Wandertipp: Ein Feuerwerk für alle Sinne

Von Wiezikon geht es hinauf zum Kapf, der eine tolle Aussicht bietet, und über den Chranzebärg wieder zurück.

Philipp Wolf
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10 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Wiezikon b. Sirnach, Wies
Ziel: Wiezikon b. Sirnach, Post
Strecke: 8.5 km
Wanderzeit: 2 h 30 min.
Aufstieg: 300 m
Abstieg: 310 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk. Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Aufgrund der momentanen Corona-Situation bitten wir Sie, Öffnungszeiten direkt bei den Gaststätten abzuklären. «Hirschen»: 071 966 23 33 «Sonne»: 071 966 12 15
Öffentlicher Verkehr: Bus 734 von Wil in Richtung Fischingen Kartenmaterial: Landkarte: 1:25000, Blatt: 1073 Wil. (pw)

1 Wiezikon, Wies Eins vorne weg: Diese Route könnte der Auslöser für einen regelrechten Wandertipp-Tourismus im Tannzapfenland sein für die Zeit nach Corona. Denn sie liesse sich bestens kombinieren mit der Wanderung «Zu Besuch bei der Sirnacher Hexe» (erschienen am 20. Juni 2019). Die heutige Wanderung startet in Wiezikon bei der Bushaltestelle Wiezikon b. Sirnach, Wies. Sie führt zunächst durch den Weiler Anwil und danach einem kleinen Bach entlang. Wenig später biegt der Wanderer nach rechts ab. Dann geht es hinauf in Richtung Hunzebärg.

2 Vor dem Aufstieg Noch bevor man überhaupt Gelegenheit hatte, ordentlich Kalorien zu verbrennen, erreicht man die erste Grillstelle. Also begnügt sich der Wandertipp-Tourist mit einer kleinen Mahlzeit, wie einem Energy-Riegel oder einem Landjäger. Danach können die Wanderinnen den Aufstieg in Angriff nehmen. Dieser verläuft zunächst mittelsteil.

3 Serpentinen Nach ein paar hundert Metern trifft man auf orange/weisse Wanderwegmarkierungen. Man befindet sich nun auf einem Littenheider Wanderweg. Dieser hält bald darauf die anstrengendste Passage des Tages für die Freunde der Bewegung bereit. Dichtgedrängte Serpentinen führen durch ein idyllisches Waldstück den Hunzäberg hinauf. Immerhin, ist der Anstieg geschafft, ist der Höhepunkt der Wanderung nicht mehr fern.

4 Kapf Die letzten Meter vom Hunzebärg zum Kapf sind ein Klacks. Und die Aussicht, die sich dem Wandertipp-Touristen bietet, entlöhnt für die Strapazen zuvor. Bei klarer Sicht sieht man den Bodensee hinaus, die Hagnau Vulkane, den Alpstein, die Iddaburg, den Nollen und das Schloss Sonnenberg. Wer sich am Panorama sattgesehen oder schmerzende Augen vom In-die-Ferne-starren hat, der kann sich einmal auf den Hörsinn konzentrieren. Vögel zwitschern, Kühe muhen, ein Hund bellt. Hier oben ist die Natur ungefiltert hörbar.

5 Chranzebärg Nachdem Seh- und Hörsinn beschäftigt wurden, geht es darum denn Geschmackssinn zu befriedigen. Schliesslich schmeckt eine Bratwurst oder ein Gemüseplätzchen nie besser als frisch vom Grill nach körperlicher Ertüchtigung. Fehlt nur noch die Grillstelle. Diese befindet sich auf dem Gipfel des Chranzebärgs, gut zehn Minuten vom Kapf entfernt.

6 Berührungspunkt Möglicherweise wird auf dem Abstieg in Richtung Mooswangerriet das fröhliche Singen von Wanderliedern kurz unterbrochen, um über Lokal- und Sportpolitik zu diskutieren. Denn der Fussgängerpfad hinab ist grösstenteils zugleich ein Mountainbike-Trail. Und die Velolobby scheint im Vorteil zu sein. Denn während der Mountainbiker zahlreiche fätzige Kurven und einzelne Schanzen antrifft, sähe die Wandertipp-Touristen-Lobby – zumindest an ein, zwei Stellen – vielleicht lieber ein wenig mehr Fussgängerfreundlichkeit. Am Fusse des Abstiegs angekommen, durchqueren die nun wieder fröhlich singenden Wanderer das Mooswangerriet. Anstatt beim kleinen Bach denselben Weg einzuschlagen, den sie zu Beginn der Route gekommen waren, biegen sie nach rechts ab. Und es geht nach einem letzten kurzen Aufstieg via Luttenberg nach Wiezikon zurück.

7 Wiezikon, Post Im Dorf angekommen, kann sich das Wandervolk beispielsweise im «Hirschen» (auf Karte eingezeichnet) oder in der «Sonne» verköstigen. Diese befindet sich an der Fischingerstrasse unweit der Bushaltestelle Post, dem Endpunkt dieser Wanderung.

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