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Wandertipp: Über den Flügespitz ins Toggenburg

Die abwechslungsreiche Wanderung führt durch Moorlandschaften, an Wasserfällen vorbei und auf einen Berggipfel mit Rundumsicht.
Claudio Weder
22 Bilder

Über den Flügespitz ins Toggenburg

Die Wanderung im Überblick

Start: Arvenbüel
Ziel: Stein SG
Strecke: 11 Kilometer
Wanderzeit: 3 Stunden 30 Minuten
Aufstieg: 504 Meter
Abstieg: 937 Meter
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk wird empfohlen. Die Wanderung ist nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Bergrestaurant Alp Looch, geöffnet Mitte Juni bis 1. November, Mo–So, 9–17 Uhr (bei schönem Wetter).
Parkplätze: vorhanden
Öffentlicher Verkehr: Ziegelbrücke erreicht man mit dem Zug. Von dort fährt ein Bus nach Arvenbüel.
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1134 Walensee

1 Arvenbüel Hoch über dem Walensee, auf knapp 1300 Metern, liegt Arvenbüel, ein Ortsteil des Dorfes Amden. Von hier aus startet die Wanderung. In östlicher Richtung verlässt man den Dorfkern und wandert dem Leistchamm entgegen, der wie ein Wächter über der kleinen Ortschaft thront. Die breite und flache Fahrstrasse führt am Skilift vorbei, dann durch ein kurzes, steileres Waldstück auf der linken Seite und schliesslich in angenehmer Steigung hoch in Richtung Flügespitz.

2 Alp Looch Nach einer gemütlichen Dreiviertelstunde ist das Bergrestaurant Alp Looch erreicht. Bei schönem Wetter kann man sich auf der Terrasse von Anni und Tonis Alpköstlichkeiten verwöhnen lassen und dabei das herrliche Bergpanorama geniessen. Reichen die Energievorräte für den Gipfelsturm noch aus, lässt man die Alphütte einfach links liegen – vorausgesetzt der Hüter des Hauses, ein knurrender Berner Sennenhund, lässt einen passieren.

3 Flügespitz Mit jedem Schritt, den man dem ersten Höhepunkt der Tour, dem Flügespitz, näherkommt, wird das Gelände steiler. Unmittelbar oberhalb des Bergrestaurants trennen sich die Pfade. Unsere Route führt links in den Wald, dem Wegweiser in Richtung Flügespitz folgend. Der schmale Bergpfad führt zunächst durch ein kurzes Waldstück, bevor er sich über eine steile Wiese hoch zum Sattel zwischen Flügespitz und Leistchamm windet. Wer will, kann nun den Gipfel direkt in Angriff nehmen. Wer die zusätzlichen 50 Höhenmeter lieber auslassen will, folgt dem Weg, der östlich um den Gipfel herumführt. So viel vorweg: Der kurze Abstecher lohnt sich auf jeden Fall. Über ein steiles, leicht ausgesetztes Gratstück gelangt man in nur fünf Minuten zum 1700 Meter hohen Flügespitz, auf dessen höchstem Punkt ein hölzernes Gipfelkreuz thront. Ein Holzbänkli lädt dazu ein, sich niederzulassen und die Aussicht zu geniessen, die sich rundherum auftut: Der Blick reicht über Arvenbüel und Amden hinweg ins Linthgebiet und zu den Glarner Alpen. Rechterhand zeigen sich Gulmen, Speer und Mattstock, von links blickt der 400 Meter höhere Leistchamm auf seinen kleinen Bruder herab. In nördlicher Richtung reicht der Blick vom Toggenburg bis zum Säntis.

4 Vorderhöhi Nach der Gipfelrast verlässt man den höchsten Punkt auf schmalem und steilem Pfad in Richtung Vorderhöhi. Dieser Streckenabschnitt bietet Natur pur: Er führt durch ein bewaldetes Hochmoorgebiet, das mit seinem tropisch anmutenden Gewächs dem Wanderer stellenweise in satten, beinahe kitschigen Grüntönen entgegenleuchtet. Die Alp Vorderhöhi ist in weniger als einer Stunde erreicht. Möchte man diese Wanderung lieber als Rundweg gestalten, würde sich von hier aus die Möglichkeit bieten, in einer Stunde via Altschen zurück nach Arvenbüel zu wandern. Für Gipfelsammler würde zudem die Alternative bestehen, den 45-minütigen Aufstieg zum 1788 Meter hohen Gulmen unter die Füsse zu nehmen.

5 Dürrenbach Ebenso lohnenswert ist es jedoch, an dieser Stelle den Weg ins Toggenburg, nach Stein SG, zu wählen. Nach einem längeren Waldstück erreicht man die Weggabelung beim Badhus. Hier verlässt die Route das Fahrsträsschen und folgt dem Wegweiser nach rechts in den grünen Dschungel. Ja, Dschungel ist das richtige Wort. Dieser Abschnitt ist neben dem Flügespitz das zweite Highlight der Wanderung. Auf einer Strecke von rund zwei Kilometern stürzt sich der Dürrenbach über mehrere treppenartige Wasserfälle ins Tal – umgeben von moosbedeckten Felsen und Bäumen. Man folgt dem Bachverlauf auf schmalem, teils glitschigem Waldpfad bis zum Eggli, anschliessend gelangt man auf flacher Strasse hinunter nach Stein.

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