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WANDERPARADIES: Naturerlebnis Aabachtal

Auch «ennet dem Ricken» kann man Wanderparadiese erleben. Bestes Beispiel: die Route von St.Gallenkappel nach Schmerikon.
Tim Frei
Der Aabach ist das Prunkstück der Wanderung. (Bild: Tim Frei)

Der Aabach ist das Prunkstück der Wanderung. (Bild: Tim Frei)

Die Wanderung im Überblick

Start: St.Gallenkappel
Ziel: Schmerikon
Strecke: 8 km
Wanderzeit: 2 Stunden 30 Minuten
Aufstieg: 63 m Abstieg: 221 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, mit Kinderwagen nicht geeignet.
Gaststätten: In Schmerikon findet man zahlreiche Restaurants und Cafés. Empfehlenswert ist der «Seehof» beim Bahnhof.
Öffentlicher Verkehr: Von Wattwil: Bus 622 bis Haltestelle Unterdorf in St.Gallenkappel; von Schmerikon: Bus 630 bis Haltestelle Dorftreff in Eschenbach und dann Umstieg auf Bus 622 bis Haltestelle Unterdorf.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1113 Ricken (tm)


1 St. Gallenkappel
Die Wanderung beginnt vor der Pfarrkirche in St.Gallenkappel. Nach wenigen Metern biegt man links ab und folgt dem Jakobsweg Richtung Rapperswil. Die Route schlängelt sich entlang eines schmalen Wegs an Häusern vorbei. Dieser Start ist alles andere als idyllisch: Graue Betonklötze und Standardeinfamilienhäuser prägen das Dorfb ild. Davon sollte man sich aber nicht unterkriegen lassen; ein märchenhaftes Naturerlebnis im Neuhüslertobel und Aabachtal entschädigt dafür. Bei der ersten Wegkreuzung verlässt man den Jakobsweg und geht rechts hoch Richtung Rappengrund.

2 Rappengrund
Hier beginnt die Wanderung erst richtig: Bewegte man sich vorhin noch auf Asphalt, hat man nun endlich Kies unter den Füssen. Nach kurzem Aufstieg sticht ein kleines Alphäuschen aus der grünen Landschaft heraus. Wenige Gehminuten später erreicht man den Waldeingang auf rund 570 Metern – und damit den höchsten Punkt dieser Wanderung. Hier erblickt man die erste von zahlreichen Infotafeln. Sie informieren über die Lebewesen, die im Wald und im Tobel zu bestaunen sind – zum Beispiel Grünspechte und Bachforellen. Der Gang durch den Wald ist idyllisch: Tannenbäume ragen links und rechts des Wegs hoch, als sei man in einer Allee. Auff allend: Alle fünf Meter erblickt man ein Vogelhäuschen. Am Ende des Waldstücks erreicht man die erste Feuerstelle. Nicht nur deshalb lohnt es sich, hier eine Pause einzulegen. Auch der Ausblick auf die Berge wie etwa den Speer ist beeindruckend. Beim Abstieg nimmt man das Neuhüslertobel bereits wahr – sei es ein beruhigendes Rauschen oder ein erster Blick auf den Bach.

3 Neuhüslertobel
Der Abstieg ins Tobel ist zwar steil, aber dank eines Geländers mühelos machbar. Was man dann vor sich hat, ist ein wahres Naturparadies: Blick auf einen türkisfarbenen und klaren Stausee. Auch dieser Ort lädt zum Verweilen ein. Der Fussweg führt entlang dem Aabach und der Wasserleitung, mit der heute noch Strom aus Wasserkraft erzeugt wird. Über Stege und luftige Brücken wandert man durch das Tobel. Auch hier hat es zum Glück Geländer, für Kleinkinder ist dieser Abschnitt trotzdem nicht geeignet. In der Mitte des Tobels erreicht man die Wohlfühloase Steinmanndliplätzchen. Die felsigen Tobelhänge, mehrheitlich aus Nagelfl uh, sind sehr steil. Genauso beeindruckend sind derzeit die Eiszapfen, welche dem Aabachtal einen unverwechselbaren Charakter geben. Schliesslich verlässt man kurzzeitig den Aabach und erreicht via Strassenunterführung die alte, gedeckte Aatalbrücke.

Bild: Tim Frei
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Bild: Tim Frei
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21 Bilder

Wanderung 08-03-2018



4 Aatalbrücke
1830 errichtet, vermochte die alte Aatalbrücke bis 1971 den gesamten Rickenverkehr zu stemmen. Erst danach wurde sie von einer modernen Betonbrücke abgelöst. Nach der Brückenüberquerung wandert man von Aatal nach Bauwil, ehe man den Aabach erneut erreicht. Im Gegensatz zum Neuhüslertobel bewegt man sich nicht mehr in luftiger Höhe, sondern folgt dem Bach auf einem Wanderweg. Nebst Wasserfällen ist dieser Abschnitt etwas für Geschichtsfans. Hoch oben, an der rechten Seite des Tobels, stand einst das Schloss Uznaberg, das vor rund 800 Jahren errichtet wurde. Es diente damals dem Grafen von Toggenburg als Verwaltungszentrum. Heute ist davon nur noch eine Ruine übrig, die aber nur von der Strasse aus zu sehen ist.

5 Uznaberg
Bei der ehemaligen Spinnerei Uznaberg verlässt man den Aabach wieder – erneut nur für kurze Zeit. Nach einem kleinen Abstecher auf die Strasse kehrt man zum Aabach zurück und folgt ihm entlang eines Kiesweges bis zu seiner Mündung in den Obersee.

6 Schmerikon
Nachdem man rechts abgebogen ist, geht es nur noch wenige Minuten, bis man den Bahnhof Schmerikon erreicht.

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