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Wandertipp: Durch Schnee und Nebel dem Untersee entlang

Eine winterliche Wanderung für alle Jahreszeiten: Der Höhenweg zwischen Mammern und Steckborn trumpft mit einer Burgruine auf.
Text und Bilder: David Grob
46 Bilder

Impressionen Weiss in Weiss: Von Mammern nach Steckborn

Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Mammern
Ziel: Bahnhof Steckborn
Strecke: 8 Kilometer
Wanderzeit: 2 h
Aufstieg: 208 Meter
Abstieg: 219 Meter
Ausrüstung: Gute Schuhe
Gaststätten: Restaurant Sonne und weitere Gaststätten in den Zentren von Mammern und Steckborn
Parkplätze: Bahnhof Mammern
Öffentlicher Verkehr: Bahnhof Mammern, Bahnhof Steckborn Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1033 Steckborn (dar)

Eine winterliche Wanderung war geplant, den sanften Abhängen des Seerückens von Mammern nach Steckborn folgend, den Untersee immer wieder im Blick. Doch dieser war meistens nur zu erahnen, irgendwo als grauweisse, verschwommene Fläche aus Schnee und Nebel. Dennoch: Die Wanderung taugt für alle Jahreszeiten und trumpft in der Mitte mit der romantischen Szenerie der Ruine Neuburg auf.

1 Mammern

Start der Wanderung ist der Bahnhof Mammern. Nach wenigen Schritten verlässt man das Dorf auch schon wieder und steigt zwischen kargen und winterlich dürren Niederstammbäumen den Hügel hoch in Richtung Heiligebärg.

2 Heiligebärg

Heiligebärg ist bei guter Sicht bestimmt ein veritabler Aussichtspunkt über die malerische Unterseelandschaft. Nur verschwommen sind die Dächer Mammerns zu sehen, ehe sie im Nichts des Winternebels verblassen. Kurz nach Heiligebärg verschwindet der schmale Weg zwischen den Bäumen, die gelben Symbole an einigen Stämmen beweisen: Die Richtung stimmt. Trotz viel Schnee auf Wald und Wiese – die Wanderung ist auch in der jetzigen Jahreszeit gut machbar. Der hartgefrorene Boden und der weiche Schnee erleichtern den Tritt – festes Schuhwerk mit gutem Profil vorausgesetzt. Mit einem Kinderwagen sollte die Wanderung jedoch nicht absolviert werden. Über Schotter, Wurzeln und Schnee erstreckt sich der Weg mehr oder weniger auf derselben Höhe. Grössere An- oder Abstiege erfolgen nur, wenn ein Bachtobel passiert werden muss. Dann taucht plötzlich das mächtige Gemäuer der Ruine Neuburg zwischen den kargen Zweigen auf. Der Weg steigt nochmals etwas an und das nächste Etappenziel ist erreicht.

2 Neuburg

Imposant erheben sich die kalten Gemäuer des Bergfrieds. Nacktes Gestein im weissen Winterwald. Steinerne Tritte führen in die Ruine. Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut, thront die Neuburg nun seit rund 800 Jahren auf einer prominenten Hügelkuppe und überblickt die Unterseelandschaft. Im Sommer bietet sich die romantische Szenerie zum längeren Verweilen an. Doch im Winter treibt einem die Kälte weiter – und im ersten Moment in die falsche Richtung: den Hügel hinauf. Anstrengung als Mittel gegen die Kälte. Die ausbleibenden gelben Wanderwegpfeile bei der nächsten Weggabelung klären den verlorenen Wanderer über seinen Irrtum auf. Der richtige Weg führt von der Neuburg den Hang hinunter in Richtung des Untersees und weiter durch den Wald. Und plötzlich taucht der Untersee doch noch auf: eine silbrig-grau spiegelnde Fläche in der Ferne.

Nackter Stein im Winterwald: Die Ruine Neuburg.

Nackter Stein im Winterwald: Die Ruine Neuburg.

4 Hardtobel

Nun steigt der Weg etwas ab, überquert den Chesselbach im Hardtobel. Ein kurzer, aber steiler Aufstieg folgt. Hohe Kinderstimmen schallen durch den Wald. Eine Zeltplache spannt sich zwischen zwei Holzpfosten. Daneben ein Lagerfeuer, auf dem ein Kessel mit Punsch dampft. Der Leiter ruft und die Kinder strömen herbei, bereit, sich in der klirrenden Kälte mit heissem Punsch zu wärmen. Kurz darauf führt der Wanderweg aus dem Wald. In der Ferne ist das Ziel Steckborn zu sehen. Sanft senkt sich der Pfad zwischen grünweissen Feldern in Richtung des Unterseestädtchens. Vorbei an einem Bauernhof wandelt sich der Weg zu einer Quartierstrasse.

5 Steckborn

Zwischen Kaninchenställen, winterlich verwaisten Trampolins und grauen Mittelklassewagen eines typischen Schweizer Einfamilienquartiers zieht sich der Wanderweg zum Bahnhof Steckborn. Wer will, kann sich in einigen der umliegenden Restaurants verpflegen. Mit dem Zug ist der Startort Mammern in wenigen Minuten zu erreichen.

Hier gibt's das pdf zum Herunterladen.

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