaligen Herren von Hagenwil, die es erbauen liessen, soll der Ort auch ihren Namen erhalten haben. Ab dem Jahr 1684 verwaltete das Kloster St.Gallen das Schloss, bis es 1802 in Privatbesitz überging. Seitdem wurde es laufend renoviert. Heute befindet sich im Wasserschloss unter anderem ein Restaurant, wo man sich als Wanderer verpflegen kann.

Das Schloss Hagenwil befindet sich seit dem Jahr 1802 in Privatbesitz.

Das Schloss Hagenwil befindet sich seit dem Jahr 1802 in Privatbesitz.

Bild: Luca Hochreutener

Der Schlossstrasse folgt man bis zur nächsten Kreuzung, wo man rechts abbiegt, und zwar auf die Schulhalde. Folgt man dem Weg, sieht man auf der linken Seite das Schulhaus Hagenwil. Schliesslich verengt sich das Strässchen und man gelangt von der geteerten Strasse auf einen unscheinbaren Kiesweg.

Auf diesem Weglein geht der Wanderweg weiter.

Auf diesem Weglein geht der Wanderweg weiter.

Bild: Luca Hochreutener

Nach ungefähr 50 Metern erreicht man einen kleinen, mit Bäumen bewachsenen Hügel und daneben ein Jesuskreuz.

Das Jesuskreuz, umgeben von weiten Feldern.

Das Jesuskreuz, umgeben von weiten Feldern.

Bild: Luca Hochreutener

Dort gibt es auch eine Sitzbank, wo man sich eine wohlverdiente erste Pause gönnen kann. Das Kreuz befindet sich bei einer Kreuzung, bei der man links halten muss, um auf dem Wanderweg zu bleiben. Folgt man dem Weglein, kommt man in das beschauliche Örtchen Hueb.

4 Hueb, Muolen Es ist bereits die dritte Ortschaft, die man auf dieser Wanderung passiert. Wir befinden uns immer noch auf dem Thurgauer Panoramaweg, der quer durch die kleine Ortschaft führt. Rundherum befinden sich mehrere Äcker mit regelmässigen Bodenwellen. Diese werden Hochäcker oder «Ägete» genannt und stammen aus einer Zeit des früheren Ackerbaus, wie eine Infotafel am Wegrand verrät. An den Äckern vorbei folgt man dem Weg bis zur nächsten Kreuzung, wo man wieder links halten muss.

Die Tafeln, die man während der Wanderung am Wegrand entdeckt, liefern Infos zur Umgebung.

Die Tafeln, die man während der Wanderung am Wegrand entdeckt, liefern Infos zur Umgebung.

Bild: Luca Hochreutener

5 Hudelmoos Mooren wird in der Mythologie gerne eine gespenstische Wirkung nachgesagt. Und auch hier empfiehlt es sich, nicht vom Weg abzuweichen. Zwar nicht aufgrund der Sumpfgeister und Waldwesen, sondern, um nasse Füsse zu vermeiden. Bevor man ins Hudelmoos kommt, legt einem die Infotafel am Rande des Wegs die wichtigsten Informationen zum geschützten Hochmoor dar. Hier gibt es auch einen Grillplatz, für den man sich nur wenige Meter vom eigentlichen Weg entfernen muss. Dem Hudelmoosweg kann man von da an geradeaus folgen. Er führt durch ein kleines Waldstück, jedoch wird einem schnell wieder der Blick auf die weiten Felder eröffnet. Bei der nächsten Kreuzung biegt man rechts ab und folgt dem Weg um etwa 100 Meter.

Das Hudelmoos steht unter Naturschutz.

Das Hudelmoos steht unter Naturschutz.

Bild: Luca Hochreutener

6 Plätzli Hier befindet man sich auf Höhe eines weiteren Sumpfgebietes, nämlich dem «Mösli», dessen Name viel weniger gruselig klingt als der vorherige. Am Ende des kleinen Waldabschnitts stehen weitere Sitzbänke. Hier befindet man sich bereits nicht mehr auf dem Thurgauer Panoramaweg, sondern auf dem Wanderweg «Rund um Zihlschlacht». Diesem folgt man bis zur nächsten Siedlung.

Die Bänke sind sogar mit Wellblech überdacht.

Die Bänke sind sogar mit Wellblech überdacht.

Bild: Luca Hochreutener

7 Riet (Zihlschlacht-Sitterdorf) Vorbei an drei prächtig gewachsenen Bäumen, betritt man die Ortschaft Riet. Diese kann man ebenfalls geradeaus durchqueren, indem man der geteerten Strasse folgt.

Der Dorfeingang der Ortschaft Riet sieht sehr malerisch aus.

Der Dorfeingang der Ortschaft Riet sieht sehr malerisch aus.

Bild: Luca Hochreutener

8 Rötelbach Erblickt man den Rötelbach, weiss man, dass man das Ziel bald erreicht hat. Das Bächlein fliesst unter der Strasse hindurch. Von hier aus kann man noch einen letzten Blick über die weiten Felder des Thurgaus werfen, bevor man den Zielort betritt.

Der Rötelbach befindet sich nahe dem Ende dieser Wanderung.

Der Rötelbach befindet sich nahe dem Ende dieser Wanderung.

Bild: Luca Hochreutener

9 Zihlschlacht Nun hat man die Wahl, ob man die Busverbindung 943 zurück nach Amriswil nimmt, oder sich vorher im Restaurant Löwen noch eine wohlverdiente Mahlzeit gönnen möchte. Im Dorf Zihlschlacht endet diese Wanderung.

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