Wandertipp: Ein Spaziergang von Hafen zu Hafen

Die Strecke entlang dem Thurgauer Bodenseeufer ist sehr beliebt. Schon zu Frühlingsbeginn sind hier Hunderte unterwegs.

Rosa Schmitz
Drucken
Teilen

Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Romanshorn
Ziel: Bahnhof Arbon
Strecke: 8,7 Kilometer
Wanderzeit: 2 Stunden
Aufstieg: 40 Meter
Abstieg: 41 Meter
Ausrüstung: Gute Turnschuhe oder Trekkingschuhe
Gaststätten: Seehuus, Egnach, ab 30. März bis 30. September, täglich 8.00 bis 21.30 Uhr, Freitag und Samstag von 8.00 bis 23.00 Uhr
Öffentlicher Verkehr: Der Bahnhof Romanshorn und der Bahnhof Arbon sind mit dem ÖV rund um die Uhr gut erreichbar.
Kartenmaterial: 1:25000 Blatt 1055 Romanshorn und Blatt 1075 Rorschach

25 Bilder

Bild: Rosa Schmitz

1 Romanshorn Die Wanderung beginnt in Romanshorn. Vom Bahnhof aus sind es wenige Schritt bis zum Hafen. Hier ist sogleich die erste schöne Aussicht auf die Bootsanlegestelle, den Bodensee und die Stadt. Schon das Restaurant dort lädt ein zum Verweilen. Bei schönem Wetter sitzt man dort in der Sonne, direkt am Wasser, geniesst jetzt die erste Frühlingswärme, die frische Luft und kann den Blick in die Ferne schweifen lassen. Zum Beispiel bei einem Cappuccino oder einem Aperol Spritz. Von hier geht man am Hafen entlang, im Vertrauen, schon den rechten Weg zu finden, denn beschildert ist er nicht. Vorbei geht es am Zoll, der Werft. Zügig geradeaus. Bis man nach zirka 500 Metern das erste Zeichen «Wanderweg» entdeckt. Der führt zunächst eine Strasse entlang, vom See ist noch lange nichts zu sehen. Die Hoffnung auf freien Blick aufs Wasser trägt den Wanderer weiter. Aber um es gleich zu sagen: Bis der See wirklich zu sehen ist, muss man noch gut eine Dreiviertelstunde marschieren, vorbei an Büschen, Störchen, Bäumen und meist entlang dem Schienenstrang der SBB.

2 Salmsach Die Wanderung führt schnell weiter bis zur Aachmündung, idyllisch sieht sie aus, das Wasser soll freilich dort nicht das beste sein. Durch die Landwirtschaft gelangen immer wieder Pestizide in den Fluss. Und Fussgänger und Velofahrer werfen ihren Müll rein. Über langgestreckte Kieselwege, vorbei an Wiesen und wieder entlang Schienen schreitet man voran. Gelegentlich zischen die Nahverkehrszüge vorbei – nicht ohrenbetäubend, aber gut vernehmbar. Gestört fühlen sie die Spaziergänger, die zahlreich unterwegs sind, anscheinend nicht. Frisch geht es voran. Man nähert sich Egnach.

3 Egnach Durch ein kleines Wäldchen, über eine Brücke, über einen Bach, kommt man ins Dorf. Zunächst geht der Wanderer über asphaltierte Strassen. Auf Schildern ist «Seeweg» zu lesen. Doch der See selbst liegt noch in der Ferne, unsichtbar. Es geht vorbei am Bahnhof. Wer sich den ersten Teil der Wanderung sparen will, kann auch mit dem Zug hierher fahren und den Marsch von Egnach aus beginnen. Die Wanderung geht durch Wiesen und Felder, vorbei an kleinen Häuschen, deren Bewohner grüssen lassen von lustigen Gartenzwergen. Auf grossen Flächen wird hier Obst angebaut.

4 Seehuus Nach einer guten Stunde erreicht man das Restaurant Seehuus und hier auch den ersten freien Zugang und offenen Blick auf den Bodensee. Das Restaurant bietet Mittagessen und eine grosse Kuchenauswahl an. Dahinter liegt das Strandbad Wiedehorn. Noch ist es geschlossen, geöffnet wird im Mai. Nebenan führt ein Weg zum See auf einen Steg, der bis gut 20 Meter in den See hineinführt und einen schönen Panoramablick eröffnet. Man sieht zurück auf Romanshorn, erkennt Friedrichshafen am anderen Ufer und rechterhand noch schneebedeckte Berge. Ab hier erfreut sich der fortschreitende Wanderer immer wieder schöner Ausblicke auf den See. Nun ist es ein echter Seeweg.

5 Arbon Auf dem Weg bis Arbon sind am Ufer viele kleine Ferienhäuser angesiedelt. Direkten Zugang zum See hat man dort nicht. Aber meist freien Blick, wenn die Anlieger ihre Hecken nicht zu hoch haben wachsen lassen. Bis zum Strandbad Arbon geht man von hier eine halbe Stunde. Von dort aus noch einmal dreissig Minuten bis zum grosszügig angelegten Seeparkareal, mit Promenadenwegen und weitem Rundblick. In der Wunderbar kann man sich ein wenig ausruhen und verköstigen, vielleicht ein wenig erschöpft, auf jeden Fall gelassen. Bis zum Bahnhof sind es gerade einmal zehn Minuten. Man geht noch durch den beschaulichen Ort – und kann die Heimreise antreten.

Mehr zum Thema