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Vom Tiefpunkt zum Hauptort

Der Weg führt durch vier Auen-Schutzgebiete vom tiefsten Punkt des Kantons Thurgau bis nach Frauenfeld.
Wanderung 03.08.2017

Wanderung 03.08.2017

Die Strecke geht mehrheitlich der Thur oder Murg entlang, ist flach und deshalb bis auf zwei kleine Treppen mit dem Kinderwagen gut befahrbar. Nur zur Kartause geht es langsam bergauf. Der Weg ist gesäumt von bunten Blumen, das Plätschern ist ständiger Begleiter, genauso wie das Zwitschern und Pfeifen vieler Vögel.

WP-Profil_03_08_17

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Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel:Oberneunforn bis Frauenfeld

Wanderzeit:ca. 4 Std.

Weglänge:17 km

Gesamtaufstieg:118 m

Gesamtabstieg:194 m

Ausrüstung: Gutes Schuhwerk,Sonnenschutz

Gaststätten: Restaurant Mühle, Kartause Ittingen, Öffnungszeiten 8.30 Uhr bis 23.30 Uhr täglich
Parkplätze: Bahnhof Frauenfeld

Öffentlicher Verkehr:Stündliche Busverbindung ab Bahnhof Frauenfeld nach Oberneunforn.

Kartenmaterial: Schweizer Landeskarte 1:25000, Blatt 1052 Andelfingen
und 1053 Frauenfeld.

WP-Karte_03_08_17

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1 OberneunfornMit dem Postauto geht die Fahrt von Frauenfeld bis an die Endstation Oberneunforn Gemeindehaus. Zwischen den alten Riegelhäusern an der Kirche vorbei führen die ersten Wegweiser in Richtung des Weilers Fahrhof. Dort zweigt der Weg nach rechts ab und führt an das Ufer der Thur. In Richtung Osten liegt der tiefste Punkt des Kantons: in der Thur auf der Kantonsgrenze zu Zürich. Nur noch 370 Meter über Meer befindet sich dieser Punkt.

2SchaffäuliVom tiefsten Punkt geht es der Thur entlang immer in Richtung Osten der Hauptstadt Frauenfeld entgegen. Das Schaffäuli ist ein Naturschutzgebiet, welches durch die Renaturierung der Thur wieder Heimat für viele seltene Pflanzen und Tiere geworden ist. Wer Glück hat, sieht hier etwa den Eisvogel. Oder aber den sehr seltenen Flussregenpfeifer. Davon gibt es in der Schweiz nur noch etwa 100 Paare. Für diese beide Vogelarten wurden bei der Renaturierung spezielle Massnahmen wie Brutplätze gebaut. Auch der Biber, die Bisamratte oder der Pirol fühlen sich in der wiedererstarkten Auenlandschaft wohl. Immer wieder ist das Pfeifen der Meisen oder das raue Krächzen der Krähen und des Eichelhähers zu hören. Mit dem unverkennbaren Ruf ist auch der Grünspecht nicht zu überhören.

3Brücke nach AltikonBei der Brücke zu Altikon hat es Informationstafeln, die über die Geschichte der Thurkorrekturen und über die Tier- und Pflanzenwelt Auskunft geben. Ebenfalls vorhanden sind dort Sitzbänke und eine kleine Feuerstelle.

4 FeldistegEs folgt eine lange Strecke auf dem Thurdamm, der gleichmässig, eben und geradeaus verläuft. Begleitet wird man von dem feinen und nervösen Zirpen der Schwalben. Dann kommt der Feldisteg in Sicht. Nach dem Überqueren des Stegs führt der Weg etwa zweihundert Meter durch den Kanton Zürich. Dass genau an dieser Stelle eine Brücke steht, hat historische Gründe: Winzer des Zürcherischen Feldi ennet der Thur von Niederneunforn besassen an den Hängen auf der Thurgauer Seite Reben. Um diese zu erreichen, wurde die Brücke errichtet.

5UesslingenSchliesslich kommt das Dorf Uesslingen in Sicht. Von dort aus ändert sich die Umgebung und auch der Weg. War es vorher flach, geht’s nun bergauf. Von der Thur verabschiedet man sich für eine Weile und streift dafür durch üppiges Rebgebiet. Hinter einer Hügelkuppe erscheinen dann die Dächer der Kartause Ittingen.

6Kartause IttingenDas ehemalige Kartäuserkloster liegt zwischen Weinstöcken und Hopfenpflanzen. Es ist Touristenmagnet, Hotel, Erholungsort und Restaurant in einem. Wer will, kann sich hier für den letzten Teil der Reise ausruhen. Auch in der Umgebung der Kartause finden sich Bänklein, die eine wunderbare Aussicht auf die Thur ermöglichen.

7 Thurbrücke bei WarthAuf der Thurebene wieder angekommen, findet sich bereits das nächste Auenschutzgebiet. Zwischen Warth und Uesslingen ist die Thur ebenfalls renaturiert worden. Nach der Thurbrücke geht es linkerhand durch den Waffenplatz der Frauenfelder Allmend – ein weiteres Auen-Naturschutzgebiet.

8 Murg-Auen-ParkBevor einen die Zivilisation der Hauptstadt vollends einschliesst, durchläuft der Weg ein letztes Mal ein Auen-Gebiet.

9 Bahnhof FrauenfeldFünf Minuten später erreicht man bereits den Bahnhof Frauenfeld. (sba)

Wanderung 03.08.2017
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