Wandertipp

Ein leichter Spaziergang mit Ausblick – der Sass-See-Weg in Malbun

Im Winter ein Schlittelspass für die ganze Familie und zu jeder anderen Jahreszeit ein entspannter Spaziergang. Auf dem Weg warten ausserdem viele kleine Besonderheiten: Unter anderem eine Nussstation für Eichhörnchen und eine Weitsprung-Challenge.

Eva Wenaweser
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Der Sass-See ist das Etappenziel des Spaziergangs.
15 Bilder
Vom Weg aus hat man einen schönen Blick auf Malbun.
Der Sass-Weg führt durch zahlreiche Bäume.
Am Anfang der Wanderung gibt es einen Spielplatz mit vielen verschiedenen Elementen.
Die Steigung auf dem Sass-Weg ist grösstenteils eher gering.
Auf dem Weg gibt es viele kleine Attraktionen: Unter anderem eine Eichhörnchen-Nuss-Station, ...
... eine Weitsprung-Challenge ...
... und einen Klingstein.
Etwas erhöht, kann man dann eine kleine Verpflegung mit Blick auf den Sass-See geniessen.
Eine Feuerstelle ist ebenfalls vorhanden und der Thron für alle, die den Weg erfolgreich absolviert haben.
Am höchsten Punkt des Wandertipps kann man die Wanderung beliebig verändern oder sich zurück auf den Weg ins Malbun machen.
Hier beginnt im Winter die Schlittelpiste.
Wenn man den Weg in die andere Richtung geht, ist hier der erste Aussichtspunkt.
Wenn man zurück zum Jöraboda möchte, muss man die Skipiste überqueren. Ausserhalb der Skisaison ist das unproblematisch möglich. Im Winter ist Vorsicht angesagt.
Diesem Weg folgt man dann bis hinauf zum Jöraboda und zum Ende der Wanderung.

Der Sass-See ist das Etappenziel des Spaziergangs.

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Jöraboda Malbun 
Strecke: 4,4 Kilometer
Wanderzeit: 1 Stunde 20 Minuten
Aufstieg: 212 Meter
Abstieg: 212 Meter
Ausrüstung: Im Winter ein Schlitten. Die Strecke ist auch mit dem Kinderwagen machbar, solange kein Schnee liegt.
Gaststätte: Aktuell sind Gastrobetriebe in Liechtenstein wegen der Coronakrise geschlossen. Sonst gibt es in der Nähe: Vögeli Alpenhotel Malbun, Restaurant Galina, Schlucher Treff.
Parkplätze: An der Malbunerstrasse hat es diverse Parkmöglichkeiten. 
Öffentlicher Verkehr: Buslinie 21, Haltestelle Malbun Jöraboda
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1136 Drei Schwestern (evw)

1. Jöraboda Malbun

Wenn man nach einer strengen Woche an der frischen Luft ausspannen möchte, ist der Sass-Weg in Malbun genau das richtige. Man ist aktiv, ohne sich vollkommen zu verausgaben – und das zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist der Weg zudem eine Schlittelpiste. Die Steigung ist durchgehend eher gering und somit auch mit dem Schlitten oder dem Kinderwagen gut zu bewältigen. Der Sass-See-Weg beginnt und endet am Jöraboda. So heisst auch die Haltestelle, die man mit der Buslinie 21 von Vaduz aus erreicht. Dort gibt es auch einen Spielplatz, falls sich die Kinder vor oder nach dem Spaziergang austoben wollen. Die Route führt über eine kleine Brücke weg von den Häusern, dann befindet man sich stetig auf einem Weg zwischen Bäumen.

2. Erster Aussichtspunkt

Vor der Brücke befindet sich bereits der erste Aussichtspunkt. Von dort aus kann man entweder den Kindern beim Spielen zuschauen oder den Blick über die Berge schweifen lassen. Der Weg führt dann in leichten Kurven bis zum Sass-See. Auf der gesamten Strecke gibt es kleine Besonderheiten: unter anderem eine Nussstation für Eichhörnchen, eine Klingstein- und eine Weitsprung-Challenge. Bei letzterer findet man heraus, ob man kleine Sprünge wie eine Maus macht oder doch eher einem Hasen Konkurrenz macht.

3. Sass-See

Beim Sass-See angelangt, führt ein Weg auf eine kleine Anhöhe. Von dort hat man einen tollen Blick hinunter auf den kleinen See und auf die umliegende Gegend. Ausserdem gibt es eine Feuerstelle mit Feuerholz, mehrere Sitzgelegenheiten – unter anderem einen Thron – und ein Fernrohr, um die Umgebung nach Gämsen, Rehen und anderen Tieren abzusuchen. Es spricht also einiges dafür, sich kurz auszuruhen, die Idylle zu geniessen und sich zu verpflegen.

Wenn man sich dann gestärkt auf den restlichen Weg begibt, erreicht man schon bald den höchsten Punkt der Wanderung. Von dort aus kann die Route beliebig erweitert werden. Dieser Wandertipp führt die Runde aber zu Ende und macht sich auf den Weg zurück ins Zentrum von Malbun.

4. Beginn der Schlittelbahn (im Winter)

Dieser Punkt wird erst bei Schnee relevant. Wenn keiner liegt, folgt man einfach dem Weg nach unten ins Tal. Wenn die Strecke schneebedeckt ist, kommt man am Anfang des Rückwegs schon in den Genuss des Schlittelspasses, allerdings nicht durchgehend. Eine kurze Strecke muss der Schlitten dann noch einmal gezogen werden, weil der Weg nicht steil genug ist. Hat man den beschriebenen Punkt aber erreicht, steht einer wilden Fahrt nichts mehr im Wege – ausser vielleicht die schlecht hergerichteten Kufen des Schlitten.

5. Ende der verkürzten Runde

Wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist ist, könnte man an diesem Punkt die Runde bereits beenden. Hier befindet sich das Restaurant Schneeflucht und die gleichnamige Bushaltestelle. Falls man aber sein Auto bei einem der oberen Parkplätze parkiert hat, muss man zuerst die Skipiste überqueren. Ausserhalb der Skisaison ist das kein Problem, sonst ist Vorsicht geboten. Von hier aus gibt es dann noch einen leichten Anstieg bis man sich wieder auf der Höhe des Jöraboda befindet und man sich – nach so einem entspannenden Spaziergang – erholt auf den Heimweg machen kann.

Grafik: Elena Cogliatti

Grafik: Elena Cogliatti

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