Wandertipp
Dem Wasser entlang durchs Tannenzapfenland: Eine Rundwanderung vom Bichelsee auf den Bustel

Der Bichelsee ist vor allem als beliebter Badeort bekannt. Die Region rund um den Weier ist aber gerade im Spätsommer besonders schön zum Wandern und um den dichten Fichtenwald zu erkunden. Begleitet wird man dabei fast auf Schritt und Tritt vom Plätschern kleiner Bäche und mit etwas Glück mit einer Aussicht auf den Säntis belohnt.

Aylin Erol
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Das Bächlein, das vom Bichelsee abfliesst, speist die Lützelmurg.

Das Bächlein, das vom Bichelsee abfliesst, speist die Lützelmurg.

Bild: Aylin Erol

Infos zur Wanderung

Start: Badi Bichelsee
Ziel: Badi Bichelsee
Strecke: 6.8 km
Wanderzeit: 2h
Aufstieg: 242 m
Abstieg: 242 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Badi-Kiosk Bichelsee: Geöffnet während Badesaison (Mitte Mai bis Mitte September) bei schönem Wetter bis 20 Uhr
Öffentlicher Verkehr: Bus 735/806
Parkplätze: Gibt es direkt bei der Badi Bichelsee
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25000

Zum Strandbad Bichelsee fährt ein Bus ab Wil. Es gibt jedoch auch Parkplätze und Veloständer.

Zum Strandbad Bichelsee fährt ein Bus ab Wil. Es gibt jedoch auch Parkplätze und Veloständer.

Bild: Aylin Erol

1 Badi Bichelsee Die Rundwanderung in einer Region, die aufgrund seines grossen Fichtenwaldbestands auch liebevoll «Tannenzapfenland» genannt wird, startet bei der Bushaltestelle Strandbad Bichelsee, direkt gegenüber von Überbleibseln der Schweizer Armee aus dem zweiten Weltkrieg. Die Tobleronesperre – eine Fläche voller spitzer Betonblöcke – sollte Panzer davon abhalten, weiter in die Schweiz vorzudringen.

Die Toblerone-Sperre wurde im März 2013 von der Gemeinde Turbenthal gekauft. Heute fühlen sich vor allem Amphibien darin wohl.

Die Toblerone-Sperre wurde im März 2013 von der Gemeinde Turbenthal gekauft. Heute fühlen sich vor allem Amphibien darin wohl.

Bild: Aylin Erol

Von hier aus läuft man in östlicher Richtung ein kurzes Stück dem Veloweg entlang, bevor man nach links auf einen Feldweg einbiegen kann. Dort wird dem kleinen Bach, der aus dem Naturschutzgebiet Bichelsee hinausführt, gefolgt. Stetig begleitet vom Plätschern des Bachs läuft man so vorbei am kleinen Niederhofen, bis man in die Strasse Höfli nach links einbiegt.

Ab der Krienbergstrasse wird der Weg steiler.

Ab der Krienbergstrasse wird der Weg steiler.

Bild: Aylin Erol

2 Grillstelle Bustel Hat man das Dorf Niederhofen erreicht, führt der Weg nun geradeaus mit der Kienbergstrasse den Berg hinauf. Ab hier ist der Weg nicht mehr mit Wanderwegmarkierungen gekennzeichnet. Doch verirren kann man sich auf der Schotterstrasse, an Kühen vorbei und dem Waldrand entlang, nicht.

Die Feuerstelle befindet sich direkt oberhalb von Haselberg.

Die Feuerstelle befindet sich direkt oberhalb von Haselberg.

Bild: Aylin Erol

Schliesslich in Kienberg angelangt, wendet man sich nach links und läuft die leicht ansteigende Teerstrasse entlang, vorbei an Haselberg und dann steil hinauf bis zu einem Aussichtspunkt inklusive Grillstelle auf dem Bustel. Von hier oben kann man eine schöne, einsame Aussicht über grüne Hügel und Wälder bis über die Thurgauer Grenze zum Kanton Zürich geniessen.

14 Bilder

Bild: Aylin Erol (18.8.22)

3 Parkplatz Rüetschberg Nach der Grillstelle führt die Rundwanderung zunächst ein kleines Stück weiter der Schotterstrasse entlang durch, bis sich auf der rechten Seite ein enger, leicht auffallender Waldweg auftut. Diesem wird durch das dichte Fichtengeäst gefolgt, bis eine weitere Schotterstrasse erreicht ist. Ab hier schlängelt sich die Wanderung langsam den Hügel hinab, sofern man sich stets in südwestlicher Richtung hält, bis man den Parkplatz Rüetschberg erreicht.

Der Wanderweg ab dem Parkplatz Rüetschberg ist so eng, er könnte fast übersehen werden.

Der Wanderweg ab dem Parkplatz Rüetschberg ist so eng, er könnte fast übersehen werden.

Bild: Aylin Erol

4 Badi Bichelsee Ab diesem Punkt gibt es nun wieder Wanderschilder. Eines davon zeigt kurz vor der Hauptstrasse auf einen dünnen Waldpfad den Hügel hinunter Richtung Bichelsee.

Krokusse blühen im Tannenzapfenland auch im Spätsommer.

Krokusse blühen im Tannenzapfenland auch im Spätsommer.

Bild: Aylin Erol

Diesem Weg kann nun stetig durch den Wald, ein kurzes Stück der Strasse entlang und vorbei an blühenden Krokussen gefolgt werden. Dazwischen hat man immer wieder eine schöne Sicht auf den Bichelsee und mit etwas Glück bei klarem Himmel sogar auf den Säntis.

Eine Steile Treppe führt zu einem kleinen Bach, den via einer Holzbrücke überquert.

Eine Steile Treppe führt zu einem kleinen Bach, den via einer Holzbrücke überquert.

Bild: Aylin Erol

Hat man schliesslich nach einer steilen Holztreppe und einer kleinen Brücke die Hauptstrasse am Fusse des Rüetschbergs erreicht, muss man nur ein kurzes Stück der Strasse entlang laufen. Dann führt auch schon ein Feldweg durch das Naturschutzgebiet Bichelsee und direkt zurück zum Startpunkt.

Das letzte Stück der Wanderung führt durch Naturschutzgebiet.

Das letzte Stück der Wanderung führt durch Naturschutzgebiet.

Bild: Aylin Erol

Die kurze Rundwanderung ist damit geschafft. Wenn das Wetter um diese Jahreszeit noch mitspielt, lohnt sich zum Schluss ein Schwumm im Bichelsee. Verpflegung von Pommes frites bis Gebäck gibt es direkt am Badi Kiosk.

Letzte Station: Das Strandbad Bichelsee, das bei schönem Wetter noch bis Mitte September geöffnet ist.

Letzte Station: Das Strandbad Bichelsee, das bei schönem Wetter noch bis Mitte September geöffnet ist.

Bild: Aylin Erol